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Teltow-Fläming Bochower Nächte sind lang
Lokales Teltow-Fläming Bochower Nächte sind lang
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00:28 01.05.2018
Die Männerfastnacht in Bochow mit dem Auftritt des beliebten Männerchors „Halbe Lunge".
Die Männerfastnacht in Bochow mit dem Auftritt des beliebten Männerchors „Halbe Lunge". Quelle: Foto: Isabelle Richter
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Bochow

Wie es früher einmal in der Bochower Dorfkneipe zuging, das zeigte der Bochower Männerchor „Halbe Lunge“ seinem Publikum bei der diesjährigen Männerfastnacht. Am Samstagabend traten die 15 Mitglieder des Chores in der Gaststätte „Zur Linde“ auf und stellten dort eine typische Kneipenszene nach.

Treffen nach Feierabend

Zu Beginn trafen sich Männer aus verschiedensten Berufsgruppen an ihrem Stammtisch, um nach Feierabend ein wenig zu plaudern und dazu ein paar alkoholische Getränke zu genießen. „Das Schönste ist, wenn alle reinkommen und einer gibt einen aus“, sagte Manfred Stev daraufhin.

Von diesem Moment an nahm das Vergnügen seinen Lauf. Die angestimmten Lieder wurden immer lauter, die Beine immer schwerer. Da mussten die Frauen damals schon mal mit der Schubkarre anrücken, um ihren Mann am frühen Morgen aus der Kneipe zu schaffen.

Der Chor besteht aus drei Generationen

„So schön wie es immer war, irgendwann geht alles dem Ende zu“, sang der Männerchor unter anderem in seinen Liedern. Im Falle des aktiven Kneipenlebens in Bochow trifft das zu, denn inzwischen schlagen sich während der Woche kaum noch Leute die Nächte mit Bier und Schnaps um die Ohren.

Die Tradition des Fastnachtens will man in Bochow jedoch so lange es geht aufrechterhalten. Seit 18 Jahren überlegt sich der Männerchor deshalb jedes Jahr ein neues Programm. Jeden Mittwoch treffen sich die Männer zu gemeinsamen Proben. Inzwischen besteht der Chor sogar aus drei Generationen.

Zur Fastnachtszeit in die Heimat zurück

Das jüngste Mitglied ist Sven Knappe. Der 36-jährige ist seit der Gründung mit dabei. „Wenn wir früher zum Zempern gegangen sind, wollten wir immer Lieder singen, aber konnten die Texte dazu nicht wirklich. So ist das Ganze damals entstanden“, berichtet Sven Knappe.

Obwohl er selbst nicht mehr in Bochow lebt, kehrt er zur Fastnachtszeit gerne in seine Heimat zurück.

Platzmeister führten durch den Abend

Durch die Männerfastnacht führten in diesem Jahr die beiden Platzmeister Lars Erpel und René Zirnstein. Die beiden jungen Männer forderten dabei die Gäste im Saal zu einer Tanzrunde auf. Wer von ihnen den Hut aufbekam, musste anschließend eine Saalrunde spendieren. Als Dank bekamen sie von den Platzmeistern eine Schleife angesteckt.

Die beliebte Tanzveranstaltung geht jedes Jahr bis in die frühen Morgenstunden. Viel Zeit zum Ausruhen blieb den Beteiligten aber nicht, denn bereits am Sonntag ging es ab 10 Uhr schon wieder zum Zempern. „Wir wollen damit zeigen, dass auch der Fläming wirklich tolle Sachen zu bieten hat“, sagte Sven Knappe.

Von Isabelle Richter