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Teltow-Fläming Brand im Trockenturm bei Pfleiderer
Lokales Teltow-Fläming Brand im Trockenturm bei Pfleiderer
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00:22 10.01.2019
Die Wärmebildkamera zeigt den Feuerwehrleuten in Gelb und Rot an, dass hier die Hitze am größten ist. Quelle: fotos (2): Privat
Baruth

Kompletter Produktionsausfall im Baruther Pfleiderer-Werk. Nach einem Brand im Trockenturm verlässt vorerst keine einzige Faserplatte die im Industriegebiet ansässige Holzverarbeitungsfirma.

„Wann wir die Produktion wieder aufnehmen können, steht noch nicht fest“, so Pfleiderer-Sprecher Stefan Göldner. Baruth ist der einzige von acht Standorten in Deutschland und Polen, an dem mitteldichte Faserplatten produziert werden. Vereinfacht gesagt kommen vorn Holzhackschnitzel rein und Faserplatten hinten raus. Auf ihrem Weg zu Pressen, Säge und Schleifmaschine fliegen die gewaschenen, feuchten Holzfasern durch ein großes Rohr, in dem sie mit heißer Luft getrocknet werden. Mittendrin auf diesem Holz-Weg brach der Brand aus. Eine Verpuffung habe sich im Bereich „Sieben und sichten“ ereignet, so Stefan Göldner. Hier würden die Holzfasern gesiebt, entsprechend ihrer Größe getrennt und von Verunreinigungen befreit.

Mydaß: „Zusammenarbeit war kollegial“

„Wir wissen noch nicht, was der Grund für dieses Unglück war“. Moderne Sicherungstechnik habe die Anlage runtergefahren, vor- und nachgelagerte Produktionsabschnitte geschützt. Deshalb habe sich das Feuer nicht weiter ausbreiten können. Göldner zufolge werde ein externer Sachverständiger hinzugezogen. „Die genaue Schadenshöhe können wir noch nicht beziffern.“ Wichtig sei, dass kein Mensch zu Schaden gekommen sei. Großes Lob an die Feuerwehr. „Das Zusammenspiel von in- und externen Einsatzkräften hat hervorragend funktioniert.“

„Die Zusammenarbeit war sehr kollegial“, bestätigt der Baruther Stadtbrandmeister René Mydaß. Noch vor Ort habe sich ein Vertreter der Pfleiderer-Geschäftsführung gegenüber der Einsatzleitung stellvertretend bei alle Kameraden bedankt. Insgesamt 95 Kameraden aus Baruth (14 Fahrzeuge) und Wünsdorf (vier Fahrzeuge) und Rettungsdienstler (vier Fahrzeuge) waren im Einsatz. „Wir wurden Freitag um 23.38 Uhr alarmiert“, sagt Mirko Urbanek-Sehmisch, Sachbearbeiter Brandschutz in der Stadtverwaltung. Einsatzende sei Samstag um 6.45 Uhr gewesen, so der Mückendorfer Löschgruppenführer.

Einsatz verlangte Kameraden alles ab

„Zwei Mal kam es zu einer Staubexplosion“, so René Mydaß. Geborstene Scheiben fielen aus dem 50 Meter hohen Trockenturm auf das Werksgelände. Die Brandbekämpfung verlangte den Kameraden alles ab. „Wir mussten uns erst einmal Gedanken darüber machen, wie wir an das Brandzentrum heran kommen“. Eine Wärmebildkamera zeigte an, wo die Hitze am größten ist. Rasch wurde eine Drehleiter bis zu einem in 23 Meter Höhe gelegenen Rettungspunkt am Gebäude ausgefahren. Von hier aus drangen Löschtrupps an den schätzungsweise 400 Grad Celsius heißen Brandherd vor, um das Feuer mit Wasser zu bekämpfen. Andere Kameraden liefen durch die Produktionshalle und arbeiteten sich von hier aus nach oben vor. „Das war für die Kameraden schon belastend, weil sie erst mal rund zehn Minuten über irgendwelche Treppen laufen mussten, bis sie oben waren“, so der Zossener Stadtbrandmeister Stefan Kricke. „Wenn man den Trockenturm mit einem Hochhaus vergleicht, wäre das der 13. Stock gewesen“.

Von Frank Pechhold

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