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Blankenfelde-Mahlow Schwuchow geht als Favorit in die Stichwahl
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Schwuchow geht als Favorit in die Stichwahl
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20:12 17.09.2019
Michael Schwuchow (SPD) tritt erstmals bei einer Bürgermeisterwahl an. Quelle: Fabian Lamster
Blankenfelde-Mahlow

Bei der Stichwahl zur Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow tritt Michael Schwuchow für die SPD an. Er hat im ersten Wahlgang mit 26,9 Prozent das beste Ergebnis der damals fünf Kandidaten erreicht.

Die kleineren Ortsteile fühlen sich gegenüber Blankenfelde und Mahlow benachteiligt. Was werden Sie tun, um das Gemeinschaftsgefühl der Gesamtgemeinde zu stärken?

Michael Schwuchow: Ich werde die Ortsbeiratssitzungen regelmäßig besuchen. Dabei werde ich die Möglichkeit des Gespräches nutzen, um die Belange der Bürger zu verstehen und gegebenenfalls in die Gemeindevertretung zu tragen. Außerdem werde ich um ein Verständnis für das gesamte Gebilde der Gemeinde werben.

Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow

Am 22. September – drei Wochen nach dem ersten Wahlgang – sind die Blankenfelde-Mahlower aufgerufen, in der Stichwahl einen Bürgermeister zu wählen.

ZurWahl stehen Michael Schwuchow (SPD) und Andreas Buch (CDU).

Die MAZ hatte ihre Leser aufgerufen, Fragen an die beiden Kandidaten zu formulieren. Die Fragen – zum Teil wurden Themenkomplexe mehrfach angesprochen und deshalb zusammengefasst – finden sich in den Interviews mit den Kandidaten wieder. Die MAZ hat darüber hinaus weitere Fragen ergänzt.

Beiden Kandidaten sind die Fragen zeitgleich schriftlich zugegangen und sie haben identische Längenvorgaben für ihre ebenfalls schriftlichen Antworten bekommen.

Dass Antworten zum Teil unterschiedlich lang sind, liegt daran, dass Michael Schwuchow und Andreas Buch selbst gewichten konnten, wie viel Platz sie für die jeweiligen Antworten nutzen möchten – immer im vorgegebenen Gesamtumfang.

Wie stehen Sie zum Bau eines modernen und repräsentativen Verwaltungssitzes in der Gemeinde?

Der Bau eines modernen Verwaltungsgebäudes, das auch ein weiteres Wachstum der Gemeinde mit berücksichtigt, ist zwingend erforderlich. Die Kosten einer dringend notwendigen Sanierung des heutigen Verwaltungsgebäudes, das obendrein schon jetzt zu klein ist, und die hohen Mieten für den ausgelagerten Verwaltungsteil sind auf Dauer nicht tragbar. Das neue Verwaltungsgebäude soll zudem zur Entwicklung eines attraktiven Ortszentrums in Blankenfelde beitragen.

Wie stehen Sie zum Bau eines gemeindeeigenen Schwimmbades in Blankenfelde-Mahlow?

Wichtig bei den Überlegungen zu einem Schwimmbad sind die laufenden Kosten, die über den Gemeindehaushalt langfristig und nachhaltig zu bewältigen sind. Dabei soll ein ausreichend großes und flexibles Schwimmbad entstehen. In diesem Zusammenhang ist weiterhin das gesamte Angebot an Sportstätten und deren Auslastung zu betrachten. Eine direkte Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger bei dieser Frage halte ich für wünschenswert.

Welchen Grundsatz vertreten Sie in der Frage der BER-Flugrouten? Befürworten Sie eine größtmögliche Konzentration oder eine größtmögliche Verteilung des BER-Fluglärms?

Die größtmögliche Verteilung von Fluglärm führt zur Entlastung des Großteils der Einwohner unserer Gemeinde, die in direkter Linie der An- und Abflugrouten leben. Mein Ziel bleibt, die Einhaltung und Ausweitung des Nachtflugverbotes sowie eine Flughafenerweiterung an diesem Standort zu verhindern. Weiterhin muss nach Inbetriebnahme des BER eine Evaluierung der Lärmschutzmaßnahmen in den Bereichen erfolgen, die heute noch keinen Lärmschutz erhalten haben, aber trotzdem künftig betroffen sein werden.

Befürworten Sie die von der Gemeinde beabsichtigte flächendeckende Bebauung dieses zwischen Roter Dudel und Waldblick gelegenen Plangebiets mit Einfamilien- und Reihenhäusern?

Ich befürworte die Bebauung des Gebietes mit unterschiedlichen Wohnformen, die dieses Gebiet für breite Bevölkerungsschichten attraktiv machen. Eine Vielfalt aus Wohnen und kleinem Gewerbe zur Nahversorgung und die nötige Infrastruktur werden die Lebensqualität im Norden der Gemeinde wesentlich verbessern.

Zunehmend parken viele Eigenheimbesitzer, obwohl auf ihren Grundstücken Standfläche und Garagen vorhanden, ihre Fahrzeuge auf der Straße. Wie kann eine einheitliche Parkordnung für die Fahrzeuge der Anlieger an den öffentlichen Straßen erlassen werden?

Es muss gewährleistet sein, dass die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich benutzbar sind und keine Behinderungen für Busse, Feuerwehr oder ähnliches bestehen. Halteverbote, markierte Parkflächen, Querungshilfen und so weiter sind individuell umzusetzen.

Was werden Sie tun, um die örtlichen Gewerbetreibenden und den Einzelhandel in der Gemeinde zu unterstützen?

Ich wünsche mir ein breites Spektrum an Gewerbe innerhalb unserer Gemeinde. Dabei ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den bereits ansässigen Unternehmern unerlässlich. Als direkter Ansprechpartner möchte ich gemeinsam nach Wegen suchen, um unseren Standort weiterhin attraktiv zu halten.

Welche Maßnahme steht auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben? Was wollen Sie in den ersten 100 Tagen als Bürgermeister umsetzen?

Meine Bürgerbefragung gibt als erstes Thema die Bearbeitung der Verkehrsprobleme vor. Dazu zählt die Verbesserung der Gehwege und Übergänge sowie die Betrachtung der Parksituation in den Straßen. Weiterhin will ich einen Neustart des Straßenbaus mit der Gemeindevertretung anstoßen. Das zweite „erste“ Thema ist die schnelle Schaffung neuer Kitaplätze unter Berücksichtigung einer Konzeptvielfalt.

Von MAZonline

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