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Teltow-Fläming Die Kinderstube Natur erwacht
Lokales Teltow-Fläming Die Kinderstube Natur erwacht
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15:45 10.03.2020
Rehkitze sind im Wald perfekt getarnt, damit keine Raubtiere auf sie aufmerksam werden. Sie werden von ihren Müttern viel alleine gelassen. Quelle: Horst-Dieter Kluth
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Dahmeland-Fläming

Das junge Leben in den heimischen Wäldern erwacht allmählich. Bereits jetzt haben die ersten Tiere ihren im wahrsten Sinne des Wortes wilden Nachwuchs. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet daher Spaziergänger, Waldbesucher und Tierliebhaber, auf die Wildtierkinder Rücksicht zu nehmen. Tiernachwuchs ist häufig allein unterwegs, was jedoch nicht heißt, dass ein einsamer Junghase oder ein Rehkitz hilflos ist. Der Reiz mag groß sein, aus Tierliebe ein unerfahrenes Jungtier anzufassen und zu streicheln. Der menschliche Geruch macht die Tierbabys jedoch schnell zu Waisen.

Rehe, Feldhasen oder Wildschweine lassen ihren gut getarnten Nachwuchs die meiste Zeit des Tages alleine – als Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Der DJV rät Naturliebhabern, Wildtiere aus sicherer Distanz mit dem Fernglas zu beobachten. Noch bis Ende Juli ist die Kinderstube Natur voll besetzt: Auch Küken von Stockente, Feldlerche oder Fasan bevölkern Wiesen und Äcker. Hohes Gras, Schilf oder Dickicht sind ideale Verstecke für den Nachwuchs von Nestflüchtern. Dazu gehören beispielsweise Rebhuhnküken – sie sind ebenso gut getarnt wie junge Hasen. Bereits kurz nach der Geburt sind diese Tiere selbstständig und ihre Sinne und Reflexe voll entwickelt. Bei Gefahr verharren sie regungslos. Dieses Verhalten ist überlebenswichtig. Jungtiere wie Kitze sind mehrere Stunden täglich allein und werden nur zum Säugen von der Ricke aufgesucht. Auch Junghasen besucht die Mutter nur für zwei Mahlzeiten Milch am Tag. Wildschweine verstecken ihren Nachwuchs oft im Schilf oder Brombeerdickicht. Verirren sich ungebetene Besucher in dieses Kinderzimmer, verteidigen Bachen ihre Frischlinge ohne zu zögern.

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Deshalb gilt: Menschen und Hunde sollten auf Wegen bleiben. Forscher haben herausgefunden, dass zahlreiche Wildtiere Menschen auf Wegen nicht als Bedrohung sehen. Die tierische Kinderstube liegt oftmals unentdeckt direkt daneben. Insbesondere in Stadtnähe wirken Wildschweine zutraulich. Das täuscht: Sollten sie mit ihrem Nachwuchs beispielsweise den Radweg blockieren, empfiehlt es sich, einen Umweg zu nehmen.

Diese drei Grundregeln sollte man stets beachten: Naturbesucher sollten quicklebendige Wildtierkinder nicht berühren oder mitnehmen, außerdem sollte man auf den Wegen bleiben und Hunde sollten immer an der Leine bleiben, zum Schutz der Wildtiere und der Hunde selbst.

Von MAZonline

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