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Teltow-Fläming Bürgermeister sperrt Teile des Hauses der Familie
Lokales Teltow-Fläming Bürgermeister sperrt Teile des Hauses der Familie
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05:14 17.03.2018
Seit dieser Woche ist das Obergschoss im Haus der Familie in Rangsdorf aus Sicherheitsgründen gesperrt. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Rangsdorf

In dieser Woche hat Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) das Obergeschoss des Hauses der Familie im Jütenweg sperren lassen.

In dem Gebäude, in dem einst der Rat der Gemeinde untergebracht war, fehlt ein zweiter Rettungsweg. Das ist das Ergebnis einer brandschutztechnischen Untersuchung des Gebäudes aus dem Februar.

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Bürgermeister will nicht Verantwortung für Ernstfall übernehmen

Die einzige Treppe in den ersten Stock ist sehr schmal und steil und zudem aus Holz. Sie könnte im Ernstfall zur Todesfalle werden. „Mir bleibt keine andere Wahl. Ich kann die Verantwortung nicht übernehmen“, begründet Rocher seine Entscheidung. Die verfügte Sperrung bezieht sich nur auf das Beratungs- und Betreuungsangebot. Als Lagerraum ist die obere Etage des Hauses weiter nutzbar.

Für das DRK, das dort von der Eltern-Kind-Gruppe über Selbsthilfegruppen bis zu Seniorensport zahlreiche soziale Angebote bereitstellt, hat nun die Suche nach Alternativen begonnen. „Wir waren von der Entscheidung des Bürgermeisters überrascht“, sagt DRK-Sprecherin Katrin Tschirner. Die Teilsperrung bringe das Rote Kreuz in eine schwierige Situation, doch es gibt bereits erste Lösungen.

Angebote ziehen in Jugendclub „Joker“ um

Ein Teil der Angebote soll im Jugendclub „Joker“ am Pramsdorfer Weg stattfinden. Nachdem die bisherige Jugendclubleiterin Constanze Mücke in der Jugendkoordination beim DRK arbeitet, ist das Angebot im „Joker“ seit Anfang Februar stark eingeschränkt.

Die Stelle für den Jugendclub sei derzeit ausgeschrieben. „Es gab schon erste Bewerbungsgespräche. Wir sind zuversichtlich, dass wir das Angebot im Joker bald wieder aufnehmen können“, sagt Katrin Tschirner. Spätestens dann stehen die Angebote aus dem Haus der Familie wieder vor ähnlichen Problemen wie jetzt. „Wir müssen uns nach langfristigen Alternativen umsehen“, sagt die DRK-Sprecherin.

Haus wird 2019 abgerissen

Bürgermeister Klaus Rocher wollte das Problem mit einem Mehrgenerationenhaus lösen. Die Gemeindevertretung wollte seinem Vorschlag bislang nicht folgen und hofft auf Verhandlungen mit ASB und DRK. Das Haus der Familie hat in den Planungen der Gemeinde ohnehin keine Zukunft. Die Gemeinde plant auf der Fläche einen Parkplatz für zwei neue Mehrfamilienhäuser. Voraussichtlich Mitte 2019 rücken die Abrissbagger an.

Von Christian Zielke