Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Blankenfelde-Mahlow So modern wird das neue Bürogebäude von Rolls-Royce
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow So modern wird das neue Bürogebäude von Rolls-Royce
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 25.07.2018
Rolls-Royce-Geschäftsführer Dirk Geisinger, Hendrik Fischer, SPD-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie und Alastair McIntosh, Mitglied der Rolls-Royce-Geschäftsführung (v.l.) setzten den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Bürogebäude.
Rolls-Royce-Geschäftsführer Dirk Geisinger, Hendrik Fischer, SPD-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie und Alastair McIntosh, Mitglied der Rolls-Royce-Geschäftsführung (v.l.) setzten den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Bürogebäude. Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Dahlewitz

Nicht weniger als der Arbeitsplatz der Zukunft entsteht in den kommenden Monaten in Dahlewitz. Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce gab am Mittwoch den Startschuss für den Bau eines neuen Bürogebäudes auf dem Betriebsgelände.

Die künftigen Arbeitsplätze sind nach neuesten arbeitspsychologischen Erkenntnissen gestaltet. „Agile working“, also agiles Arbeiten, schafft eine Vielzahl an Möglichkeiten zu Interaktion und Regeneration. Alle Büros werden ergonomisch gestaltet, sind klimatisiert und besitzen eine moderne IT-Ausstattung. Solarpanels und eine aktive Energierückgewinnung machen den Neubau auch ökologisch zum Vorreiter. 400 Beschäftigte werden in dem Neubau, der Ende 2019 fertig sein soll, arbeiten. Die Investitionssumme von 20 Millionen Euro finanziert Rolls-Royce komplett selbst.

Dahlewitz soll wachsen – trotz Umbau des Konzerns

Trotz der aktuellen Umstrukturierungen im Konzern sei die Mitarbeiterzahl mit derzeit 2800 so hoch wie nie am Standort Dahlewitz, sagte Rolls-Royce Geschäftsführer Dirk Geisinger. „Ein Großunternehmen muss sich auch mal fit machen“, kommentierte er die derzeitigen Veränderungen im Unternehmen, bei denen mehr als 4000 Arbeitsplätze vor allem in Großbritannien wegfallen sollen. Der Standort in Dahlewitz werde weiter wachsen. „Dafür brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter“, sagte Geisinger.

Das neue Bürogebäude habe nichts mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu tun. „Wir bauen nicht wegen oder trotz Brexit“, stellte Dirk Geisinger klar. Vielmehr sollen in dem Neubau Menschen aus mehr als 60 Nationen gemeinsam an den sichersten, effizientesten und umweltfreundlichsten Triebwerken der Zukunft arbeiten.

Lob für schnelle Genehmigung

Großes Lob kam vom Rolls-Royce-Geschäftsführer für die schnelle Genehmigung. „Die Behörden haben für ein Minimum an Bürokratie gesorgt“, sagte Geisinger. Gleichzeitig bedankte er sich bei der Landesregierung für die Zusage, die S-Bahn bis nach Dahlewitz und Rangsdorf zu planen. So viel Zuspruch kam bei Hendrik Fischer (SPD), dem Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie, gut an.

Siegmund Trebschuh, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung TF, der SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel, Dietlind Biesterfeld (SPD) Beigeordnete des Landkreises, Ortwin Baier (SPD), Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow und Hendrik Fischer (SPD, v.l.), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie waren beim Spatenstich dabei. Quelle: Christian Zielke

Fischer betonte die Rolle, die Rolls-Royce für Brandenburgs Wirtschaft spielt. „Ihr Unternehmen hat dazu beigetragen, dass die Hauptstadtregion eines von drei Kompetenzzentren für Luftfahrt in Deutschland ist“, sagte er. Etwa 18.000 Menschen arbeiten in Brandenburg und Berlin für Unternehmen der Luftfahrtbranche oder einen ihrer Zulieferer.

Baier: „Rolls-Royce ist ein Leuchtturm“

Für Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister ist die jüngste Investition ein klares Bekenntnis zum Standort. „Rolls-Royce ist für uns ein Leuchtturm, der in die ganze Welt hinaus strahlt“, sagt Ortwin Baier (SPD). Ohne das Unternehmen könnte sich die Gemeinde einen Großteil ihrer sozialen Infrastruktur nicht leisten. Rolls-Royce, so Baier, sei auch in vielen anderen Dingen ein Vorbild: „Wenn Menschen aus 60 Ländern gemeinsam arbeiten, ist das tolles Beispiel für den europäischen Gedanken.“

25 Jahre in Dahlewitz

Seit der Eröffnung des Werkes im Jahr 1993 wurden in Dahlewitz mehr als 7000 Triebwerke hergestellt.

Rolls-Royce Deutschland hat 2017 an seinen Standorten in Dahlewitz und Oberursel (Hessen) einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro gemacht.

Zum 25-jährigen Jubiläum am 9. Juni verkündete Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dass das Land die Planung für die S-Bahn nach Rangsdorf beginnt. Das Gewerbegebiet in Dahlewitz soll einen eigenen S-Bahnhof bekommen.

Im November 2017 wurde ein Prüfzentrum für Reduktionshauptgetriebe eröffnet. Kurz zuvor startete die Produktion des Großtriebwerks Trent XWB.

Von Christian Zielke