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Blankenfelde-Mahlow Kirche startet Mitmach-Aktion gegen Rechts
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Kirche startet Mitmach-Aktion gegen Rechts
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15:38 27.11.2019
Mit diesem Banner gegen Rechts in Jühnsdorf startete die Aktion im Sommer: Die Vorsitzende der Kirchengemeinde Bärbel Wunsch (li), Gemeindemitglied Stefan Marx, Tochter Alexandra Marx und Gemeindepädagogin Barbara Matthies (r.) Quelle: Marlene Schmidt
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Blankenfelde

Eine Mitmach-Aktion gegen Rechtsextremismus ist gestartet! „Niemand darf wegen seiner Herkunft, seiner Religion, seines Geschlechts, seiner sexuellen Identität, seines Alters oder seiner Behinderung benachteiligt werden,“ so die Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming. Kornelia Wehlan (Linke) hat bei der Kirchen-Aktion „Wir zeigen Gesicht“ den Anfang gemacht. Mit einem Foto von sich und diesem Spruch aus dem Leitbild des Landkreises Teltow-Fläming „Miteinander leben und die Zukunft gestalten“ unterstützt sie das angelaufene Projekt der beiden Evangelischen Kirchengemeinden Blankenfelde und Jühnsdorf gegen Rechtsextremismus.

Das Projekt startete im August im ersten Schritt mit einer Plakat-Aktion. Dazu wurde je ein 3,50 mal 2,50 Meter Banner zwischen Bäumen neben den beiden Evangelischen Kirchengemeinden Blankenfelde und Jühnsdorf gespannt. Darauf wurden entsprechende Botschaften entrollt: „Selig sind die, die Frieden stiften.Wir sagen Ja zur Weltoffenheit, Meinungsfreiheit, Bürgerlichkeit und Mitmenschlichkeit. Wir sagen Nein zu Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie“. Mit-Initiator ist der Historiker Stefan Marx, der in Blankenfelde-Mahlow wohnt und sich in der Gemeinde engagiert: „Daraus soll nun eine Mitmach-Aktion werden.“

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Der Landkreis unterstützt Projekte gegen Extremismus

Die Mitmach-Aktion: Auf einer Homepage sollen Portraits von Männern und Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Berufe gezeigt werden, die über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg mit einem selbst gewählten Bibelzitat oder einem eigenen Statement Gesicht zeigen für Weltoffenheit, Meinungsfreiheit, Bürgerlichkeit und Mitmenschlichkeit und gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Stefan Marx: „Wir sind einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Wir haben eine Internetseite eingerichtet. Wer mitmachen möchte, stellt ein Bibelzitat oder ein entsprechendes Statement und ein Foto zur Verfügung. Beides wird nach vorheriger Prüfung auf dieser Seite im Internet präsentiert.“

Lesen Sie auch: Kirchengemeinden zeigen Gesicht gegen Rechtsextremismus

Die Landrätin hat auf der Internetseite www.wir-zeigen-gesicht.info den Anfang gemacht. Kornelia Wehlan: „Meine Arbeit als Landrätin wird vom Leitbild des Landkreises-Teltow-Fläming bestimmt, für das ich mich auch persönlich sehr einsetze. Darin heißt es weiterhin: „Der Landkreis unterstützt Initiativen und Projekte gegen Extremismus und intolerantes Gedankengut, darunter Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, sowie für eine starke Demokratie.“ Stefan Marx: „Am 8. Dezember 2019 soll diese Internetseite im Anschluss an den Gottesdienst zum zweiten Advent in unserem Gemeindezentrum symbolisch freigeschaltet werden.“

Es ist an der Zeit, Gesicht zu zeigen

Mittlererweile stehen neben Kornelia Wehlan und Stefan Marx vier weitere Menschen auf der Homepage, die Gesicht zeigen. Die Vikarin Ly-Elisabeth Dang, die Gemeindepädagogin Barbara Matthies und der Diakon im Kirchenkreis Zossen-Fläming, Thomas Hartmann. Wer mitmachen will, kann das einfach über die Homepage tun. Aus der gemeinsamen Pressemitteilung zur Aktion: „Als Christinnen und Christen stehen wir mitten in dieser Welt, für die wir Mitverantwortung tragen. Wir sollen Salz der Erde und Licht der Welt sein (Matthäus 5, 13-16). Dieser Auftrag gilt auch und gerade in einer Zeit, in der unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung durch rechtsextremistische Gewalttaten wie den Mordanschlag auf Walter Lübcke und rassistisch motivierte Taten wie die von Wächtersbach herausgefordert ist.“

Und weiter heißt es da: „Als Kirche machen wir keine Parteipolitik, mischen uns aber ein und ergreifen Partei für die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Es ist in der Tat an der Zeit, Gesicht zu zeigen für Gottes Sache, für sein Wort, das uns Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit lehre.“

Von Marlene Schmidt

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