Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Container sollen Kita-Mangel entschärfen
Lokales Teltow-Fläming Container sollen Kita-Mangel entschärfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:26 08.09.2017
Das Grundstück Groß Machnower Straße 56 (l.) ist ebenso als Standort für eine Container-Kita im Gespräch wie der Pramsdorfer Weg 2. Quelle: Fotos: Zielke (2)
Rangsdorf

Will man Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) dieser Tage so richtig auf die Palme bringen, lässt man ihn über die Kindergarten- und Schulplanung des Landes reden. Die sieht für Rangsdorf in den kommenden Jahren sinkende Zahlen vor.

Im Sozialausschuss stellte Rocher die tatsächlichen Zahlen vor. Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres seien 44 Kinder dazugekommen, von denen 34 im kommenden Jahr einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben. „Die Situation ist dramatisch“, sagte Rocher. Kitas und Grundschulen in Rangsdorf seien an der Kapazitätsgrenze. „Am meisten ärgert mich, dass das Land sich weigert, diese Realitäten anzuerkennen“, sagte er.

In dieser Notlage muss die Gemeinde ab dem kommenden Jahr dringend zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Im Sozialausschuss wurde darüber diskutiert, welche Notlösung die beste sei. Drei Standorte für Container mit Platz für 35 Kinder, betrieben vom Verein der Kita Lino, sind im Gespräch. Die Verwaltung hatte zunächst das Grundstück in der Groß Machnower Straße 56 vorgeschlagen. Im Hauptausschuss kam das einst als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene Grundstück am Pramsdorfer Weg 2 dazu.

Kita „Gartenhäuschen“ für Container ungeeignet

Am Mittwoch brachte Gesine Siems, die Leiterin des Amts für Bildung und Sport, die Kita Gartenhäuschen ins Spiel. „Dort wäre die gesamte Infrastruktur vorhanden – samt Außenspielplatz.“ Einen Tag später revidierte Bürgermeister Klaus Rocher gegenüber der MAZ diesen Vorschlag, eben weil vom Spielplatz kaum noch etwas übrig bliebe, wenn man vor dem Gartenhäuschen Container aufstellt. Rochers Tendenz geht derzeit zu dem Grundstück im Pramsdorfer Weg, weil es nicht so schmal geschnitten wie das an der Groß Machnower Straße und damit besser für Container geeignet sei. Allerdings fehlen dort noch die Hausanschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom.

Vor allem die SPD regte an, den ehemaligen Penny-Markt ebenfalls als Standort zu prüfen. Aus Sicht der Sozialdemokraten ist die Groß Machnower Straße 56 ungeeignet für einen provisorischen Kindergarten. „Das Grundstück ist verwildert, es gibt keine Stellplätze“, kritisierte Guido Filipov. Gelinge es der Gemeinde, aus dem leerstehenden Penny-Markt einen Kita-Standort zu machen, würde ein Schandfleck verschwinden. Klaus Rocher wandte jedoch ein, dass der Eigentümer beabsichtige, dort wieder Gewerbe anzusiedeln.

Investor soll der Gemeinde einen Kindergarten bauen

Am 14. September sollen sich die Gemeindevertreter für einen Standort entscheiden. „Uns bleibt nicht viel Zeit“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher. Die Verwaltung will bis dahin eine grobe Kostenschätzung der drei Varianten vorlegen, die im Besitz der Gemeinde sind. Abhilfe in der angespannten Kita-Situation soll es ab 2019 geben. Der Sozialausschuss sprach sich dafür aus, eine Kita mit 90 Plätzen östlich der Zülowniederung auszuschreiben, die die Gemeinde dann mietet.

Von Christian Zielke

Seit 2015 ist das Gewerbegebiet Envopark in Dahlewitz jedes Jahr um zwei Hallen gewachsen. Vor kurzem hat der Bau der fünften und sechsten Halle begonnen. 2018 will Geschäftsführer Mark-Oliver Maigré weiter bauen. In Zukunft will er seinem Traum von einem energieautarken Gerwerbegebiet noch einen gewaltigen Schritt näher kommen.

23.04.2018

Eigentlich sollte im ehemaligen IFA-Kombinatsgebäude in Ludwigsfelde ein Hostel oder Hotel entstehen – nun wirt der Investor der Stadt vor, eine Nutzung zu verhindern. Deswegen protestieren die Investoren mit einem Schild vor dem Gebäude und drohen ein Bordell zu eröffnen.

08.09.2017

Ackerflächen mit selbstproduziertem Humus zu düngen, ist das ökologischste, was ein Landwirt machen kann. Jörg Niendorf ist einer von ihnen. In Gräfendorf betreibt der 27-jährige Reinsdorfer eine eigene Kompostieranlage und nimmt auch kompostierbare Abfälle von anderen entgegen.

08.09.2017