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Teltow-Fläming „Der Weg ist zum Ziel geworden“
Lokales Teltow-Fläming „Der Weg ist zum Ziel geworden“
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17:30 30.01.2013

des Winters liegt hinter uns. Wir Menschen haben gebibbert, wie arrangieren sich die Wildtiere mit dem Klima?

Thomas Popp: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tiere da auch frieren. Aber sie besitzen ein dickes Winterfell und bewegen sich auch nur so viel, wie gerade nötig ist zur Nahrungsaufnahme.

Helfen Sie den Tieren bei den Minusgraden?

Popp: Wir streben an, dass die Tiere mit so wenig Eingriff wie möglich leben. Sie haben ein riesiges Areal mit naturnahen Bedingungen. Während des Winters wird aber regelmäßig Heu zugefüttert, da der Wildbestand im Gehege größer ist, als in der freien Natur. Gerade wenn es über lange Zeit vereist ist und eine geschlossene Schneedecke liegt, würden unsere Tiere dann nicht genug zu fressen finden.

Was wird noch zugefüttert?

Elisabeth Hofmann: Das, was wir an Futterspenden bekommen – Kastanien und Eicheln. Dann gehen die Kollegen ins Gehege und streuen die möglichst weit auseinander, damit die Tiere auch ein bisschen suchen müssen und viele etwas abbekommen. Und sie haben ihre Raufen, wo sie etwas bekommen. Aber nicht so viel wie zum Beispiel in einem Streichelzoo oder in einem Gehege, wo man die Tiere näher erleben kann. Unsere Tiere erlebt man ja auf die Entfernung. Die haben noch eine natürliche Fluchtdistanz. Deshalb dürfen die Besucher sie auch nicht füttern.

Was würden die Tiere normalerweise um diese Jahreszeit fressen?

Popp: Die Rinde und die Triebe der Bäume. Da bei den Wildtieren der Stoffwechsel im Winter auf das geringe Nahrungsangebot eingestellt ist, schaffen sie es in der freien Landschaft normalerweise ohne Unterstützung in guter Verfassung über die kalte Jahreszeit.

Kommende Woche gibt es die erste Veranstaltung des Jahres. Worum geht es?

Hofmann: Am 7. Februar gibt es einen Seniorennachmittag mit unserer Kräuterpädagogin aus Blankensee. Wir bieten eine Wanderung an, bei der wir uns die ersten Knospen der Winterbäume ansehen werden. Danach gibt es bei uns im Seminarraum einen kleinen Imbiss, dann stellen wir Kräutersalz und ein Kräuterbad her.

Das ist nicht der einzige Termin im Kalender, der mit Kräuterpädagogik zu tun hat.

Hofmann: Wir haben eine richtige Veranstaltungsreihe mit Frau Mrosko erarbeitet. Wir richten uns dabei nach dem Jahresverlauf. Zum Beispiel mit Ostereier bemalen mit Naturfarben oder einer Wildkräutersammlung. Das ist etwas Besonderes, was es zum ersten Mal bei uns gibt.

Wer ins Naturparkzentrum kommt sieht, dass noch etwas anderes Neues entsteht. Was passiert auf den Freiflächen?

Hofmann: Auf dem Außengelände wird noch letzte Hand an die Umweltbildungsstationen der Glauer Felder gelegt. Sie werden im Juli feierlich eröffnet.

Popp: Es handelt sich bei den Glauer Feldern um abgesteckte Bereiche, die durch Wege begrenzt sind. Hier kann man den Naturpark in einer Stunde durchwandern und typische Landschaftsformen wie die Blütenwiese, die Düne, Tümpel, Wald oder Weideflächen finden. Das sind im Kleinen Ausschnitte aus dem großen Naturpark, der sich über 600 Quadratkilometer erstreckt. An den Umweltbildungsstationen kann man sich über das Typische an diesem Feld informieren.

Und diese Felder kann man alleine erkunden?

Popp: Ja, natürlich. Wir bieten seit diesem Jahr auch Führungen an, um bei den Besuchern die Neugier zu wecken, die einzelnen Felder in der Natur zu finden. Wir haben zum Beispiel auch ein Feld zum Thema Streuobstwiese. Da stehen zirka 40 Bäume. Wenn man das in Groß sehen will, dann findet man am Südufer des Blankensees auf der Streuobstwiese des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz Niederung über 1000 Bäume.

