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Blankenfelde-Mahlow Neue Ideen für ein Rathaus
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00:18 20.06.2018
Die Grünfläche auf dem Brandenburger Platz ist als Rathaus-Standort im Gespräch. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde

Vergangenheitsbewältigung ist immer noch eins der Hauptmotive, wenn es um das Rathaus von Blankenfelde geht. Immer wieder flammt die Diskussion über politische Verantwortung und juristische Folgen des gescheiterten Projekt auf.

So war es auch am Donnerstag im Ausschuss für das Blankenfelder Zentrum, als zunächst die Frage aufkam, ob sich die bisherige Planung, für die die Gemeinde 1,6 Millionen Euro bezahlt hat, noch umsetzen lässt. Ob dies mit einem anderen Planungsbüro möglich ist, müsse der Anwalt der Gemeinde detailliert prüfen, da es um Fragen des Urheberrechts geht, sagte Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin.

Stellvertretende Bürgermeisterin zeigte sich „irritiert“

„Ich bin irritiert, dass sie die belastete Planung umsetzen wollen“, sagte sie auf eine Anfrage von Gerrit Schrader (BVBB-WG). Die Gemeindevertretung habe sich mehrfach gegen deren Fortführung ausgesprochen.

Dass das Rathaus nach den alten Plänen gebaut wird, ist unwahrscheinlich. Auch der Standort zwischen Mozartweg und S-Bahnhof scheint plötzlich nicht mehr geeignet. „Das sieht doch ein Blinder, dass das viel zu eng wird“, sagte Ausschussmitglied Hans-Stefan Edler (AfD). In ihrer jüngsten Sitzung hatte sich die Gemeindevertretung mehrheitlich auf das Blankenfelder Zentrum als Standort für das Rathaus geeinigt.

Wiese im Zentrum der Aufmerksamkeit

Zu dem als B21 bezeichneten Baugebiet gehört neben der „alten“ Rathausfläche auch das jetzige Verwaltungsgebäude und die Grünfläche am Brandenburger Platz. Eben diese Wiese rückte am Donnerstag ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Daniel von Lützow (WIR) hält ein Rathaus an dieser Stelle für „gut geeignet“. Auch Gerrit Schrader bezeichnete die Idee als „hochinteressant“.

Alexander Korsch (CDU) ging sogar noch weiter: Er brachte einen Umbau oder Abriss der Grünen Passage ins Spiel. „Wir wollen ein lebendiges Zentrum mit Urbanität entwickeln“, sagte er. Viele Freunde hat das in den 1990er Jahren gebaute Einkaufszentrum nicht. „Schrottimmobilie“, „städtebaulicher Missstand“, „abrissreif“, lauteten die Urteile der Ausschussmitglieder. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob die Eigentümer, eine in Luxemburg ansässige Fondsgesellschaft, bereit ist, die Passage zu verkaufen oder in eine Zentrumsplanung einzubeziehen.

Schrottimmobile? Städtebaulicher Missstand? Sonderlich beliebt ist die Grüne Passage bei den Mitgliedern des Ausschusses für das Blankenfelder Zentrum nicht. Quelle: Christian Zielke

Stadtplaner soll Ideen zusammenfassen

„Wir sollten jemanden mit der Frage beauftragen, was mit der Fläche möglich ist“, sagte Roland Scharp (Linke). Ideen für das Areal rund um ein Rathaus gibt es genug: Geschäfte, Restaurants, ein Kulturzentrum, eine Bibliothek, Grünflächen oder zusätzliche Pendlerparkplätze wie von Andrea Hollstein (BB/FDP) angeregt. Nun soll die Verwaltung einen städtebaulichen Grobentwurf vorlegen, der die Ideen vereint.

Von Christian Zielke

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