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Blankenfelde-Mahlow Dörfer sollen vom Verkehr entlastet werden
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Dörfer sollen vom Verkehr entlastet werden
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14:03 10.12.2019
Robert Trebus (CDU), Ortsvorsteher von Groß Kienitz, fordert eine südliche Umfahrungsstraße des Flughafens BER. Quelle: privat
Groß Kienitz

Die Gemeinde steht vor einem Verkehrskollaps: In zehn Monaten eröffnet der Flughafen BER und schon jetzt sind die Straßen übervoll. Es muss sich was tun, betonte Robert Trebus (CDU) schon mehrfach gegenüber der Verwaltung in Blankenfelde-Mahlow. Der Ortsvorsteher von Groß Kienitz ist über die Zukunft besorgt.

Neue Zahlen sprechen für sich: Eine Studie der Industrie- und Handelskammer Cottbus prognostiziert für die kommenden zehn Jahre rund 40.000 neue Einwohner und 85.000 neue Beschäftigte in der Flughafenregion. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung forderten die Mitglieder der CDU-Fraktion die Verwaltung auf, sich damit ausgiebig zu beschäftigen.

Südliche Umfahrung des Flughafens

Noch im Januar sollen dann die Gemeindevertreter mit ins Boot geholt werden. Maßnahmen sollen folgen. Der Ortsbeirat von Groß Kienitz wird dabei schon konkreter: Es braucht eine südliche Umfahrung des Flughafens. Das Problem: Zwei Landkreise, zwei Gemeinden und viele unterschiedliche Stellen, die dafür zuständig sind.

Die Verwaltung von Blankenfelde-Mahlow kann den Bedarf lediglich an den Landkreis Teltow-Fläming und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung melden. Alles Weitere liegt nicht mehr in deren Händen. Was die Gemeindevertreter jedoch machen können ist Druck. Das setzt jedoch intensive Beratungen und ein Beschluss voraus.

Landesstraßen dienen als Umleitungsstrecken

Das gab es bislang noch nicht und wenn, dann nur unzureichend. Schließlich wurde schon im Jahr 2015 über eine südliche Umfahrung des Flughafens beraten, bemerkt Robert Trebus. Passiert ist bislang noch nichts und das, obwohl alles auf der Hand liege. „Es ist keine neue Idee, sondern war schon immer ein Teil des Masterplans.“ Ziel soll es sein, den Fernverkehr aus den Orten – vor allem Groß Kienitz, Dahlewitz und Blankenfelde – weitestgehend rauszuhalten. Denn die Landesstraßen 40 und 402, die einmal quer durch die Gemeinde verlaufen, dienen gleichzeitig als Umleitungsstrecke für die Autobahn A 13 zur Bundesstraße 96 und Autobahn A 10.

Verkehr schon jetzt am Limit

Schuld daran ist der Bau einer neuen Autobahnausfahrt bei Kieckebusch. „Sollte es durch einen Unfall zu einer Vollsperrung der dortigen Autobahn 113 kommen, fließt der ganze Verkehr durch die Dörfer“, betont der Ortsvorsteher von Groß Kienitz. Schon jetzt – ohne die neue Autobahnausfahrt – sei mehr Verkehr als sonst aufgrund zahlreicher Baustellen bemerkbar.

Egal ob Stau, Baustelle oder Unfall: Die Landesstraßen sind für die Kraftfahrer eine beliebte Strecke, um die Autobahnen zu meiden. Nun werden sich die Fachausschüsse der Gemeindevertretung auf Lösungssuche begeben müssen. In diesem Jahr wird das jedoch nicht mehr passieren.

Von Marcus J. Pfeiffer

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