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Blankenfelde-Mahlow Viele Besucher bei Astronomietag in der Sternwarte
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Viele Besucher bei Astronomietag in der Sternwarte
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13:59 31.03.2019
Markus Magnus (12) aus Königs Wusterhausen mit dem Feldstecher am Teleskop in der Dahlewitzer Sternwarte. Quelle: Jutta Brekeller
Dahlewitz

„Die Sonne ist wie eine große orange-gelbe Scheibe.“ So hat es Markus Magnus durch eines der Spezialfernrohre auf der Besucherplattform der Oberschule in Dahlewitz gesehen. Sonnenflecken waren leider nicht zu entdecken, bedauert er. Der Zwölfjährige aus Königs Wusterhausen ist nicht das erste Mal zu Besuch in der Schulsternwarte. So wie viele andere hier nutzt er die regelmäßigen Angebote der Schul-und Volkssternwarte. Am Sonnabend hatte die Einrichtung zum bundesweiten Astronomietag, dem alljährlichen Tag der Amateurastronomen, eingeladen. Dieser fand zum 17. Mal statt.

Neues Teleskop interessiert die Besucher

Dicht umlagert war das neue Spiegelteleskop unter der Kuppel des Observatoriums, das im vergangenen November dort aufgestellt wurde. Die Gemeinde hat es der Sternwarte spendiert. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Gemeinde“, sagt der Leiter der Sternwarte Lutz Schwabe. „Allein könnten wir uns das gar nicht leisten“.

Das neue Spiegelteleskop war dicht umlagert. Quelle: Jutta Brekeller

Jetzt müsse noch der Fußboden saniert werden. Dann kann das Spezialgerät uneingeschränkt eingesetzt werden. Schwabe und viele andere Hobbyastronomen sind an diesem Tag für die Besucher da, halten Vorträge, geben Anleitungen, zum Beispiel beim Basteln von Sonnenuhren und der Herstellung von Marssand.

So macht man Marssand selbst

Für Letzteren braucht man einfach nur Stahlwolle, Sand, Salz und Wasser, erklärt Ingo Hubert vom Sternwartenverein. Das Salzwasser muss man regelmäßig über die anderen Teile gießen – und rostroter Sand entsteht. Das sei eine Theorie, wie der Mars zu seiner rostroten Farbe gekommen sein könnte, erklärt er.

Ingo Hubert (links) von der Sternwarte zeigt, wie man Marssand herstellt. Quelle: Jutta Brekeller

Dem Sternenhimmel kommen die Besucher an diesem Tag vor allem durch die aufgestellten Spezialfernrohre ganz nah. Manche Sterne leuchten so stark, dass sie durch das Spiegelteleskop auch am Tag zu sehen sind. Als kleiner flirrender Kreis zeigt sich zum Beispiel die Capella, der Hauptstern im Sternbild Fuhrmann und dritthellster Stern am Nordhimmel.

Auch am Abend kamen Interessierte

Etwa 150 Besucher sahen sich am Astronomietag den Märzhimmel an. Auch am Abend ab 20 Uhr kamen noch viele Interessenten – Erwachsene und Kinder. Und sie wurden belohnt: „Der Orionnebel war sehr gut zu sehen“, sagt Michael Wenzel, 1. Vorsitzender des Vereins.

von links: Jana (12) und Laura (14) aus Ludwigsfelde am Tellurium, das unter anderem die Mondbahn um die Erde, die Mondphasen und die Jahreszeiten simuliert. Quelle: Jutta Brekeller

Mit dieser Sternenschau ist die Saison in der Sternwarte jedoch erst einmal vorbei. Auch weil es durch die Umstellung auf Sommerzeit jetzt so lange hell ist, lege man eine Pause ein. Ab September gibt es wieder jeden Freitag Vorträge im Planetarium und geführte Beobachtungsabende im Observatorium.

www.stewada.de

Von Jutta Brekeller

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