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Teltow-Fläming Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming: Wildkatzen haben Nachwuchs
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Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming: Wildkatzen haben Nachwuchs

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17:28 18.05.2021
Die Jungtiere der Wildkatzen sind leicht mit Hauskatzen zu verwechseln. 
Die Jungtiere der Wildkatzen sind leicht mit Hauskatzen zu verwechseln.  Quelle: Thomas Stephan
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Dahmeland-Fläming

In diesen Wochen ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz besonders zu Aufmerksamkeit und Rücksicht im Wald auf. Viele Jungtiere, auch von gefährdeten Arten wie der Europäischen Wildkatze, sind bereits in den Wäldern unterwegs, wie in einer Pressemitteilung erklärt wird.

Friederike Scholz, Wildtierexpertin des Bundes für Naturschutz: „Besonders bei den Wildkätzchen besteht eine große Gefahr, dass sie mit Hauskatzen verwechselt und mitgenommen werden.“ Wildkatzen würden nicht nur in abgelegenen Wäldern vorkommen, sondern mancherorts auch recht nah an Städten und Dörfern auftauchen. Manche Menschen nehmen die Kätzchen mit nach Hause.

Mitnehmen im Sinne des Naturschutzes untersagt

Ein Mitnehmen bedeutet für die Tiere aber große Risiken. Friederike Scholz dazu: „In Menschenhand drohen den jungen Wildkatzen gefährliche Hauskatzen-Krankheiten. Bestenfalls steht ihnen ein langer und mühevoller Weg der Wiederauswilderung bevor. Oft gelingt dieser leider nicht. “ Als geschützte Wildtiere ist es zudem untersagt, sie ohne offensichtliche Notsituation aufzulesen.

Die Zahl der aufgelesenen Wildkätzchen sei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. „Wir gehen davon aus, dass wir in 2021 noch mehr Hinweise bekommen werden“, so Scholz. „In der Corona-Zeit haben viele Menschen die Natur vor ihrer Haustür als Erholungsort entdeckt. Doch damit wird es in den Wäldern immer voller und das Risiko der Verwechslungen von Wild- und Hauskatzenjungen steigt.“

Hunde sind eine Gefahr für Jungtiere

Der Bund für Umwelt und Naturschutz empfiehlt, zu Jungtieren Abstand zu wahren und sie in Ruhe zu lassen. In der Regel seien die Muttertiere auf der Jagd oder warten in der Nähe ab. Im Zweifelsfall ist es möglich, sich an die zuständigen Förster oder Jäger zu wenden. „Wichtig ist außerdem, dass Hunde im Wald angeleint werden. Sie stellen für die Jungtiere eine echte Gefahr dar“, betont Friederike Scholz.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz setzt sich mit seinem Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ für den Schutz der gefährdeten Europäischen Wildkatze in Deutschland ein. Bundesweit untersuchen die Naturschützer die Entwicklung der Bestände und engagieren sich für die Vernetzung der Lebensräume der Wildkatze in der Region.

Von MAZonline