Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Blankenfelde-Mahlow Neustart nach den Stichwahlen
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Neustart nach den Stichwahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 23.09.2019
Das Verwaltungsgebäude der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in der Karl-Marx-Straße in Blankenfelde. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Oliver Scharfenberg (Die Rangsdorfer) will trotz des zuletzt schmutzigen Wahlkampfs in Rangsdorf auf der Sachebene mit allen Parteien zusammen arbeiten. Einen Tag nach seiner Niederlage in der Bürgermeister-Stichwahl äußerte sich der Herausforderer: „Ich bin jetzt erst mal tiefenentspannt.“ Klaus Rocher (FDP) war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bei der Stichwahl am Sonntag hatte Amtsinhaber Rocher die Wahl mit 3361 (59,9 Prozent) Stimmen gewonnen. Oliver Scharfenberg kam auf 2248 Stimmen (40 Prozent). Dabei wurde es nach dem ersten Wahlgang am 1. September zwischen den beiden Kontrahenten heftig und sorgte bis in die sozialen Netzwerke für Streit zwischen den jeweiligen Anhängern. Da war von Schlammschlachten, Anfeindungen und „schmutzigem Stichwahlkampf“ die Rede. Scharfenberg hat gleich in mehreren Fällen Strafanzeige erstattet.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Persönlich wertet Scharfenberg das Wahlergebnis als Erfolg. Die Atmosphäre der letzten Wochen sei allerdings nicht sein Stil. „In einem Dorf, wo wir zusammen leben wollen und wo wir uns jeden Morgen auf dem Weg zum Bäcker begegnen, müssen wir versuchen, die Spaltung zu verhindern.“ Auf der kommunalpolitischen Ebene will er weiter mit allen reden. „Wenn wir als ,Die Rangsdorfer’ einen Vorschlag in die Gemeindevertretung einbringen, werden wir uns nicht dagegen wehren, wenn die anderen Parteien zustimmen. Wichtig sei, dass man die Sachebene vom Privaten zu trennen bereit ist. „Wir können ja in der Sache gerne streiten, aber es wäre schön, wenn wir uns anschließend ohne Groll zusammen an einen Tisch setzen können“.

Blankenfelde-Mahlow: Buch würde nicht wieder kandidieren

Um 19.19 Uhr klangen am Stichwahlsonntag in Blankenfelde-Mahlow die Gläser: Der künftige Bürgermeister der Großgemeinde heißt Michael Schwuchow (SPD), der in der Stichwahl Andreas Buch von der CDU hinter sich ließ. Beide Kandidaten bedauerten die äußerst niedrige Wahlbeteiligung, sind aber auch froh, dass die Wahltermine nun erledigt sind. Doch während Schwuchow zwar etwas „unausgeschlafen“ nach dem Wahlabend durchaus optimistisch in die Zukunft sieht, klingt sein Gegenkandidat weniger froh. „Ich werde durchaus künftig bei Angelegenheiten auf Gemeindeebene darauf achten, dass alles funktioniert. Ich würde aber nicht noch einmal als Bürgermeister kandidieren“, sagt Andreas Buch. Zu wenig Unterstützung habe er von der CDU erhalten, zuletzt habe auch der noch amtierende Bürgermeister Ortwin Baier im Wahlkampf zugunsten des SPD-Kandidaten Schwuchow interveniert.

Zuhören und reden

Michael Schwuchow will für ein paar Wochen noch in die „Normalität“ zurück, bevor er konkret mit der Vorbereitung seiner achtjährigen Amtszeit beginnt. Dann will er die Verwaltung und die Verwaltungsmitarbeiter kennenlernen und Kontakt zu den Gemeindevertretern aufbauen. Den Menschen im Ort zuzuhören und mit ihnen zu reden steht dabei gleichberechtigt an erster Stelle. Weiter auf seiner Liste: der Neubau einer Kindertagesstätte, die Straßenbauplanung und der Rathausneubau. Nach der niedrigen Wahlbeteiligung am Sonntag hat Schwuchow einen Punkt neu in seine Agenda aufgenommen: „Sollte es wieder einmal zu einer Stichwahl kommen, dann werde ich als Bürgermeister dafür sorgen, dass auch zur Stichwahl Wahlbenachrichtigungen verschickt werden.“

Von Udo Böhlefeld

Eltern und Politiker warten ungeduldig auf ein Ergebnis. Doch die Kreisverwaltung hat noch nicht einmal die Ausschreibung veröffentlicht. Wie kann der Schülerverkehr in Teltow-Fläming verbessert werden? Auf die Antworten müssen alle noch Monate warten.

23.09.2019

Die SPD bleibt in Blankenfelde-Mahlow am Ruder. Deren Kandidat Michael Schwuchow folgt seinem Parteigenossen Ortwin Baier im Amt. Doch trotz deutlicher Führung geriet der Abend zur Zitterpartie.

24.09.2019

Sie lernen dreieinhalb Jahre lang bei Rolls-Royce in Dahlewitz, um Fluggerätmechaniker mit Fachrichtung Triebwerkstechnik zu werden. Am Tag der Ausbildung erfuhren Interessierte, was die Azubis am Ende ihrer Ausbildung alles können müssen

26.09.2019