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Teltow-Fläming Daimler streicht Jobs
Lokales Teltow-Fläming Daimler streicht Jobs
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18:10 18.06.2013
In Ludwigsfelde wird auch der Mercedes-Sprinter montiert. Quelle: Klaus Schlage
Ludwigsfelde/Stuttgart

Der Autobauer Daimler stellt die Produktion des Transporters Vario im Werk Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) endgültig ein. Wie das Unternehmen am Dienstag auf einer Belegschaftsversammlung mitteilte, werde die Herstellung wegen eines aktuellen Auftragsbooms noch bis Oktober andauern und dann auslaufen. Hintergrund sind neue EU-Abgasnormen, für die das technologisch betagte Transportermodell umgebaut werden müsste. Jeder zehnte der 2000 Arbeitsplätze im Werk soll gestrichen werden, betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, sagte Hermann von Schuckmann, Chef der Gewerkschaft IG Metall in Ludwigsfelde.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass vom Vario-Produktionsstopp im Mercedes-Benz-Werk Ende September 200 Arbeitsplätze betroffen sind. Möglichst viele Mitarbeiter sollen in die Produktion des Transporters Sprinter am Standort integriert werden, für dessen neues Modell am 1. Juli Verkaufsstart sei. Anderen Beschäftigten der auslaufenden Vario-Fertigung wolle man Stellen im Unternehmen anbieten. Zudem gebe es Angebote zur Altersteilzeit oder zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen. Zudem gebe es Angebote von Porsche Leipzig.

Neben dem aktuellen Arbeitsplatzabbau schwebt ein weiteres Damoklesschwert über Ludwigsfelde. Daimler baut den Transporter Sprinter hier in Kooperation mit Volkswagen auch als baugleiches Modell VW Crafter. Die Kooperation läuft 2016 aus und VW könnte den Crafter im eigenen Werk in Düsseldorf produzieren.

„Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass das Werk auch nach 2016 hoch ausgelastet ist“, hieß es gestern im brandenburgischen Wirtschaftsministerium. Aus Branchenkreisen verlautete, es gebe Gespräche zwischen Daimler und der märkischen Wirtschaftsförderung über Alternativen. Die könnten auf eine Kooperation mit der Renault-Nissan-Allianz bei Transportern hinauslaufen. Mit der ist Daimler schon seit einiger Zeit in Kontakt über eine Zusammenarbeit. Die Maschinen in Ludwigsfelde sollen zudem so beschaffen sein, dass sie auf andere Transporter-Modelle umrüstbar sind. Nach Daimler-Angaben ist der Standort zudem der einzige des Unternehmens in Europa für die Produktion offener Transporter. Die  Zukunftsagentur Brandenburg sieht im Auslaufen des Vario keine Schwächung des Automobilindustrie-Standorts insgesamt, hieß es.

Von Gerald Dietz

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