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Teltow-Fläming Der 25-Jährige Michael Müller ist Lektor
Lokales Teltow-Fläming Der 25-Jährige Michael Müller ist Lektor
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22:36 15.07.2019
Die gedrungene Kirche in Rosenthal ist seit Kindertagen die Heimatkirche von Michael Müller. Quelle: Uwe Klemens
Rosenthal

Wenn Michael Müller vor dem Altar der Rosenthaler Feldsteinkirche steht, um das Wort Gottes zu verkünden, ist das nicht nur für seine Zuhörer etwas Besonderes, sondern auch für ihn selbst. Mit gerade einmal 25 Jahren gehört der Rosenthaler zu den jüngsten ehrenamtlichen Mitarbeitern, die mit dem Segen der Landeskirche im so genannten Verkündigungsdienst tätig sind. Das notwendige Rüstzeug hat sich der bekennende Christ und gelernte Verwaltungsfachangestellte in einem speziellen Lektoren-Lehrgang angeeignet, zu dem ihm die auch für Rosenthal zuständige Dahmer Pfarrerin Britta Rostalksky vor drei Jahren zugeredet hatte.

Glauben ist mehr als der Sonntagsgottesdienst

„Glauben bedeutet für mich nicht, nur sonntags oder an kirchlichen Feiertagen in die Kirche zu gehen. Zum Glauben gehört auch, dass man in der Gemeinschaft lebt und Anlässe organisiert, wo sich Menschen begegnen und kennen lernen, aber auch miteinander feiern können“, sagt Müller. Vorgelebt haben ihm das nicht nur seine Eltern und älteren Geschwister, sondern auch Rosenthals inzwischen in Rente gegangener Pfarrer Dietrich Tews und dessen Ehefrau Annegret, die als Katechetin und Religionslehrerin dafür sorgte, dass die jüngsten in der Gemeinde Stück für Stück in die Gemeinschaft hinein wuchsen. „Beide haben meinen Werdegang und mein Leben sehr geprägt und großen Anteil daran, dass ich so einen intensiven Bezug zur Kirche habe“, sagt Müller, der inzwischen auch Mitglied des Gemeindekirchenrates ist.

Selbst die Initiative ergriffen

Nach dem Wegzug von Annegret und Dietrich Tews ergriffen mehrere Gemeindemitglieder die Initiative, das Gemeindeleben weiter lebendig zu halten. Auch Michael Müller, damals noch Schüler, war mit dabei. Gemeinsam wurden Ausflugsfahrten, aber auch die Teilnahme an Kirchentagen oder dem Jugendkreuzweg sowie die wöchentlichen Zusammenkünfte der Jungen Gemeinde organisiert. Stück für Stück wuchsen Müller und seine Mitstreiter, von denen drei weitere inzwischen ebenfalls als Lektoren wirken, in ihre Verantwortung hinein und übernahmen auch während der Gottesdienste immer mehr Aufgaben. Als er vor gut zwei Jahren gefragt wurde, ob er in der Weihnachtszeit selbstständig einen Gottesdienst halten könne, brauchte Michael Müller ein wenig Bedenkzeit, sagte dann aber zu. „Das Feedback aus der Gemeinde, sowohl von älteren als auch von jüngeren Gemeindemitgliedern, hat mich ermutigt, weiter zu machen“, blickt er zurück. Etwa 15 Gottesdienste in seiner Regie waren es bislang.

Auch kommunalpolitisch mitmischen

Auch außerhalb der Kirchgemeinde mag der junge Christ nicht gern im Abseits stehen, sondern möchte mitgestalten. Nach einem Bürgerforum mit Frank-Walter Steinmeier, an dem er als Zuhörer teilnahm, wurde er vor fünf Jahren Mitglied der SPD und bereits zwei Jahre später Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Dahme. Mit dem Votum seiner Mitbürger sitzt der 25-Jährige seit der letzten Kommunalwahl in der Dahmer Stadtverordnetenversammlung und ist Mitglied des Rosenthaler Ortsbeirates, der ihn als stellvertretenden Ortsvorsteher berief.

„Meine Freizeit verbringe ich gerne, wenn es die Zeit hergibt, mit Freunden. Gemeinsam gehen wir dann zum Beispiel zu Veranstaltungen in der Dahmer Galerie Kunstpause, ins Kinocafé oder fahren zu Konzerten und Festivals“, sagt Müller. House, Dance, deutscher Rock und Pop der 90er Jahre und die Neue Deutsche Welle haben es ihm da am meisten angetan.

Von Uwe Klemens

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