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Teltow-Fläming Bunt und üppig
Lokales Teltow-Fläming Bunt und üppig
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15:40 24.08.2014
Erika und Werner Fürstenau mögen's üppig. Quelle: Gudrun Ott
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Der Garten von Erika und Werner Fürstenau bietet immer wieder überraschende Ausblicke

Großziethen– Im Garten von Erika und Werner Fürstenau gibt es viel zu entdecken – und die Gelegenheit nahmen einige Besucher beim Tag der offenen Gärten am Wochenende auch wahr. Der Zaun ist von Efeu umrankt. Blühende Pflanzen in verschiedenen Farben dominieren im satten Grün. Hinter der Hausecke wachsen Schönmalve und Purpurglöckchen, in Kübeln gedeihen Zitrone und Oleander. Unmittelbar am Hauseingang grüßt ein Vogelbeerbaum mit seinen leuchtend roten Beeren. Dann wird der Blick des Betrachters von einem rosenumrankten Pavillon in Leichtbauweise angezogen. „Das war ein Geburtstagsgeschenk für mich“, Erika Fürstenau strahlt. Hier wächst auch ihre Lieblingsrose. Die wird mal Gelb blühen und duften, ist aber noch in der Knospe. Im Pavillon steht ein kleiner runder Tisch mit zwei Stühlen. Ein abendlicher Lieblingsplatz, nach allen Seiten kann man Ausschau halten. „Vor ein paar Tagen konnten wir von hier den Tanz zweier Igel beobachten“, erzählt die sechsfache Großmutter. Die Tiere verschwanden irgendwann hinter einem dicken weißen Phlox.

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18 Quadratmeter großes Gewächshaus

Dort beginnt auch der Nutzgarten. In einem 18 Quadratmeter großen Gewächshaus gibt es Gurken und Auberginen. Er wiege alles, sagt Werner Fürstenau. Bis jetzt hat er 140 Kilo Gurken geerntet. Die Tomaten habe er rausgeworfen, erklärt er der Besucherin Astrid Demant, denn: „Tomaten und Gurken vertragen sich nicht, sie brauchen eine geringere Luftfeuchtigkeit und nicht so hohe Temperaturen wie Gurken.“

Astrid Demant hat auch schon ein paar Mal bei den Tagen der offenen Gärten mitgemacht und weiß, dass man Tomaten vor Kraut- und Braunfäule schützt, indem man die Pflanzen mit verdünnter Magermilch bespritzt. „Ich finde die Idee, eigene Gärten für andere Menschen zu öffnen, großartig“, sagt die junge Frau aus Eichwalde. „Gartenfreunde bekommen auf diese Weise wertvolle Tipps und Anregungen.“

Überraschende Ausblicke

Dass sich bei den Fürstenaus hinter mannshohen Stauden immer wieder überraschende Ausblicke ergeben, macht den Gang durch den kleinen Garten spannend. Auf dem 840 Quadratmeter großen Grundstück stehen noch das Eigenheim und ein Gartenhaus. Ein einfacher Trick lässt den Garten größer erscheinen als er ist. Vier Spiegel hinter Spalieren und an Begrenzungsmauern vervielfachen die Blütenpracht.

„Macht es nicht sehr viel Arbeit, all diese Schönheit zu erhalten?“, fragt eine andere Besucherin. „Garten macht keine Arbeit, Garten macht Freude“, lautet die Antwort. Erika und Werner Fürstenau haben sich 1961 im Lehrlingswohnheim in Großbeuthen kennengelernt. Beide waren in der Abiturklasse, wollten Landwirtschaft studieren und wurden letztendlich Gartenbauingenieure.

Wo am Moor die Frösche quaken

Michael und Claudia Bolz haben ein Feuchtgebiet angelegt
Michael Bolz ist am liebsten in seinem Vorgarten. Hier sind seine Berliner Balkonpflanzen den Kübeln entwachsen. Die Korkenzieherweide hat jetzt an die zehn Meter erreicht, der Wacholder ist gut fünf Meter hoch. Zum Tag der offenen Gärten öffneten er und seine Frau Claudia gestern ihren Garten in Blankenfelde für Besucher. 1997 ist das Ehepaar in das Doppelhaus gezogen, ein Jahr darauf nahmen sie die Gestaltung des Gartens in Angriff. Am Teich, wo manchmal die Frösche quaken, haben sie Feuchtwiese und ein kleines Moor angelegt. Die Idee dazu kam ihnen im Müritz Nationalpark. „Moore sind interessant. Es gab sie ursprünglich im gesamten Land Brandenburg. Durch die Melioration verschwinden leider immer mehr von ihnen“, sagt der studierte Jurist. 

Michael Bolz mit dem blauen Phlox, der bei Sonnenschein die Farbe wechselt. Quelle: Gudrun Ott

Im hinteren Teil des Gartens lädt ein riesiger Nussbaum zum Ausruhen ein. Von hier betrachtet Michael Bolz seine Lieblingspflanze, die Sweet Thea. Sie hat zimtbraune Blätter und cremeweiße Blüten. Gegenüber der Sweet Thea steht ein Phlox, dessen Blüten blau sind, solange er Schatten hat. In der Sonne erstrahlen sie in sattem Rosa.

Übernachtungskasten für Fledermäuse

Wenn man die bebauten Flächen abzieht, hat das Grundstück noch gut 600 Quadratmeter. Eine gut genutzte Fläche, in der auch ein Nutzgarten Platz hat. Dahinter Herbsthimbeeren. „Die haben kein Problem mit Maden und schmecken genauso gut wie die Frühjahrshimbeeren, die oft von Fliegenmaden befallen werden“, erklärt der 59-Jährige den Besuchern Maria und Gerhard Mühlberg. An der Hauswand hängen neben Weinreben zwei Nisthölzer für Solitärbienen, ein Insektenhotel und ein Übernachtungskasten für männliche Fledermäuse. „Die werden nämlich von den weiblichen Tieren aus der Mutterstube vertrieben und wissen dann nicht wohin“, sagt Claudia Bolz.

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