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Teltow-Fläming Corona-Diagnostik-Zentrum in Ludwigsfelde nimmt Betrieb auf
Lokales Teltow-Fläming Corona-Diagnostik-Zentrum in Ludwigsfelde nimmt Betrieb auf
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16:36 19.03.2020
Das Corona-Diagnostik-Zentrum im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

In Ludwigsfelde hat das Corona-Diagnostik-Zentrum seinen Betrieb aufgenommen. Ärzte und Pflegepersonal kommen jeweils zur Hälfte vom Evangelischen Krankenhaus und aus der niedergelassenen Ärzteschaft in Stadt und Umgebung.

„Unser Personal steht vormittags von 9 bis 11 Uhr im Diagnosezentrum bereit. An den Nachmittagen von 14 bis 16 Uhr sind niedergelassene Ärzte mit ihrem Personal aus Ludwigsfelde und vor allem Großbeeren vor Ort“, erklärt der Leitende Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses in Ludwigsfelde Burkhard Schult die Arbeitsteilung bei der Corona-Diagnose. Das sei das Ergebnis einer kurzfristigen Absprache. Dabei organisieren die niedergelassenen Ärzte selbst, wer zu welchem Zeitpunkt den Dienst in der ehemaligen Rettungswache in der Straße der Jugend übernimmt. „Damit ist der Betrieb für die nächste Zeit erst einmal gesichert“, so Schult.

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Test nach telefonischer Rücksprache

Wer sich auf den Virus testen lassen will, kann allerdings nur im absoluten Ausnahmefall direkt zum Testcenter kommen. „Zuerst ist eine telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt notwendig. Wenn die empfehlen, zu uns zum Test zu kommen, dann testen wir“, sagt der Chefarzt des Krankenhauses. Angesprochen auf die Vielzahl von Berichten Betroffener, die weder den Hausarzt, noch eine der Hotlines erreicht hätten, weist er auf eine Lücke im Infektionsschutzgesetz hin: Wer in einer der offiziellen Risikoregionen gewesen ist und eindeutige Symptome hat, kann auch ohne die Einhaltung der Formalitäten getestet werden. „Wichtig ist aber auch dann: Es muss einen Grund für den Test geben.“ Eine Erkältung, eine Atemwegserkrankung, Halsschmerzen, Fieber, häufig ein trockener Husten und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit gehören zu möglichen Symptomen und können so Grund für einen Test sein.

Kleinere Probleme mit der Kinderbetreuung

Die Personalsituation im Krankenhaus bezeichnet Schult als „stabil“, so dass die durch das Virus notwendigen zusätzlichen Maßnahmen abgedeckt werden können. „Es gibt auch unter den Beschäftigten noch niemanden, der sich infiziert hat.“ Einige kleinere Probleme gebe es lediglich mit der Kita-Situation. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass diese Schwierigkeiten schnell gelöst werden können. Zu guter Letzt habe man sich auch bereits um personelle Verstärkung gekümmert, eine Medizinstudentin und ehemaliges Personal des Krankenhauses seien darunter.

Im Süden heißt es noch warten

In Luckenwalde wartet man derweil noch auf den Start des Testzentrums. Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) hält das als Signal für den Süden des Landkreises für wichtig. „Wenn das zweite Diagnosezentrum Luckenwalde seine Arbeit aufnimmt, sollen einheitliche Regeln gelten“, so Wehlan. Im Normalfall eine Rücksprache mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt wird also auch für die künftigen Patienten des Testzentrums in Luckenwalde nötig sein.

Von Victoria Barnack und Udo Böhlefeld

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