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Blankenfelde-Mahlow Blumen und Kräuter beim Pflanzenbasar in Dahlewitz
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Blumen und Kräuter beim Pflanzenbasar in Dahlewitz
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20:36 28.04.2019
Anke Treffkorn (l.) gab dem Ehepaar Hausner aus Großbeeren Tipps zu ihren Pflanzen. Quelle: Jutta Brekeller
Dahlewitz

Gitta Meier aus Jühnsdorf hat einen großen Topf mit russischem Estragon auf ihrem Tisch. Der sei sehr stabil, sagt sie. Allerdings nicht ganz so aromatisch wie der französische. Sie hat auch historische Erdbeerpflanzen aus den 1930er und 1950er Jahren dabei. Ebenfalls robuste Sorten.

Vieles zu entdecken

Wer zum Pflanzenbasar nach Dahlewitz kommt, kann vieles entdecken, was kein Gartencenter bieten kann. Außerdem gibt es interessante Gespräche und nützliche Tipps von erfahrenen Gärtnern.

Lockpflanze für Bienen

Anke Treffkorn bietet ihren Borretsch als Lockpflanze für die Bienen an. „Pflanzen Sie den Borretsch neben die Zucchini, da ist für die Bestäubung gleich gesorgt“, empfiehlt sie ihren Kunden. Und: „Vom Borretsch nur die Blüten essen, am besten auf den Salat streuen!“. Anke Treffkorn ist Mitglied im Verein Historisches Dorf Dahlewitz, der diesen Pflanzenbasar organisiert. Jedes Jahr am letzten Sonnabend im April. Immer in der Zeit von 11 bis 14 Uhr. 2019 bereits zum 13. Mal.

Sieben Stände

Sieben Stände sind diesmal vor dem Bürgerhaus in Dahlewitz aufgebaut. Hobbygärtner aus der Umgebung bieten ihre Pflanzen an – zum Kaufen und Tauschen oder auch zum Verschenken. Wer einen Standplatz haben will, sollte sich vorher anmelden, vier Euro kostet die Miete. „Das ist ein kleiner Obolus, mit dem wir die Kosten für die Plakate und Flyer decken“, sagt Anke Treffkorn, die im Verein für die Finanzen zuständig ist. Man kann aber auch einfach so kommen wie die junge Familie, die mit drei Kartons selbstgezogener Pflanzen noch kurz vor 14 Uhr anrückt, die sie mit den anderen tauschen will.

Christel und Wolfgang Wieck (sitzend) aus Königs Wusterhausen bieten Funkien an. Christel Wieck: „Die sind pflegeleicht“. Quelle: Jutta Breller

Gefragte Pflanzen

Auch Brigitte Liebheit aus Blankenfelde hat viele Pflanzen dabei, die den Bienen eine gute Nahrungsquelle sind, zum Beispiel Phlox, Salvien und die Indianernessel. In Zeiten des großen Bienensterbens sind solche Pflanzen auch bei Hobbygärtnern sehr gefragt. Schließlich kennt jeder, der seinen Garten liebt, auch die großen Zusammenhänge in der Natur. Und wo keine Bienen summen, gibt es keine Bestäubung und somit keine Früchte.

Brigitte Liebheit aus Blankenfelde empfiehlt Pflanzen, die Bienen anlocken. Quelle: Jutta Brekeller

Super tolle Tipps

Manche fragen in diesem Jahr auch nach Pflanzen, die der Hitze trotzen. Jeder wird fündig. Wie das Ehepaar Hausner aus Großbeeren, das sich sehr für die verschiedenen Sorten Pfefferminze interessiert, die es auf dem Pflanzenbasar gibt. „Super tolle Tipps“, loben sie den regen Erfahrungsaustausch mit den Gärtnern an den Ständen.

Pfefferminze heißt Elfriede

Eine junge Frau erzählt, dass sie die Gewächse in ihrem Garten immer nach dem benennt, von dem sie diese auf dem Pflanzenbasar erworben hat. So heißt die Pfefferminze, die schon im Garten von Mutter Treffkorn gewachsen ist, bei ihr ab jetzt Elfriede.

Pflanzen vom Basar

Daniela Hensel-Skroza fährt mit gut beladenem Fahrrad davon. „Überall in meinem Garten sind Pflanzen von diesem Basar“, sagt sie. Sie ist wieder bei Doris Ehrich fündig geworden. Die alte Dame aus Saalow ist schon zum elften Mal mit ihrem Stand auf dem Pflanzenbasar in Dahlewitz. „Ein bisschen die Rentenkasse aufbessern“, scherzt sie. Aber offensichtlich sind es vor allem die Gespräche mit den Käufern und den anderen Gärtnern, die ihr große Freude bereiten.

Von Jutta Brekeller

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