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Blankenfelde-Mahlow Investor darf nicht bauen
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05:29 27.11.2018
Das von Hanns Maretschek geplante Haus am Zossener Damm 32 bis 34 soll zwölf Mietwohnungen und eine Tiefgarage haben. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde

Wie viele Häuser Hanns Maretschek in seinem Leben gebaut hat, weiß er selbst nicht genau. Doch was der 80-Jährige aus Berlin in jüngster Zeit in Blankenfelde erlebt hat, ist auch für ihn neu. Anfang der 1990er Jahre kaufte Maretschek zwei Grundstücke am Zossener Damm. „Ich bin in Groß Kienitz aufgewachsen und habe mich der Gegend immer verbunden gefühlt“, sagt er.

Vor einigen Jahren beschloss er, die bis dahin unbebauten Grundstücke zu bebauen. Ein Architekt machte einen Entwurf für ein großes Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen und einer Tiefgarage. Das Gebäude sollte sich über beide Grundstücke erstrecken. „Ich wollte den Platz optimal ausnutzen“, sagt Hanns Maretschek. Ein- oder Zweifamilienhäuser kamen für ihn nicht in Frage.

Investition von 2,2 Millionen Euro

2,2 Millionen Euro wollte der Immobilienunternehmer investieren. Ein Teil der Wohnungen war behindertengerecht geplant. Hanns Maretschek hatte extra mit Tiefgarage geplant, um möglichst viel Grünfläche zu erhalten, ohne die 1600 Quadratmeter der beiden Grundstücke komplett mit Parkplätzen zuzubetonieren.

Doch die Untere Bauaufsicht sagte Nein. In ihrem Ablehnungsschreiben vom August dieses Jahres begründete die Behörde dies mit der zu großen Grundfläche von 450 Quadratmetern. Dadurch „fügt sich das Vorhaben nicht in die nähere Umgebung ein“, heißt es in dem Schreiben. Zulässig sei eine Grundfläche zwischen 80 und 200 Quadratmetern. Bei beiden Grundstücken, die Maretschek mittlerweile zu einem vereint hat, wäre eine Grundfläche von 400 Quadratmetern möglich. „Ich verstehe nicht, warum man sich an den 50 Quadratmetern stört“, sagt er.

Gemeindeausschuss befürwortet Vorhaben

Eine erste Bauvoranfrage vor Jahren habe die Bauaufsicht positiv beantwortet. Auch der Bauausschuss von Blankenfelde-Mahlow hatte sich im Februar 2017 einstimmig für das Vorhaben ausgesprochen.

Der CDU-Kreistagsabgeordnete Michael Wolny (l.) setzt sich für Hanns Maretschek ein, der am Zossener Damm in Blankenfelde ein Mehrfamilienhaus bauen möchte, aber bisher nicht darf. Quelle: Christian Zielke

Michael Wolny, CDU-Kreistagsabgeordneter aus Blankenfelde, hat ebenfalls kein Verständnis für die Entscheidung der Bauaufsicht. „Mir ist unverständlich, dass die Behörde nicht einmal das Gespräch gesucht hat“, sagt er.

Großer Bedarf an Wohnungen

Dabei sollte der Kreisverwaltung durchaus klar sein, dass in Blankenfelde-Mahlow ein großer Bedarf an Mietwohnungen herrscht. Vor allem ältere Menschen, die Haus und Garten nicht mehr bewältigen können, aber auch junge Menschen, die das elterliche Heim verlassen, haben Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden.

Auf Nachfrage der MAZ wollte sich die Untere Bauaufsicht nicht näher zu dem Sachverhalt äußern. Bauantragsverfahren seien nicht öffentlich, lautet die Begründung. Michael Wolny hat das Thema im Kreisausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung angesprochen. „Ich hoffe, dass der Kreis den Wunsch des Bauherrn, Wohnungen zu bauen, unterstützt.“ Hanns Maretschek will mit anwaltlicher Hilfe gegen die Entscheidung der Behörde vorgehen. „Es kann nicht sein, dass sich die Bauaufsicht als unfehlbar betrachtet.“

Von Christian Zielke

Mehr Geld vom Land und deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen bescheren Blankenfelde-Mahlow im kommenden Jahr einen gut gefüllten Haushalt. Eine geplante Investition dürfte Eltern besonders freuen.

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