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Teltow-Fläming Das Geheimnis der Farben
Lokales Teltow-Fläming Das Geheimnis der Farben
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06:07 27.11.2017
Farben-Darstellerinnen während der Aufführung. Quelle: Andrea von Fournier
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Blankenfelde

„Haben Sie schon einmal versucht, hinter das Geheimnis der Farben zu kommen?“, begrüßte Wolfgang Locher, Leiter der Regenbogen Musik- und Kunstschule, die Gäste im Saal der Grünen Passage. Das waren vor allem Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde der Schauspieler. Am Samstag hatte das Theaterstück „Das Geheimnis der Farben“ frei nach Eva Heller in der Reihe „Kinder spielen für Kinder“ Premiere.

Das Projekt unter Leitung der Theaterpädagogin Maria Schröder läuft seit gut einem Jahr mit neun Acht- bis Zwölfjährigen. Um den Tanz kümmerte sich Heike Franziska Bartsch, und die musikalische Leitung über das eigens zusammengestellte Streichquartett mit Klavierbegleitung hatte Katharina Katzer. Die Begleitmusik, von Händel über Strauß bis Joplin, versprach Klasse, sind doch mit Anna (Cello) und Laura Zalud (Bratsche) sowie Philine Höhnisch (Klavier) gleich drei Musikerinnen in die „Junge Philharmonie Brandenburg“ aufgenommen worden. Bevor sich der Vorhang für die Darstellerinnen öffnete, merkte Maria Schröder an, dass der Anfang des Laienspiels ganz schön chaotisch gewesen sei. „Die Kinder sind an dem Stück im Laufe der Zeit sehr gewachsen“, beschrieb sie nicht ohne Stolz. Denn das ist immer wieder erklärtes Ziel von Leitung und Pädagogen an der Schule: Mit der Vermittlung fachlicher Kenntnisse beim Erlernen von Tanz, Malerei, Gesang oder Instrument soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und positives Sozialverhalten untereinander gefördert werden. Da machen seit Jahren auch Eltern und Ehrenamtliche mit, halten die Schule zusammen und lassen ein familiäres Klima entstehen.

Das Streichquartett mit Anna und Laura Zalud, Helena Schiller und Svenja Gorny (v.r.) Quelle: Andrea von Fournier

Nachdem die neun Darstellerinnen unter großem Applaus in verschiedenfarbigen Tüllkleidern von hinten auf die Bühne gelaufen waren, entspann sich im Rampenlicht das Geschehen um die Entstehung und Bedeutung der Farben. „Viele glauben, wo Weiß ist, ist nichts. Aber das stimmt nicht!“, postulierten Lilly Ann und Ellen Victoria in ihren weißen Gewändern energisch, bevor sich Emma-Marie und Maja als Farbe Rot davor zu drängen suchten. Im blauen Kleid stellte sich Hannah ein, zu den Takten des Donauwalzers bewegten die beiden weiß gekleideten Mädchen ein hellblaues Chiffontuch, hinter dem Hannah wie auf Wellen tanzte. Die Farbe Gelb verkörperte Carla, damit waren die Grundfarben auf der Bühne und versuchten nun, sich zu mischen. Das Ergebnis waren Grün (Mia), das quirlige Orange (Alice) und das außergewöhnliche Violett (Lilli). Sich noch weiter zu mischen, funktionierte nicht, wie die Kinder im Schattenspiel darstellten: Nur braune oder schwarze Farbe entstand, und es brauchte erst das „unbedeutende“ Weiß, um sie wieder aufzuhellen. Ein friedlicher Farbenkreis beschloss am Ende die Harmonie der Farben. Eine Rose, viel Applaus und eine Premierenfeier, zu der die Eltern beitrugen, beschloss die erste Vorstellung der jungen Darsteller. „Es war richtig gut, weil wir zum Schluss alle unseren Platz gefunden haben“, meinte Drittklässlerin Lilli hinterher vergnügt.

Info: Am 27. und 28. November um 9.30 und 11 Uhr sind Schulklassen und Kita-Gruppen in der Grünen Passage willkommen, am 29. November gibt es um 10 Uhr eine letzte Vorstellung.

Von Andrea von Fournier