Haben Sie das Gefühl, dass die Menschen wieder mehr Lust auf Natur haben?

Hofmann: Auf jeden Fall. Das zeigt sich etwa daran, dass die Vogelbeobachtungstürme bei gutem Wetter sehr gut besucht sind. Die Leute haben Ferngläser dabei und beschäftigen sich damit. Da ist ein steigendes Interesse da.

Popp: Früher wollten die Leute von A nach B wandern. Und B war das Ziel. Gerade beim Wandern ist es aber so, dass der Weg das Ziel geworden ist. Man will etwas erleben und geboten bekommen. Das ist ein allgemeiner Trend.

Können Sie den bedienen?

Popp: Wir haben 2012 unsere Natur- und Kulturführer ausgebildet und bieten jetzt ihre Wanderungen an. Interessierte Wanderer können sich bei uns anmelden und ihre ganz besondere Tour durch den Naturpark buchen. Es sind wirklich besondere Touren, die man als Alleinwanderer so nicht erleben kann.

Was gibt's zum Beispiel?

Popp: Eine Tour nennt sich „Wo Nuthe und Nieplitz sich küssen“. Das ist eine Wanderung über 15 Kilometer von Gröben bis zum Naturparkzentrum. Man erlebt die beiden Flüsse, die die Namensgeber für unseren Naturpark sind.

Hofmann: Durch den 112. Deutschen Wandertag im vergangenen Jahr haben wir gemerkt, dass das Thema Wandern in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Sicherlich wird der Zulauf noch steigen. Da sind wir mit unseren Natur- und Kulturführern genau zur richtigen Zeit gekommen.

Und bald soll auch noch ein neuer Wanderweg am Wildgehege vorbeiführen.

Popp: Wir sind dabei, diesen Wanderweg zu erschließen, sind aber noch in der Planung. Er soll vom Löwendorfer Turm zum Naturparkzentrum führen

Hofmann: Eine gute Anbindung ist das A und O. Wir sind schon glücklich über den Fahrradweg nach Trebbin. Für die Wanderer wird der neue Weg ein tolles Angebot.

Würden Sie sich weitere Veränderungen bei der Anbindung wünschen?

Hofmann: Es wäre unser Wunsch, vor allem am Wochenende mit dem Bus erreichbar zu sein. Im Moment können wir Menschen ohne Auto nur empfehlen, bis Trebbin mit dem Zug zu fahren und dann mit dem Rad zu uns zu kommen. Für Senioren ist das aber oft keine Option mehr. Am 17. und 18. August wird es die Veranstaltung „48 Stunden Nuthe-Nieplitz“ geben. An diesem Wochenende fahren ab Trebbin im Stundentakt Busse auf einer festen Route, die verschiedene Punkte im Naturpark ansteuern werden.

Popp: Wir hoffen, dass wir dadurch den Entscheidungsträgern zeigen können, dass es da einen Bedarf gibt. Vielleicht kann man ein Rufbussystem oder Angebote für bestimmte Tage einrichten.

Wo sind die beliebtesten Punkte im Naturpark?

Popp: Einmal natürlich das Wildgehege. Es hat sich leider eingebürgert, dass das Gehege mit dem Naturpark gleichgesetzt wird. Es kommen zum Beispiel oft Menschen, die uns fragen, wann der Naturpark geöffnet hat und meinen das Wildgehege. Der Naturpark erstreckt sich vom Saarmund bis Jüterbog – eine riesige Fläche, auf der man Natur erleben kann. So eine Unberührtheit und Natur hat man – besonders vor den Toren einer Metropole – eigentlich nirgends.

Hofmann: Zur Vogelzugszeit im Frühling und Herbst sind unsere Beobachtungstürme in der Nuthe-Nieplitz-Niederung sehr beliebt. Gerade an den Wochenenden ist es da voll. Wenn man nicht rechtzeitig kommt, kriegt man keinen guten Platz mehr.

Sie wollen den Naturpark auch überregional bekannter machen. Gibt es dafür schon eine Strategie?

Hofmann: Was wir 2013 planen ist, dass wir die sozialen Netzwerke mit einbinden wollen. Über Facebook wollen wir vor allem junge Menschen und Familien herlocken. Ein Konzept gibt es schon, das versuchen wir jetzt mit Leben zu füllen. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr mit einem Facebook-Auftritt starten können.

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