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Blankenfelde-Mahlow Ökumenisches Adventskonzert findet zum 25. Mal statt
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Ökumenisches Adventskonzert findet zum 25. Mal statt
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15:06 26.11.2019
Der Ökumenischer Chor Blankenfelde: Hanna Maria Hahn (l.) probt mit den Chorsängern fürs Adventskonzert Quelle: Andrea von Fournier
Blankenfelde

Der Countdown läuft: In wenigen Tagen werden Hanna Maria Hahn, Kantorin der evangelischen Kirchengemeinden in Blankenfelde und Jühnsdorf, und Michael May, Chorleiter der katholischen Gemeinde Blankenfelde, die alljährlichen „Ökumenischen Adventskonzerte“ eröffnen. Es wird ein Konzert in jeder der beiden Kirchen geben, ausgewählte Stücke auf hohem Niveau, die immer ein übervolles Haus bescheren. Diesmal ist ein Jubiläum zu feiern, das 25. Konzert.

Die beiden Chorleiter sind von Anfang an dabei: „Ebenso sieben, acht der Chorsängerinnen und -sänger“, erklärt Hanna Maria Hahn. Die Entstehungsgeschichte der beliebten Konzertreihe ist auch eine ökumenische: Markus Mackowiak, Mitglied der Blankenfelder katholischen Gemeinde und vor 24 Jahren angehender Kirchenmusikstudent, nahm bei Hanna Maria Hahn Unterricht an der Orgel. Er sang auch im Chor und hatte die Idee, dass evangelischer und katholischer Chor einmal gemeinsam im Advent musizieren könnten. Das gefiel Hanna Maria Hahn und dem ehrenamtlich tätigen katholischen Chorleiter Michael May, so dass man zusammen probte und auftrat.

Initiator arbeitet längst woanders

„Dass es für mehr als einmal sein sollte, ahnte damals noch niemand“, sagt die Kantorin und lacht. Markus Mackowiak ist längst weggegangen aus Blankenfelde, ein bekannter Kirchenmusiker geworden, Initiator vieler Chorprojekte geworden und heute Bezirkskantor in der Erzdiözese Freiburg. Seine ehemalige Orgel-Lehrerin und ihr Kollege führten das erfolgreiche Projekt in Blankenfelde weiter. Natürlich auch, weil genügend interessierte Sänger, Instrumentalisten und Zuhörer da sind.

Ökumenischer Chor Blankenfelde: Hanna Maria Hahn (l.) probt mit den Chorsängerinnen und -sängern fürs Adventskonzert Quelle: A.v.FournierA.v.Fournier

Im Sommer gibt es eine kleine Zweier-Konferenz, bei der die Chorleiter das Programm festlegen. Wichtig ist den beiden, dass Stücke sowohl aus der evangelischen wie auch aus der katholischen Tradition ihren Platz haben. Außerdem müssen sie darauf achten, dass die Instrumentalbegleitung machbar ist. Das „Blockflötenconsort“, Hanna Maria Hahns „Kind“, ist immer dabei. Instrumentalisten, die in den Reihen der beiden Gemeinden fehlen, werden ebenso wie Gesangs-Solisten als Profi-Musiker vertraglich gebunden Die Werke werden den sängerischen Möglichkeiten und dem Geschmack der Chöre entsprechend ausgewählt. Immer sind es größere, anspruchsvolle Stücke, klassische Kantaten, den weihnachtlichen Teil des Messias-Oratorium von Händel, aber auch moderne Stücke wie die „Keltische Messe“ von Peter Reulein.

Ab der Jahresmitte wird geprobt

Einmal wöchentlich ab Jahresmitte proben dann die zurzeit etwa 45 Sänger, außerdem gibt es Gruppen, die für bestimmte musikalische Einsätze zusätzlich üben. Michael May und Hanna Maria Hahn leiten die Proben gemeinsam, das bedeutet, jeder übernimmt die Verantwortung für bestimmte Stücke. Und dann sind da noch die Instrumentalisten, mit denen die Chorleiter arbeiten.

An einem Wochenende wird schließlich konzertiert geprobt. Um das Adventskonzert-Projekt hat sich vor etwa 15 Jahren ein Unterstützerkreis kreativer Frauen unter Leitung von Gudrun Warmbrunn gebildet.

Basar und Begegnungen

Immer am zweiten Adventssonntag organisieren sie einen Basar zur finanziellen Unterstützung der Kirchenmusik. Gestricktes, Genähtes oder Gepatchtes wird verkauft, Mittelpunkt ist eine adventliche Kaffeetafel mit Selbstgebackenem.

Dass das gemeinsame Backen und Musizieren kein Selbstzweck ist, sondern auch dem Zusammenhalt der Bürger, die Identität in ihrem Ort fördert und eine Brücke zwischen den Religionen baut, betont auch Kantorin Hanna Maria Hahn: „Die Musizierenden sind zwischen 15 und 80 Jahre alt. Wenn man sich auf der Straße trifft, kennt, grüßt und schätzt man sich“, erzählt sie

Programm

Die 25. Ökumenischen Adventskonzerte sind am 30. November um 17 Uhr in der evangelischen Dorfkirche Blankenfelde, am 01. Dezember um 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Nikolaus zu hören.

Werke von Andreas Hammerschmidt (Machet die Tore weit), Wenzel Horak (Kyrie und Credo, Pastoral Messe) sowie Arnold Melchior Brunckhorst (Die Weihnachtsgeschichte) kommen zur Aufführung.

Am 8. Dezember kann man von 15 bis 18 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Dorfstraße Kaffeetrinken und Handarbeiten bestaunen oder erwerben.

Von Andrea von Fournier

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