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Blankenfelde-Mahlow Abrocken mit dem Rollator
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Abrocken mit dem Rollator
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18:18 02.12.2018
Amüsante Anektdoten zum Alter: Helmut Uwer las und sang bei seinem Auftritt „Rocking Rollator“. Quelle: Andrea von Fournier
Blankenfelde

Warum nicht mal mit einem Augenzwinkern auf Last und Lust des Alterns schauen? Dazu verleitete ein literarisch-musikalischer Abend unter dem Motto „Rocking Rollator“ am Freitag in der Alten Aula. Es verwunderte nicht, dass sich vor allem erwartungsvolle Besucher im fortgeschrittenen Alter eingefunden hatten. Kulturvereinsvorsitzende Siegrid Sohr freute sich, dass trotz des nasskalten Wetters viel mehr „Vergnügungssüchtige“ gekommen waren als angenommen.

„Ich bereite mich thematisch immer auf den Gast des Abends vor, eigentlich hätte ich mit einem Rollator kommen müssen, aber das überlasse ich lieber Helmut Uwer“, kündigte Sohr den Akteur an. Uwer, musizierender Journalist und Autor, lebt seit 20 Jahren in Blankenfelde und ist Kulturvereins-Mitglied. Es war sein zweiter Auftritt auf „heimischer Bühne“. „Wann müsst ihr heute Abend wieder im Heim sein?“, fragte er zur Begrüßung in die Runde. Im ersten Teil seines Programms sang und las Uwer Texte aus eigener Feder. „Sex, Drugs and Rock & Roll“ klangen an, doch Sündiges gab es eher wenig. Denn: Auf den Song „50 plus, … das ist kein Genuss, da ist bald Schluss“ folgte das Philosophieren über „Das Nichts“, das Wander- und Steuerparadies Schweiz und ein Lied über die Möglichkeiten eines „Sackmessers“, das hier als Schweizer Taschenmesser bekannt ist.

Helmut Uwer als Frauenheld

Für Heiterkeit sorgten Betrachtungen des Autoren zu seinen verwirrenden Hosenkäufen: Im Laden passten noch alle, zu Hause jedoch nicht mehr. Wo hatte er unterwegs nur so viel zugenommen? Uwer kokettierte während seines Auftrittes viel mit seiner Figur, speziell ging es um die überflüssigen Pfunde.

Vor allem in der ersten Hälfte des Programms gab es Probleme mit der Akustik. Trotz Soundcheck dominierte die Begleitmusik des Keyboards, so dass von den Texten manchmal nur einzelne Worte oder Textteile beim Publikum ankamen. In der Pause machte es den Künstler darauf aufmerksam, so dass Uwer Änderungen vornehmen und im zweiten Teil akustisch besser verstanden werden konnte. Zu diesem fuhr er mit dem Rollator ein. Es sei sein Gefährt für illegale Ku’damm-Rennen und das Transportportgerät für sein steuerfreies Geld.

Literarische und musikalische Betrachtungen über ihn als Frauenhelden, zur Schlafzimmersituation beim Ehepaar Uwer und die Betrachtung männlichen Fein- oder Doppelripps sowie weiblicher Dessous rundeten den Abend ab. Mancher amüsierte sich gut, anderen Gästen waren die Betrachtungen zum Alter zu negativ und wenig spaßig.

Von Andrea von Fournier

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