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Blankenfelde-Mahlow Neuer Krötentunnel freigegeben
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17:27 05.06.2019
Geschafft! Die Beteiligten inspizieren die Amphibientunnel und Umgebungen Quelle: A.v.Fournier
Groß Kienitz

Eine Gruppe Männer und Frauen, die meisten mit Warnwesten bekleidet, stand gestern zur Verwunderung mancher Autofahrer in der Mittagshitze ohne ersichtlichen Grund am Rande der Landstraße L 402 zwischen Groß Kienitz und Rotberg. Einen Anlass gab es für die Bauleute, Planer, Projektmanager und Behördenmitarbeiter sehr wohl – und der lag unter diesem Streckenabschnitt. Auf 275 Metern Länge hat das Bauunternehmen Strabag die Asphaltdecke erneuert, weil zuvor in Abständen drei Amphibientunnel zur Straßenquerung angelegt worden waren. Die Schutz- und Leiteinrichtung für Amphibien, vielleicht auch andere Kleintiere, ist nun fertiggestellt und wurde von den Verantwortlichen offiziell abgenommen.

Tunnel verbindet Brunnloch mit kleinem Gewässer

Seit zehn Jahren fördert der Naturschutzfonds Brandenburg das hier befindliche, geschützte Fauna-Flora-Habitat (FFH): Rechtsseits Richtung Rotberg ist das Brunnluch, an der linken Straßenseite ein Kleingewässer, das die Amphibien als Laichgewässer nutzen. So müssen die Tiere zwangsläufig die Straße überqueren. Bis 2011 war das Gewässer an den „Schinderfichten“ als Biotop wiederhergestellt worden, nun wird mit der Verbindung von Gewässer und FFH ein funktionierender Biotopverbund geschaffen.

Zu den Bauarbeitern der Strabag gesellten sich u.a. Antje Girschick, Michael Schweimanns, Jörg Träger (Mitte), Hans-Joachim Sommer und Nicola Safarik (von links) zur Abnahme der Amphibienschutzanlage Quelle: A.v.FournierA.v.Fournier

Seit zehn Jahren ist die Schönefelder Firma BADC GmbH Projektträger und hat sich um Antragstellungen und Koordination gekümmert. „Nicht ganz leicht diesmal“, verriet Geschäftsführerin Antje Girschick. Auf insgesamt sieben Änderungsbescheide mussten die Akteure reagieren, damit alles zu einem guten Ende kommt und auch Hans-Joachim Sommer am Mittwoch seine Unterschrift für die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises unter das Abnahmeprotokoll setzen konnte. „Wir hätten das kaum geschafft, wenn wir in Jörg Träger vom Landebetrieb Straßenwesen keinen so fach- und sachkundigen Partner gehabt hätten“, so Girschick.

Tunnel ist 80 Zentimeter hoch

Jörg Trägers Betrieb mit Niederlassung in Wünsdorf ist der Straßenbaulastträger der Bundes- und Landesstraßen, doch mit Beton- und Asphalt ist es nicht getan. Auch aus persönlichem Interesse kennt sich der Sachgebietsleiter mit den Möglichkeiten, dass Tiere die Straßen gefahrlos queren können, gut aus. Bei Groß Kienitz wurden die ein Meter breiten und 80 Zentimeter hohen Amphibientunnel ganz unter Sand und Asphalt versteckt, jedoch fällt noch Licht ein und der große Querschnitt schafft eine Temperatur nahe dem Außenklima, damit die verschiedenen Froscharten, Erd- und Knoblauchkröten, Ringelnattern und vielleicht auch Teichmolche keine Probleme mit ihrer sensiblen Körpertemperatur bekommen.

Barriere hält Tiere von der Straße fern

Damit die Tiere wirksam davon abgehalten werden, über die Straße zu laufen oder hüpfen, mussten die Mitarbeiter der Strabag eine steile Barriere zum Grasbankett an der Straße herstellen. Die nahmen Baubetreuer Michael Schweimanns (HTVS) und Hans-Joachim Sommer genau in den Blick, bevor man sich der Ausführung der Tunnel widmete. Kleine Restarbeiten stehen für die Strabag noch an, bevor der Landesbetrieb Kontrolle und Pflege der Einrichtung übernimmt. „Jetzt sind wir alle gespannt auf den ersten kräftigen Regen und sehen uns das nochmal an“, sagt BADC-Mitarbeiterin Nicola Safarik.

Von Andrea von Fournier

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