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Teltow-Fläming Containerbau gesperrt
Lokales Teltow-Fläming Containerbau gesperrt
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06:17 10.01.2017
Der gesperrte Containerbau der Gesamtschule Dabendorf. Quelle: Christian Zielke
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Dabendorf

An der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dabendorf ist derzeit der sogenannte Containerbau mit insgesamt zwölf Unterrichtsräumen gesperrt. Grund dafür ist eine starke Geruchsbelästigung. Am 19. Dezember trat diese das erste Mal auf, so Schulleiter Dirk Zobywalski. Er informierte sofort den Schulträger, die Stadt Zossen. Ein Mitarbeiter des Bauamts konnte die Ursache nicht finden. „Es wurde mit jedem Tag schlimmer“, sagt Dirk Zobywalksi. Der Geruch sei undefinierbar, weder chemisch noch rieche es nach Fäkalien. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamts stufte die Belästigung am 5. Januar als „nicht gesundheitsschädigend“ ein.

Am Montag waren erneut zwei Mal Mitarbeiter des Zossener Bauamts vor Ort. Dirk Zobywalski hofft, dass die Ursache schnell ermittelt wird, denn die zwölf derzeit gesperrten Räume wirbeln den Schulablauf durcheinander. „Es fällt leider Unterricht aus“, sagte der Schulleiter.

Preuss beklagt Kürzungen bei Instandsetzungsarbeiten

Der Vorsitzende der Linken-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Zossen macht Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) für die Sperrung verantwortlich. Der schlechte Zustand der Schule sei der Stadtverwaltung seit Jahren bekannt. „Ursache dafür ist, dass die Investitionen für die Instandsetzung des Gebäudes wegen des geplanten Schulneubaus drastisch gekürzt wurden“, so Preuss. Die Bürgermeisterin müsse ihre Blockadehaltung aufgeben und Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen beauftragen. Zudem habe seine Fraktionskollegin Cornelia Graffunder, Mitglied im Sozial- und Bildungsausschuss, eine Sondersitzung dieses Ausschusses zum Thema beantragt. Außerdem verwies er auf einen offenen Brief der Elternvertreter aus dem Jahr 2015, in dem diese eine fehlende Instandhaltung kritisiert hatten.

Schreiber weist Vorwürfe zurück

Die Bürgermeisterin wies die Vorwürfe von Preuss in scharfer Form zurück. Er nutze die das Geruchsproblem, um Stimmung gegen die Stadtverwaltung zu machen. Das städtische Bauamt suche nach der Ursache der Geruchsbelästigung im Containerbau, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Sobald die Ursache des Gestanks gefunden sei, könne der Unterricht dort wie gewohnt stattfinden. „Natürlich wissen wir alle, dass die Schule alt ist und inzwischen auch viel zu klein“, so Schreiber weiter. „Deshalb lautet ja unsere Lösung auch Neubau, was von Herrn Preuß bekanntlich aus mehr als fadenscheinigen Gründen nicht mitgetragen wird.“

Eigentlich hatte der Neubau der Gesamtschule bereits 2014 beginnen sollen. Die Kommunalaufsicht des Kreises verhinderte jedoch die dafür notwendige Kreditaufnahme, weil sie befürchtete, die Stadt würde sich zu stark verschulden. Nun soll die Schule von der Zossener Wohnungsgesellschaft gebaut und dann von der Stadt gemietet werden. Derzeit scheitert der Baubeginn an einem Streit über einen Flächentausch (die MAZ berichtete).

Von Christian Zielke und Carsten Schäfer

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