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Blankenfelde-Mahlow Wobab erhöht die Mieten
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12:15 29.10.2018
Hartmut Gäßler soll ab November mehr Miete für seine Wohnung bei der Wobab zahlen. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde

Ab November müssen die viele Mieter der Wobab mehr zahlen. Die kommunale Wohnungsverwaltungs- und -baugesellschaft der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow erhöht die Kaltmieten um bis zu 15 Prozent. Hartmut Gäßler muss dann statt bisher fünf Euro für den Quadratmeter 5,75 Euro zahlen.

Seine 75 Quadratmeter große Wohnung in der Käthe-Kollwitz-Straße kostet dann 56 Euro mehr. Für den promovierten Landwirt mit guter Rente, der seit 1982 dort wohnt, ist die Erhöhung zu stemmen. Er denkt an die vielen Nachbarn, die nicht so ein gutes Auskommen haben.

Viele Geringverdiener sind betroffen

Es gebe in den Wohnblöcken rund um die Käthe-Kollwitz-Straße und an der Rembrandtstraße viele Geringverdiener, Hartz-IV-Empfänger und Menschen, die von Grundsicherung leben. „Für die sind 15 Prozent ein ziemlicher Hammer“, sagt der 70-Jährige. Er vermutet, dass die Wobab mit der Erhöhung schärferen Regelungen bei der Mietpreisbremse zuvor kommen will.

Zudem kritisiert er, dass im Vorfeld keinerlei öffentliche Information über die geplante Mieterhöhung stattfand. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Gemeindevertretung über den sozialen Aspekt diskutiert, schließlich ist es die Wohnungsgesellschaft der Kommune“, sagt Gäßler.

Letzte Mieterhöhung war vor acht Jahren

Mitte August hatte die Wobab ihre Mieter schriftlich über die Erhöhung informiert, darunter auch eine Nachbarin von Hartmut Gäßler, die anonym bleiben möchte. Als Geringverdienerin stockt sie ihr Einkommen mit Geld vom Jobcenter auf. Von November an soll sie 47 Euro mehr für ihre knapp 60 Quadratmeter große Wohnung zahlen. „Ich habe Angst, dass das Jobcenter die Differenz nicht zahlt und ich nach 40 Jahren ausziehen muss“, sagt sie.

Für Wobab-Geschäftsführerin Kathrin Wohlauf-Albrecht sind diese Sorgen unberechtigt: „Wir liegen unter dem Satz, den die Arbeitsagentur und das Sozialamt zahlen.“ Aus ihrer Sicht fällt die Erhöhung sehr moderat und sozialverträglich aus. Gesetzlich hätte die Wobab das Recht, alle drei Jahre 15 Prozent auf die Kaltmiete aufzuschlagen. Die letzte Mieterhöhung liegt mittlerweile acht Jahre zurück. Die meisten Mieter müssten weniger als 15 Prozent mehr zahlen, zudem habe die Wobab eine Obergrenze von 6,50 Euro pro Quadratmeter gezogen.

Mehrheit der Mieter akzeptiert den Anstieg

2017 lag die durchschnittliche Miete bei der Wobab bei 5,42 Euro. „Für den Berliner Speckgürtel ist das sehr günstig“, sagt Kathrin Wohlauf-Albrecht. Die Wobab habe in den vergangenen Jahren viel in die Modernisierung ihrer Wohnungen investiert. Weil auch die Inflation in den vergangenen acht Jahren gestiegen ist, habe sich die Geschäftsführung zu der Erhöhung entschieden. Aufsichtsrat und Gesellschafter waren an der Erhöhung nicht beteiligt. Dies liege im operativen Verantwortungsbereich der Geschäftsführung, stellt Kathrin Wohlauf-Albrecht klar.

Mitte Oktober hätten bereits 85 Prozent der Mieter der Erhöhung zugestimmt. Kathrin Wohlauf-Albrecht ist zuversichtlich, dass die bislang fehlenden Zustimmungen in den kommenden Tagen im Briefkasten der Wobab landen. Kritik wegen fehlender Information weist sie zurück. „Ich vermute, die Leute waren überrascht, weil so lange nichts war.“

Zuhause von fast 2000 Menschen

1991 wurde die Wobab als Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft Blankenfelde gegründet. Alleiniger Gesellschafter ist die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

Sie hat 713 Wohnungen, dazu verwaltet sie rund 580 fremde Liegenschaften. Insgesamt leben rund 2000 Menschen in Wobab-Immobilien.

Im Aufsichtsrat sitzen sieben Mitglieder, die von den Fraktionen der Gemeindevertretung bestimmt wurden.

Von Christian Zielke

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