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Blankenfelde-Mahlow CDU fordert Lkw-Verbot in Groß Kienitz
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18:12 29.10.2019
Die Landesstraße 402 in Groß Kienitz: Die CDU fordert ein Lkw-Verbot durch den Ort. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Blankenfelde-Mahlow

Alle 60 Sekunden ein Lkw: So viele Schwerlaster sollen laut einem Gutachten aktuell durch Groß Kienitz donnern. Das geht so nicht weiter, sagt Robert Trebus (CDU), und forderte mit seiner Fraktion eine Tonnenbegrenzung auf maximal 2,8 Tonnen für die Landesstraße 402, die mitten durch den Ort verläuft.

„Die vielen Lkw sind für das Dorf eine echte Belastung, gerade auf Kopfsteinpflaster“, sagt er. Die Lkw-Fahrer würden seiner Meinung nach die vielen kleinen Straße als Abkürzung zu den Gewerbegebieten nutzen. Eine Umleitung um das Dorf herum gebe es, doch die dauere länger. „Und der Verkehr wird nicht weniger“, so Trebus weiter.

Präzedenzfall für die Gemeinde

Der Antrag, eine Tonnenbegrenzung einzuführen, stieß auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter allerdings auf gemischte Reaktionen. Konkret geht es in der Beschlussvorlage um die Rotberger Straße ab Hermann-Gebauer-Straße, der Eintrachtstraße und der Groß Kienitzer Dorfstraße. Viele Abgeordnete sehen das als Präzedenzfall.

„Den Antrag sollte man auf das ganze Gemeindegebiet ausweiten“, betont Bernd Marquardt (Freie Wählergruppe). Überall gebe es die gleichen Probleme. So sprach schon der Ortsbeirat von Mahlow Mitte Oktober von der Idee, Lkw aus den innerstädtischen Straßen zu verbannen – Bewohner und Lieferverkehr frei.

Gemeinde sei nicht zuständig

Andreas von Drateln (AfD) äußerte hingegen große Bedenken: „Wir können da gar nicht tätig werden“, sagt er. Es handle sich um eine Landesstraße. Die Oberhand hat in dem Fall der Landesbetrieb Straßenwesen. Die Gemeinde selbst könne da gar nicht viel machen. Trotzdem beharrt die CDU auf ihren Antrag.

Robert Trebus möchte die Sache auch weiterhin verfolgen. Das stark anwachsende Verkehrsaufkommen stelle eine Gefahr und Lärmbelästigung für die Bewohner dar. Mit der Umleitung des Verkehrs über die Herrmann-Gebauer-Straße/Am Weidendamm sollen alle Lkw ab 2,8 Tonnen eine bereits vorhandene Umfahrung nutzen.

Verwaltung wird sich darum kümmern

Nun wird sich die Gemeinde darum kümmern. Die Gemeindevertreter haben sich dazu verständigt, die Verwaltung zu beauftragten, das zu prüfen. Sie wird sich mit dem Landkreis und dem Landesbetrieb Straßenwesen zum Thema auseinandersetzen. Weitere Informationen dazu werden in den kommenden Fachausschüssen erwartet. Daniel Freiherr von Lützow (AfD) regte an, sich dann auch allgemein mit dem Verkehrskonzept der Gemeinde zu beschäftigen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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