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Blankenfelde-Mahlow Tunnel soll zwei Geh- und Radwege bekommen
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Tunnel soll zwei Geh- und Radwege bekommen
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01:15 17.08.2018
Der Bahnübergang an der Karl-Marx-Straße in Blankenfelde soll im Zuge des Baus der Dresdner Bahn verschwinden. Quelle: foto: Christian Zielke
Blankenfelde

Der künftige Tunnel in der Karl-Marx-Straße in Blankenfelde soll auf beiden Seiten einen Geh- und Radweg bekommen. So hat es die Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow am Montag in einer Sondersitzung beschlossen. Damit folgte das Gremium einem Antrag der der BB/FDP-Fraktion.

Andrea Hollstein, die Fraktionsvorsitzende, hatte beantragt, die Stellungnahme der Gemeinde zum mittlerweile fünften Planänderungsverfahren zum Ausbau der Dresdner Bahn so zu ändern, dass auf beiden Seiten der Straßenunterführung getrennte Geh- und Radwege gefordert werden. Vor gut einem Jahr hatte sich die Gemeindevertretung noch mit knapper Mehrheit für einen einseitigen Geh- und Radweg auf der Südseite ausgesprochen.

SPD, Grüne und Linke enthalten sich bei Abstimmung

Möglich war die Entscheidung, weil sich SPD, Grüne und Linke, die bislang die einseitige Variante befürwortet hatten, diesmal enthielten. Sie waren am Montagabend nicht nur zahlenmäßig unterlegen sondern offenbar auch des Kampfes müde. Oder wie Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) es nach der Sitzung ausdrückte: „Es hat keinen Sinn, mit elf Leuten dagegen zu halten. Nun sollen die anderen ihre Erfahrungen mit der Bahn machen. Wir machen uns nur noch zum Affen“

Baier geht davon aus, dass die Deutsche Bahn ohnehin einen einseitigen Geh- und Radweg bauen wird. In der beidseitigen Variante blieben auf beiden Seiten der Straße nur jeweils drei Meter für Fußgänger und Radfahrer übrig. Für eine „Luxusvariante“ mit breiten Wegen auf der Südseite und schmalerem Weg auf der Nordseite müsste die Bahn den Tunnel von 15 auf 18 Meter verbreitern und das Projekt umplanen. „Angesichts des Zeitdrucks, den die Bahn hat, halte ich das für unrealistisch“, sagt Baier.

Ortsvorsteherin zufrieden mit Entscheidung

Die Befürworter der beidseitigen Lösung verbuchen das Ergebnis als Erfolg. Roland Hahn (WIR) sprach von einer „epochalen Entscheidung“. Ortsvorsteherin Hannelore Pappschik (BB) zeigte sich „sehr zufrieden“. „Ich bin froh, dass die Gemeindevertretung den Wünschen vieler Blankenfelder gefolgt ist“, sagte sie.

Die Ausschreibung für die Brücke an der Ziethener Straße in Mahlow soll bereits im Herbst beginnen. Quelle: Ingenieurbüro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH

Viel Kritik von Gemeindevertretern und Verwaltung musste die Deutsche Bahn einstecken. „Die Pläne sind nicht nachvollziehbar. Da passt vieles nicht zusammen“, ärgerte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Dzikowski. Mitte Juli hatte die Bahn der Gemeinde mitgeteilt, dass sie innerhalb von vier Wochen eine erneute Stellungnahme zum Bau der Dresdner Bahn abgeben müsse.

Ausschreibung soll noch in diesem Jahr beginnen

Offenbar stehen die Planer der Bahn unter massivem Zeitdruck. In dem Gespräch hätten sie gesagt, dass im Herbst die Ausschreibung der Bauleistungen für die Unterführung an der Ziethener Straße in Mahlow starten soll. Im kommenden Februar soll Karl-Marx-Straße ausgeschrieben werden.

Katja Grassmann (SPD) kritisierte, dass die Bahn und das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) eine so wichtige Entscheidung in die politikfreie Sommerpause gelegt haben. Vertreter fast aller Fraktionen beklagten, dass sie nur wenig Zeit hatten, das 45-seitige Papier zu lesen und zu diskutieren.

Weitere Forderungen der Gemeinde

Einstimmig hat die Gemeindevertretung die 155 Punkte der Stellungnahme verabschiedet.

Gefordert wird ein Halt des Shuttlezuges vom Berliner Hauptbahnhof zum BER in Mahlow. Für die geplante Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf sollen beim Bau der Dresdner Bahn Flächen freigehalten werden.

An der Einmündung von der Trebbiner Straße zum Glasower Damm in Mahlow fordert die Gemeinde einen Kreisverkehr als sichere Querungsmöglichkeit für Radfahrer und Fußgänger. Dieser ist derzeit nicht mehr vorgesehen.

Ebenfalls weggefallen ist der geplante Kreisverkehr an der Karl-Marx- und Moselstraße. Die Gemeinde fordert, diesen wieder in die Planung aufzunehmen.

Von Christian Zielke

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