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Blankenfelde-Mahlow Diese Kandidaten wollen Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow werden
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19:39 04.07.2019
Hier wollen die fünf Bewerber hinein: Das Büro des Bürgermeisters der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Quelle: Jonas Nayda
Blankenfelde-Mahlow

Seit Dienstagabend stehen die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow fest.

Gleich fünf Lokalpolitiker wollen die Nachfolge von Ortwin Baier antreten, der nach rund 16 Jahren den Posten als Bürgermeister abgibt. Sie wollen mit unterschiedlichen Themen bei den Bewohnern der Gemeinde punkten.

Was Michael Schwuchow als Bürgermeister bewegen möchte

Michael Schwuchow, SPD-Kollege vom scheidenden Bürgermeister Ortwin Baier, lebt seit 1997 in Mahlow, war von 2015 bis 2017 Gemeindevertreter und hat bei der Gemeindevertreterwahl vom 26. Mai 947 Stimmen erhalten, nimmt also bis 2024 wieder einen Platz im Gemeinderat ein.

Der gelernte Bankkaufmann und Familienvater bezeichnet sich selbst als Vernunftmensch. „Ich entscheide eher mit dem Kopf als mit dem Bauch“, sagt er über sich.

Möchte die Nachfolge seines Partei-Kollegen Ortwin Baier in Blankenfelde-Mahlow antreten: Michael Schwuchow (SPD). Quelle: Christian Zielke

Genau mit diesem Kopf möchte er die Infrastruktur in Blankenfelde-Mahlow voranbringen und die Idee eines Kreuzungsbahnhof zwischen Mahlow und Blankenfelde angehen, um beispielsweise eine direkte Verbindung nach Potsdam zu realisieren. Auch die Identitäten der fünf Ortsteile möchte er schärfen.

Wofür sich Michael Pfahler als Bürgermeister einsetzen möchte

Die AfD, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai in Blankenfelde-Mahlow zur zweitstärksten Kraft hinter der SPD aufgestiegen ist, schickt Michael Pfahler als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen.

Michael Pfahler ist Bürgermeisterkandidat der AfD in Blankenfelde-Mahlow, die seit der Kommunalwahl vom 26. Mai zweitstärkste Kraft in der Gemeinde ist. Quelle: Christian Zielke

Er arbeitet als Polizeibeamter in Berlin, ist Familienvater und lebt seit 2009 in Blankenfelde. Michael Pfahler setzt auf konservative Themen wie Recht und Ordnung. „Bei mir wird Sicherheit groß geschrieben“, sagt er. Dementsprechend möchte er gegen Vandalismus und Einbrüche in der Gemeinde vorgehen, beispielsweise mit einer Videoüberwachung an Brennpunkten wie Bahnhöfen.

Gleichzeitig möchte er Familien, die in die Gemeinde ziehen, mit einem Begrüßungsgeld stärken. Mit Blick auf den Flughafen BER will er sich für ein Nachtflugverbot und einen besseren Lärmschutz ins Zeug legen. Der Polizist hat bei der Gemeinderatswahl Ende Mai 838 Stimmen erhalten und seitdem Gemeindevertreter.

Über die Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow

Die Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt.

Von 8 bis 18 Uhr haben die Einwohner der Gemeinde Zeit, einem der fünf Kandidaten ihre Stimme zu geben.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Michael Schwuchow (SPD), Michael Pfahler (AfD), Andreas Buch (CDU), Gerhard Kalinka (Grüne), Anke Scholz (Linke).

Der neue Bürgermeister ist gewählt, wenn am 1. September einer der Kandidaten nach den Vorgaben des Kommunalwahlgesetzes mindestens 50 Prozent aller Stimmen bekommt.

Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zu einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

Andreas Buch will für Wind in Verwaltung sorgen

Andreas Buch geht für die CDU ins Rennen, die bei der vergangenen Kommunalwahl in Blankenfelde-Mahlow einige Sitze im Gemeinderat verloren hat. Mit 1790 Stimmen war der Familienvater, der seit 1999 in Mahlow lebt, stärkster Kandidat der Christdemokraten.

Er erhielt die drittmeisten Stimmen aller Gemeindevertreterkandidaten überhaupt und macht sich dafür stark, für frischen Wind in der Verwaltung zu sorgen. Sie solle Dienstleister für den Bürger und für diese transparent sein.

CDU-Lokalpolitiker Andreas Buch möchte am 1. September zum Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow gewählt werden Quelle: Christian Zielke

Außerdem engagiere er sich für ein lebendiges Blankenfelder Ortszentrum, möchte mehr freie Träger für Kitas gewinnen und sein Herzensprojekt angehen: ein eigenes Schwimmbad mit Läden und Restaurants in der Umgebung. „Ich bin ein Mann voller Tatendrang“, sagt Andreas Buch über sich selbst.

Diese Punkte möchte Gerhard Kalinka als Bürgermeister angehen

Tatendrang verspürt ebenso Gerhard Kalinka von den Grünen, die am 26. Mai Sitze in der Blankenfelde-Mahlower Gemeindevertretung dazugewinnen konnten, nun vier von insgesamt 32 Plätzen einnehmen.

Gerhard Kalinka selbst ist nicht im neu gewählten Gemeinderat vertreten, in dem er von 2009 bis 2014 Vorsitzender und von 2014 bis 2019 als Gemeindevertreter aktiv war. Zur Wahl war er nicht angetreten. Seit 2003 ist er zudem Kreistagsabgeordneter.

Bekommt Blankenfelde-Mahlow einen grünen Bürgermeister? Am 1. September könnte es Gerhard Kalinka werden. Quelle: Hartmut Reck

Seine Anliegen: Vor allem die Diskussionskultur im Gemeinderat zu verbessern. Durch Streitigkeiten zwischen Fraktionen seien in der Vergangenheit viele Chancen ungenutzt geblieben. Dazu ist es dem Fachbereichsleiter im öffentlichen Dienst wichtig, ein bürgernaher Bürgermeister zu sein, der seine Arbeit an ihren Sorgen und Problemen orientiert. Auch Vereine und ehrenamtliche Tätigkeiten möchte der Familienvater fördern.

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Wird Anke Scholz die erste Bürgermeisterin von Blankenfelde-Mahlow?

Anke Scholz (Linke) möchte am 1. September die erste Bürgermeisterin von Blankenfelde-Mahlow werden. Dafür hat sich die 51-Jährige vor allem zwei Themen auf die Fahnen geschrieben: „Ich möchte die Lebensqualität in allen Bereichen erhöhen sowie Gewalt, Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit entgegentreten“, sagt sie.

Anke Scholz tritt für die Partei DIE LINKE als Bürgermeisterkandidaten für Blankenfelde-Mahlow an. Quelle: privat

Zudem sei es ihr ein Anliegen, eine Verwaltung zu schaffen, die die Anliegen der Bürger zeitnah, freundlich und kompetent bearbeitet. „Ein respektvoller Umgang sollte immer im Vordergrund stehen“, findet die Lokalpolitikerin, die seit der Kommunalwahl im Mai nicht nur in der Gemeindevertretung sitzt, sondern ebenso im Ortsbeirat sowie im Kreistag.

„Mir liegen alle fünf Ortsteile am Herzen. Statt Grabenkämpfe zu führen, sollten wir hier Lösungen finden. Nur so funktioniert Politik“, sagt die 51-Jährige.

Von Fabian Lamster

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