Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Blankenfelde-Mahlow Was Gerhard Kalinka als „grüner“ Bürgermeister angehen möchte
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Was Gerhard Kalinka als „grüner“ Bürgermeister angehen möchte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:21 12.08.2019
Für Gerhard Kalinka ist es nicht das erste Mal, dass er Bürgermeister der Gemeinde werden möchte. Schon 2011 stand er zur Wahl. Und sieht sich nun für den Posten besser vorbereitet als damals. Quelle: Fabian Lamster
Blankenfelde

 Vorsitzender der Gemeindevertretung, Vorsitzender des Kreistags Teltow-Fläming, Direktkandidat bei der Bundestagswahl 2016: Gerhard Kalinka (Grüne) sieht sich für den Bürgermeisterwahlkampf nach Jahren der ehrenamtlichen Politik gewappnet.

Für den 56-Jährigen ist es nach 2011 das zweite Mal, dass er Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow werden möchte.

„Seitdem habe ich über Jahre die vielfältigen Aspekte der Gemeinde kennengelernt und wie Gemeinde und Verwaltung zusammenarbeiten“, sagt Gerhard Kalinka.

MAZ-Forum zur Bürgermeisterwahl

Die Bürgermeisterwahl in Blankenfelde-Mahlow findet am 1. September gemeinsam mit der Landtagswahl statt.

Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl 2019 ist die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlzettel folgendermaßen: Michael Schwuchow (SPD), Michael Pfahler (AfD), Andreas Buch (CDU), Gerhard Kalinka (Grüne), Anke Scholz (Linke).

Wenn am 1. September einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent aller Stimmen bekommt, ist er gewählt. Ist das nicht der Fall, kommt es am 22. September zu einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

Zur Bürgermeisterwahl findet am 28. August, um 18.30 Uhr, im Hotel Van Der Valk in Dahlewitz ein MAZ-Forum statt, zu dem alle Bürgermeisterkandidaten eingeladen sind. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Gerhard Kalinka möchte Gemeindevertretung einen

Dabei betont er, dass er als Bürgermeister insbesondere die seiner Meinung nach gespaltene Gemeindevertetung einen möchte: „Ich sehe meine Stärke im fairen und sachlichen Dialog, habe Freunde in allen Parteien der Gemeindevertretung. Das möchte ich als Bürgermeister nutzen.“

Seiner Meinung nach habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren aufgrund von Streitigkeiten im Gemeinderat einige Chancen versäumt.

Der Rathausneubau ist gescheitert, die geplante Schwimmhalle existiert noch nicht. Auch beim Straßenbau habe es in den letzten Jahren einen Stillstand gegeben. „Wir hätten deutlich mehr schaffen können“, ist der 56-Jährige überzeugt.

Was Gerhard Kalinka in Blankenfelde-Mahlow angehen möchte

Der Familienvater hat einige Projekte im Blick, die er in der Gemeinde voranbringen möchte, in der er seit 1996 lebt. Einerseits möchte er eine neue moderne Bibliothek nahe der Tschäpe-Grundschule in Mahlow schaffen. Andererseits möchte er das ehemalige Kasernengelände in Blankenfelde umwandeln und dort neuen Wohnraum schaffen.

Außerdem sieht er einen Bedarf an Kitas und Schulen. „Der Zuzug der vergangenen Jahre hat die Gemeinde überrollt. Wir müssen uns überlegen, wie wir ihn in den Griff bekommen.“

Eine Zuzugsgrenze schwebt dem gebürtigen Berliner schon als Maßnahme vor. Er ist überzeugt: Wenn die Gemeinde ihren Charakter wahren möchte, könne sie nicht so weiterwachsen wie in den vergangenen zehn Jahren.

Mehr zum Thema

Diese Kandidaten wollen Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow werden

Was SPD-Kandidat Michael Schwuchow als Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow anpacken möchte

Linke nominiert Anke Scholz als Bürgermeister-Kandidatin

Ausbau des ÖPNV und den Flughafen BER im Blick

Um das zu erreichen, könne man beispielsweise das Bauland begrenzen – und den ÖPNV stärken. „Durch eine S-Bahn-Verlängerung über Dahlewitz nach Rangsdorf und einen Ausbau des innerörtlichen Nahverkehrs – vor allem abends und am Wochenende – müssen wir gute Alternativen schaffen. Die Bewohner sollen nicht alles mit dem Auto abwickeln“, sagt der Grünen-Politiker.

Mit Blick auf die Infrastruktur sieht er außerdem den Flughafen BER als Herausforderung für die gesamte Gemeinde, der diese prägen werde.

Hier könne man die Einwohner in Sachen Schallschutz nicht alleine lassen und müsse Wege finden, mit dem Flughafen umzugehen. „Zusätzliche Bäume und Hecken reichen nicht, um den Schall aufzufangen. Hier sind Bürgerbefragungen, Feinstaub- und Lärmgutachten sowie ein stetiger Austausch mit Landespolitikern nötig. Keine Gemeinde im Land Brandenburg wird mit dem BER mehr Arbeit haben als wir“, ist Gerhard Kalinka überzeugt.

Warum Gerhard Kalinka die Bürgernähe wichtig ist

Dabei möchte er nicht nur den Dialog mit den Gemeindevertretern , sondern ebenso mit den Einwohnern von Blankenfelde-Mahlow suchen. Es reiche für ihn nicht, Bürgersprechstunden anzubieten. Man müsse mit Bewohnern aus allen Ortsteilen ins Gespräch kommen, sich mit ihnen sachlich über Sorgen und Probleme austauschen sowie Ausschüssen und Bürgerversammlungen besuchen. „Es ist wichtig, sich die Leiden der Bürger anzuhören, sie einzuordnen und Lösungen zu finden.“

Bei der Kommunalwahl vom 26. Mai ist Gerhard Kalinka als einziger Bürgermeisterkandidat in Blankenfelde-Mahlow nicht angetreten, um sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren. In der Gemeinde, die dem Berliner ans Herz gewachsen ist: „Hier habe ich durch meine Familie, die Bewohner und meine Arbeit als Lokalpolitiker ein Heimatgefühl entwickelt, das ich in Berlin nie hatte“, erzählt er.

Ein Heimatgefühl, das ihn davon überzeugt hat, trotz Nähe zum Flughafen der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow treu zu bleiben. Und vielleicht sogar ihr Bürgermeister zu werden.

Von Fabian Lamster

Unbekannte sind in Blankenfelde auf ein Grundstück eingedrungen. Außerdme zerstörten sie 15 Wahlplakate.

12.08.2019

Mehrere Millionen Euro können ab 2020 in die Schulen in Teltow-Fläming fließen für Tablets und Smart-Boards. Bevor das Geld kommt, müssen die Träger aber ihre Hausaufgaben machen: Es fehlt an aktuellen Medienkonzepten an den Schulen.

12.08.2019

Aus einem Keller in Mahlow ist ein E-Bike entwendet worden. Der Schaden liegt bei mehreren hundert Euro.

09.08.2019