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Blankenfelde-Mahlow Rolls-Royce richtet Zentrum für Künstliche Intelligenz in Dahlewitz ein
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Rolls-Royce richtet Zentrum für Künstliche Intelligenz in Dahlewitz ein
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12:34 23.11.2018
Rolls-Royce setzt jetzt schon auf modernste Technologien wie hier Virtual Reality bei der Triebwerksentwicklung. Quelle: Rolls-Royce/ Steffen Weigelt
Dahlewitz

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce wird in Dahlewitz ein neues Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) aufbauen. Das Zentrum wird das einzige des Konzerns in Deutschland sein. Das Vorhaben ist Teil einer geplanten Investition des Unternehmens in künstliche Intelligenz und neue Datentechnologien, teilte Rolls-Royce am Freitag mit. Weltweit investiert der Triebwerkshersteller über die nächsten fünf Jahre 100 Millionen britische Pfund in die Entwicklung. Mit der Stellenausschreibung für Dahlewitz sei bereits begonnen worden, um schon im Januar 2019 den Betrieb aufnehmen zu können.

Geschäftsführer: KI wird immer wichtiger

Das neue KI-Team soll eng mit den Ingenieuren des bestehenden Rolls-Royce-Standorts und akademischen Partnern in der Region zusammenarbeiten. Es soll vom Berlin-Brandenburger Technologie-Umfeld profitieren, vor allem von der Start-up-Szene. „Methoden aus dem Gebiet der ,Künstlichen Intelligenz’ werden immer wichtiger – für die Wirtschaft insgesamt, unsere Branche, unser Unternehmen und unsere Kunden“, sagte Rolls-Royce-Geschäftsführer Alastair McIntosh. „Das neue Zentrum in Dahlewitz wird dazu beitragen, Daten aus der Produktion und dem Betrieb unserer Triebwerke noch genauer zu analysieren, zu nutzen und die Wartung weiter zu verbessern.“

So sieht das Servicenetz von Rolls-Royce aus Quelle: Rolls-Royce

Partnerschaft mit dem Hasso-Plattner-Institut

Ein Beispiel für diese Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen in Deutschland sei das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. Das HPI ist Deutschlands führendes Exzellenzzentrum für Digital Engineering. Im April 2018 vereinbarte es mit dem Triebwerkshersteller eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen, unter anderem in der künstlichen Intelligenz. In diesem Bereich ist die Kooperation inzwischen am weitesten fortgeschritten, so das HPI und Rolls-Royce. „Wir freuen uns sehr, einen Global Player wie Rolls-Royce bei der Datenanalyse und Entwicklung seiner digitalen Fähigkeiten zu unterstützen und unseren Studierenden auf diese Weise einen engen Bezug zur Praxis zu ermöglichen“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel.

KI analysiert Betriebsdaten der Triebwerke

Konkret arbeiten die Partner etwa an der Analyse von Betriebsdaten von Flugzeugtriebwerken mit Mustererkennungstechnologien, um eine vorausschauende, präzisere Wartung zu ermöglichen und so die Betriebseffizienz zu verbessern. Außerdem werden Chatbots entwickelt, intelligente digitale Assistenten, die ebenfalls zur Verbesserung von Serviceleistungen beitragen sollen.

Von Oliver Fischer und Carsten Schäfer

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce wird ab Januar 2019 in Dahlewitz an künstlicher Intelligenz forschen. Das neue Zentrum ist das einzige seiner Art in Deutschland.

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