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Teltow-Fläming Der Dornröschenschlaf ist vorbei
Lokales Teltow-Fläming Der Dornröschenschlaf ist vorbei
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19:50 21.08.2013
Severine Ahrens und Marco Kagelmacher beim Baustart: Die Potsdamer wollen mit Söhnchen Lewin in Ludwigsfelde wohnen. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde
 

Der Mann, der auf die alten Baupläne aus dem vergangenen Jahrzehnt stieß, der sie genau dort an der Bahnstrecke von Potsdam nach Schönefeld sehr sinnvoll findet und das Konzept mit eigenem Geld und regionalen Firmen sukzessive umsetzen will, heißt Wolfgang Kleiner. Der Ex-Daimler-Manager baute nach dem Mauerfall das Hauptstadt-Areal Potsdamer Platz mit auf. Heute arbeitet er immer noch dort, mit eigenen Firmen. Von den Ludwigsfelder Plänen ist er begeistert: "Ich betrachte dieses Gelände als Juwel", sagte er gestern beim Baustart für die Waldsiedlung. Und er machte der Stadt Komplimente: "Die Zusammenarbeit mit den Ämtern und Firmen hier ist sehr herzlich und unkompliziert." Außerdem wisse er jetzt nach seinen Kontakten zu hiesigen Genehmigungsbehörden, "was eine Zauneidechse ist". Kleiner will das Gelände mit Firmen wie Haase&Pollack, dem Ingenieurbüro Hermenau, dem Vermessungsbüro Leschke oder der Immobilienfirma Märklan entwickeln und verkaufen. Im Rathaus von Ludwigsfelde ist man ebenso angetan. Bei der Enthüllung der Bautafel erklärte Bürgermeister Frank Gerhard (SPD): "Dieses Juwel lag 15Jahre im Dornröschenschlaf. Wir freuen uns, da jetzt gemeinsam Schwung reinzubringen. Und wir freuen uns, dass eine Prognose wahr wird: Der Bahnhaltepunkt Struveshof ist die strategisch wichtigste Baustelle der Stadt." Dem Manager bescheinigt Gerhard, ein Mann zu sein, "der nicht nur sagt, sondern auch macht". Tatsächlich waren die Fragen nach Grundstücken im Westteil von Ludwigsfelde seit Inbetriebnahme des Bahnhaltepunkts Ende vorigen Jahres sprunghaft gestiegen. Dieses infrastrukturelle Plus war für Kleinert mit entscheidend, sich für das Gelände hinter Ludwigsdorf nicht nur zu interessieren, sondern auch ernsthaft zu engagieren. Im MAZ-Gespräch sagt er: "Ich bin keine Heuschrecke. Ich werde das alles Schritt für Schritt selbst machen und bin hier für Firmen und Hausbauer vor Ort erreichbar."

Kleiner verkauft die Grundstücke für weniger als 100 Euro je Quadratmeter. Er und Bürgermeister Gerhard kündigen an, dass an der Ludwigsallee eine Buswendeschleife geplant ist. Nach den verworfenen Daimler-Vorstellungen hatten zwischen Ludwigsfelde West und Ahrensdorf auf mehr als 200Hektar acht Dörfer entstehen sollen. 80 Hektar bleiben Wald. 70Hektar will Kleiner nun zum Leben erwecken, ein Potenzial für 1200Eigenheime. Die sieben Dörfer sollen in Etappen von 40 bis 50 Grundstücken als große Wohnsiedlung in Flughafennähe entstehen. Dennoch verspricht Kleiner, dass die Bewohner "naturverbunden und stadtnah auf provisionsfreien und individuell bebaubaren Grundstücken leben können".

Von Jutta Abromeit

www.waldsiedlung-ludwigsfelde.de

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