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Teltow-Fläming Buchhandlung verteilt Lesetüten
Lokales Teltow-Fläming Buchhandlung verteilt Lesetüten
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18:05 14.08.2017
Regine Risse (l.) und Marion Hilbig haben 285 Lesetüten gepackt, die im neuen Schuljahr an die Erstklässler verteilt werden.
Regine Risse (l.) und Marion Hilbig haben 285 Lesetüten gepackt, die im neuen Schuljahr an die Erstklässler verteilt werden. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Blankenfelde

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, sagt der Volksmund in der ihm eigenen Schnodderigkeit. Diejenigen, die demnächst in die Schule kommen, werden das gedruckte Wort mühsam erlernen.

Um den angehenden Erstklässlern den Spaß am gedruckten Wort und an der Welt der Literatur näher zu bringen, nimmt die Blankenfelder Buchhandlung seit Jahren am Projekt „Lesetüte“ teil. In diesen Tagen packen Inhaberin Regine Risse und Marion Hilbig 285 Papiertüten voll mit Büchern, Lesezeichen, Stundenplan und einen Brief. Darin werden Eltern gebeten, ihren Kindern Bücher vorzulesen – am besten die, die sich die Kinder selbst aussuchen. Schließlich ist lesen immer auch Neugier und wer neugierig auf eine Geschichte ist, möchte sie auch bis zum Ende erfahren.

Vier Schulen aus Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf nehmen teil

Regine Risse muss von Berufs wegen viel lesen – doch Arbeit ist es für sie meistens nicht. „Lesen macht Spaß und regt die Phantasie an. Und es schult die Ausdrucksweise“, sagt sie. Schon als Kind habe sie Bücher regelrecht verschlungen – so sollen es auch die jungen Leser von heute tun. Die Lesetüten sollen den Einstieg ist Kopfkino der Literatur sein, sie sind bunt gestaltet. Dafür haben die Schüler der Ingeborg-Feustel-Grundschule und der Wilhelm-Busch-Grundschule Blankenfelde, der Astrid-Lindgren-Grundschule Mahlow und der Grundschule Rangsdorf gesorgt. Sie haben die Blanko-Tüten im vergangenen Jahr gestaltet, um sie an die Erstklässler weiter zu geben. Manche sind bunt bemalt, einige beklebt, doch keine gleicht der anderen. In einer persönlichen hinterlassen die Lese-Botschafter den Empfängern eine kurze Botschaft.

Eltern sollen Kinder beim Lesen motivieren

Seit rund zehn Jahren gibt es diese Tradition schon. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Schulen dazu gekommen. Unterstützt wird die Aktion vom Börsenverband des deutschen Buchhandels und den Verlagen Oettinger und Arena. In diesem Jahr liegt das Buch „Der Buchstabenzauberer“ von Paul Maar bei, dem Erfinder der Sams-Geschichten, die ein Klassiker der Kinderliteratur sind.

Trotz harter Konkurrenz durch Computer und Medien haben Bücher bei jungen Lesern nicht an ihrer Faszination eingebüßt. Besonders beliebt sind derzeit Comic- und Bilderbücher. Entscheidend sei es, Kinder zum Lesen zu motivieren. Hier, sagt Regine Risse, seien vor allem Eltern gefragt. Sie sollen ihr Kind beim Lernen motivieren, denn Lesen ist – bevor man es kann – manchmal ziemlich mühsam.

Von Christian Zielke