Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Der Fürst ist zurück
Lokales Teltow-Fläming Der Fürst ist zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:35 06.03.2018
Anzeige
TREBBIN

. Die Widmung lautete „Dem Fürsten Otto von Bismarck“. Die Rückseite zierten das Eiserne Kreuz und die Worte „Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts in der Welt“. Bis 1947 stand es in der kleinen Grünanlage am Henriettenstift. Berliner/Ecke Bahnhofstraße. Anfang der 50er Jahren wurde das Denkmal abgerissen – niemand wusste, wo es geblieben war.

Im Januar dieses Jahres entdeckte Familie Knaps bei Aufräumarbeiten auf ihrem Grundstück das Reliefbild und bot es dem Trebbiner Heimatverein an. „Wir wissen noch nicht, ob wir es behalten dürfen. Wir hoffen es sehr“, sagte Monika Ochotzki, Vorsitzende des Heimatvereins.

Anzeige

Bismarck passt gut in die Ausstellung anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt, die gestern eröffnet wurde. Viele Trebbiner trugen zum Gelingen bei. So haben die Schüler der Klassen 5a und 5b der Grundschule mit ihren Lehrerinnen Anett Walter und Claudia Hilpert und Unterstützung des Heimtavereins das mittelalterliche Trebbin nachgestaltet. Die Ergebnisse und die Fotodokumentation des Projektes sind in der Ausstellung zu sehen.

Siegfried Schaldach baute in mühevoller Kleinarbeit die Wassermühle an der alten Nuthe nach, die 1378 erstmals erwähnt wurde. „Diese Mühle gibt es noch heute. Sie befindet sich in der Beelitzer Straße, in der damaligen Mühlenstraße“, so Ochotzki. Siegfried Schaldach hat an alles gedacht, sogar kleine Figuren angebracht. Und man hört und sieht das Wasser plätschern. Die Miniatur-Mühle ziert das Schaufenster des Heimatstübchens.

Anhand der Schautafeln erfährt man noch viel mehr über Trebbin – über Kirche, über Bürgermeister und Katastrophen. So brannte 1565 die Stadt bis auf die Kirche und wenige Häuser ab. Der ehemalige Stadtknecht hatte das Feuer gelegt. Der Übeltäter wurde dafür mit „Zangen gezogen“ und verbrannt. Sein Weib in Berlin ersäuft. Das waren raue Sitten, die mit dem Dreißigjährigen Krieg noch schlimmer wurden; an dessen Ende lebten in der Stadt nur noch 25 Bürger.

Die Ausstellung soll bis zum Jahresende immer wieder umgestaltet und vervollständigt werden. „Ich bedanke mich für das Engagement des Heimtvereins. Diese Ausstellung ist eine weitere Bereicherung für unsere Stadt auf dem langen Weg zur 800-Jahr-Feier“, sagte Vizebürgermeisterin Ina Schulze. (Von Margrit Hahn)

29.03.2013
Teltow-Fläming Der Haushaltsplan von Jüterbog sorgt weiter für Diskussionsbedarf bei den Stadtverordneten - Die Suche nach Einsparpotenzial
29.03.2013