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Blankenfelde-Mahlow Michael Wedel fordert längere Bahnsteige
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16:08 09.07.2019
Michael Wedel vor dem Mahlower Rondell, das er jahrelang selbst bepflanzt hat Quelle: Andrea von Fournier
Mahlow

In Blankenfelde-Mahlow ist Michael Wedel ein bekanntes Gesicht, weil er sich an vielen Stellen ehrenamtlich engagiert. 2018 hat er eine weitere, überregionale Aufgabe übernommen, die ihn zeitlich und inhaltlich so sehr fordert, dass er anderes ruhen lässt: Er ist Landesvorsitzender des „Deutscher Bahnkunden-Verband e.V.“ (DBV), Länderverband Nordostdeutschland. Dabei spielt ihm seine jahrzehntelangen Faszination für die Eisenbahn in die Hände, er setzt sich für die Belange der Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein.

Wedel lebt seit 1997 in Mahlow

Der gebürtige Berliner lebt seit 1997 in Mahlow. Damals arbeitete der gelernte Gärtner noch im Berliner Zoo. Weil er ein aktiver Mensch ist, war für ihn mit Eintritt in den Ruhestand 2008 klar, dass er sich in seinem neuen Wohnumfeld betätigt. Was einfach war, als er nach einem Osterspaziergang feststellte, dass in der Gemeinde nichts Erfreuliches für das Auge blühte. Er suchte Kontakt zur Chefin des Kommunalservice, Marion Dzikowski. Die war über Michael Wedels Angebot, die Gemeinde „zu bepflanzen“ hocherfreut. Das Rondell vor dem Mahlower Bahnhof wurde lange von ihm geschmackvoll gestaltet, das „Schrankenbeet“ am Bahnübergang gemeinsam mit Regina Bomke hergestellt und bis heute bepflanzt.

Engagement an vielen Stellen

Bald zog es ihn in die Gemeindevertretersitzungen, er wurde Berufener Bürger, Gemeindevertreter, arbeitete in Ausschüssen und im Ortsbeirat. Wenn die Feuerwehr feiert, steht Wedel am Grill und falls im Jugendklub eine Party angesagt ist, kommt er mit Salaten und dem großen Topf mit 17 Liter Chili con Carne vorbei. Gerade begrüßte er am Eingang zum Seebad die Besucher zu „Blankenfelde-Mahlow verzaubert“. Das macht er seit der ersten Veranstaltung mit Begeisterung, weil er die persönliche Begrüßung für freundlich und wichtig hält.

Zufällig in die Kundenvertretung hineingerutscht

Genauso wichtig ist ihm die Kundenvertretung beim ÖPNV, in die er vor ein paar Jahren durch Teilnahme am „Fahrgastdialog VBB“ reingerutscht ist: „Wir versuchen, den Nahverkehr durch unsere Vorschläge zu verbessern“, erklärt er. Ideen und Vorschläge des Vereins haben keine rechtliche Wirkung, doch Bahn, VBB und die S-Bahn sind im Interesse der Nutzer zur Zusammenarbeit bereit.

Wichtiges Arbeitsfeld ist Ausbau der Dresdner Bahn

Ein wichtiges Arbeitsfeld der nächsten fünf, sechs Jahre ist der Ausbau der Dresdner Bahn, die Strecke zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde. Von den vier Abschnitten sind drei „planfestgestellt“, dort wird bereits gebaut, was man in Lichtenrade eindrucksvoll erleben kann. Von der Stadtgrenze bis Blankenfelde gibt es auch nach 20 Jahren keinen Planfeststellungsbescheid, Ende des Jahres soll es soweit sein. Wedel erklärt, dass die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow beispielsweise mehrfach Änderungen für Fußgänger an der Bahnquerung Blankenfelde einbrachte – das verlängerte das Verfahren.

Längere Bahnsteige für mehr Passagiere

Der DBV fordert zudem überdachte und breitere Bahnsteige, die zudem länger sein müssten: „Wenn die Bahn in den kommenden Jahren deutlich mehr Menschen transportieren will, jedoch nicht ausreichend Lokpersonal da ist, müssen die Züge länger werden“, so Wedel. Umweltbelange und behindertengerechtes Bauen sind Themen des DBV, der für den Bahnabschnitt nach Blankenfelde bisher keine Verbesserungen erreichen konnte. Doch der Mahlower bleibt am Ball: „Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingt, ich möchte meinem Land etwas wiedergeben, wenn ich kann“. Er würde sich freuen, wenn sich Mitstreiter für die Gründung eines Regionalverbands TF fänden.

Von Andrea von Fournier

An der Außenstelle der Blankenfelde-Mahlower Gemeindeverwaltung in Mahlow wurden Belüftungslöcher geschlossen. Sind dadurch Tauben ums Leben gekommen, die dort gebrütet haben? Das vermutet zumindest eine Mahlowerin. Das Veterinäramt des Landkreises bestreitet das.

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