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Teltow-Fläming Feuerwehren fordern mehr Unterstützung vom Land
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehren fordern mehr Unterstützung vom Land
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01:16 29.04.2019
Auf dem Truppenübungsplatz in Wünsdorf hatte es am Donnerstag gebrannt. Quelle: privat
Dahmeland-Fläming

Der Wald hat schon wieder gebrannt. Am Freitagvormittag war ein etwa 500 Quadratmeter großes Stück bei Münchehofe im Landkreis Dahme-Spreewald betroffen. Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle, teilt Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes Brandenburg, mit. Am Donnerstag gab es gleich fünf Waldbrände in Dahmeland-Fläming – es loderte an vier Stellen im Landkreis Teltow-Fläming und einem weiteren Bereich in Dahme-Spreewald. Viele der Feuer wurden über die Waldbrand-Beobachtungskameras des Landesbetriebes Forst in Brandenburg entdeckt.

Hoffnung auf Regen

Dort sitzt Raimund Engel. Er aktualisiert jeden morgen um 8 Uhr die Waldbrandgefahrenstufen für die Landkreise in Brandenburg und veröffentlicht sie auf den Internetseiten des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Während im vergangenen Jahr die Daten des Vortages für die Berechnung maßgeblich waren, bilden nun die Frühwerte die Gefahrenlage am jeweiligen Tag noch besser ab, erklärt Engel.

Seit Beginn dieses Jahres wird das so praktiziert. Für den Freitag gilt in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming die höchste Stufe 5. „Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt Raimund Engel. Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst für die Region vereinzelt Regen voraus. Der erhoffte Landregen wird wohl nicht fallen.

Jüterbog ist auf Standby

In Jüterbog hofft Michael Rinderle dennoch auf Regen. Der Stadtbrandmeister von Jüterbog erinnert sich noch allzu gut an die Trockenheit im vergangenen Jahr. Die und vermutlich Brandstiftungen verursachten viele Waldbrände – wie den im Juli auf dem ehemaligen Schießplatz in Jüterbog, als ein mehr als 250 Hektar großes Areal der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg Feuer fing. Der Einsatz dauerte damals fünf Tage. Dieser und viele weitere Waldbrände sind im Einsatzprotokoll der Jüterboger Feuerwehr für 2018 verzeichnet: Ab Anfang Juli bis Anfang September mussten die Kameraden fast täglich ausrücken, weil der Wald brannte – an manchen Tagen sogar zu mehreren an einem Tag. „Das steckt uns schon noch ein bisschen in den Knochen“, sagt Michael Rinderle.

In Schulungen und bei Waldbrandseminaren haben sich die Kameraden in den Wintermonaten weitergebildet. „Die Kameraden sind schon wieder auf Standby“, beschreibt der Stadtbrandmeister die derzeitige Stimmung in der Feuerwehr. Am Montag musste sie zum ersten Waldbrand dieses Jahres ausrücken. Es brannte Wald- und Ödlandboden zwischen Jüterbog und Neues Lager. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen.

Niedergörsdorf ist in Alarmbereitschaft

In Alarmbereitschaft sind auch die Feuerwehren der Gemeinde Niedergörsdorf, sagt Patrick Bellin, Gemeindewehrführer der Gemeinde Niedergörsdorf. Drei seiner Wehren – aus Altes Lager, Niedergörsdorf und Oehna – halfen den Jüterbogern Kameraden am Montag. „Gott sei Dank mussten wir in diesem Jahr noch nicht so oft zu Waldbränden ausrücken“, sagt Bellin. Aus den Einsätzen im heißen Sommer 2018 haben er und die 230 aktiven Kameraden der Gemeinde Niedergörsdorf vieles an Erfahrungen mitgenommen. Geländefähigere Fahrzeuge und leichte Schutzkleidung für Vegetationsbrände wünscht er sich. „Dafür könnten wir finanzielle Unterstützung vom Land mehr als gebrauchen“, so der Gemeindewehrführer.

Vom Land im Stich gelassen

Vom Land im Stich gelassen fühlt sich auch Stefan Scheddin (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Es habe keine Hilfe und Unterstützung für die Feuerwehren in seiner Gemeinde gegeben. Das Land würde beispielsweise nur die Anschaffung großer Feuerwehrautos unterstützen. Doch für die Brandbekämpfung in der Nuthe-Urstromtal seien kleinere Autos besser.

In Wünsdorf brannte es

Von Waldbränden recht verschont, blieb Zossen – bis gestern. Da brannte es am Nachmittag auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Wünsdorf auf einer Fläche von etwa 3,3 Hektar, so Stefan Kricke, Stadtbrandmeister von Zossen. Er trifft sich heute Nachmittag noch mal an der Brandstelle mit dem Förster.

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Von Thomas Seifert

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