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Teltow-Fläming Laufen für das Zirkusprojekt
Lokales Teltow-Fläming Laufen für das Zirkusprojekt
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21:22 25.09.2018
Je nach Alter absolvierten die Schüler maximal zehn Runden auf der 200- oder 400-Meter-Bahn.
Je nach Alter absolvierten die Schüler maximal zehn Runden auf der 200- oder 400-Meter-Bahn. Quelle: Uwe Klemens
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Dahme

Die erste Hürde auf dem Weg zum Zirkusprojekt haben die Jungen und Mädchen der Dahmer Grundschule erfolgreich genommen. Mittels eines Sponsorenlaufs haben sie gestern dazu beigetragen, dass das nötige Geld für die einwöchige Trainingszeit mit Zirkusprofis zusammenkommt.

Das Prinzip ist einfach und erfolgreich zugleich

Das Prinzip eines Sponsorenlaufs ist einfach: Jeder Schüler kümmert sich im Vorfeld um einen oder mehrere Sponsoren, die dann pro gelaufene Runde ihres Schützlings einen Obolus in die Kasse des Schulfördervereins entrichten. „Mal sind es die Eltern oder die Großeltern, manchmal aber auch Firmen, die von den Schülern zum Mitmachen überredet wurden“, erläutert Schulleiterin Lydia Lehmann. Dort, wo die Schüler keinen Sponsoren fanden, sprangen Lehrer in die Bresche.

Über die Höhe des Sponsorings entscheidet jeder Spender selbst. Die Spanne reicht von 50 Cent bis zu zehn Euro je absolvierter Runde, deren Länge bei den Erst- bis Viertklässlern 200 Meter, bei den älteren Schülern 400 Meter beträgt. Nach jeder Runde erhält jeder Läufer einen Stempel auf seiner Laufkarte, mit der er sich dann das Geld von seinen Sponsoren abholen kann. „Bis zum Ende der Woche dauert es, bevor wir einen Überblick über das erreichte Ergebnis haben“, sagt Lehmann.

Beim letzten Mal blieb sogar noch Geld übrig

Die große Hoffnung ist, dass die benötigte Summe für das Zirkus-Abenteuer zusammenkommt und vielleicht sogar, wie beim vergangenen Mal, noch etwas übrig bleibt. Mehr als 7000 Euro, mehr als das Doppelte des benötigten Geldes, hatten sich die Schüler vor fünf Jahren erlaufen, so dass das Geld sogar noch für ein Sonnensegel und ein neues Pausenhäuschen auf dem Schulhof gereicht hatte. 15 Euro pro Schüler kostet die Projektwoche.

Wie gut das Geld angelegt ist, weiß jeder, der schon einmal ein Zirkusprojekt miterlebt hat. Denn die einwöchige Auszeit von Schulranzen und Federtasche bedeutet nicht nur fünf Tage lang Spaß, sondern lässt die Mädchen und Jungen über sich hinauswachsen und stärkt das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt. Im kommenden März schlägt deshalb erneut – und damit zum dritten Mal – der Zirkus „Caselly“ sein großes Zelt auf dem Dahmer Schulhof auf.

Von Uwe Klemens