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Teltow-Fläming Deutlich mehr Azubis im Handwerk
Lokales Teltow-Fläming Deutlich mehr Azubis im Handwerk
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05:22 05.09.2017
Nur jede vierte Dachdecker-Lehrstelle konnte in Dahme-Spreewald besetzt werden. Quelle: dpa
Dahmeland-Fläming

Jahrelang galt das Handwerk als größter Krisenherd der Wirtschaft: überalterte Belegschaft, Fachkräftemangel und vor allem fehlender Nachwuchs. Jetzt aber scheint es bergauf zu gehen. Sowohl die Handwerkskammer Potsdam als auch die Handwerkskammer Cottbus haben zum Start des Ausbildungsjahres eine positive Bilanz gezogen – und einen beträchtlichen Zuwachs an Azubis gemeldet.

Besonders deutlich spürbar ist der Aufschwung in Teltow-Fläming. Während die Handwerksbetriebe dort im vergangenen Jahr bis Ende August 118 Lehrverträge abgeschlossen hatten, sind es in diesem Jahr 174 – das bedeutet eine Steigerung um fast 50 Prozent. Aber auch in Dahme-Spreewald ist der Zuwachs klar erkennbar. Dort haben bereits 210 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag bei einem Handwerksunternehmen abgeschlossen. Im vorigen Jahr zur gleichen Zeit waren es 175. Auch das bedeutet ein Plus von immerhin 20 Prozent.

Michael Havasi von der Handwerkskammer Cottbus nennt mehrere mögliche Gründe für die Entwicklung. „Die Firmen haben erkannt, dass Ausbildung der beste Weg ist, um Fachkräfte zu binden. Sie haben die Werbung erhöht und nutzen Online-Medien“, sagt er. Das ist die Unternehmerseite. Ein wesentlicher Grund dürfte aber auch sein, dass die Zahl der Schulabgänger angestiegen ist. „Wir haben die Talsohle durchschritten, jetzt kommen wieder mehr Schüler und damit auch mehr potenzielle Interessenten“, sagt Havasi. In Dahme-Spreewald haben am Montag sogar zwei Steinmetz-Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen, das gab es schon länger nicht mehr.

Es wäre wohl allerdings verfrüht, wenn man die Personalprobleme des Handwerks damit für gelöst erklären würde. Immerhin sind in beiden Landkreisen immer noch etwa 70 Ausbildungsstellen unbesetzt – und das zum Teil auch in Berufen, die eigentlich dringend gebraucht werden. Besonders schwierig sei es nach wie vor in den Bauberufen. Zwar kann sich Dahme-Spreewald schon glücklich schätzen, dass immerhin die Hälfte aller neuen Dachdecker-Lehrlinge des gesamten Kammerbezirks Cottbus im Landkreis ausgebildet werden. Unterm Strich sind das aber bisher trotzdem nur drei, für die Absicherung des Berufsstandes in der Region ein bisschen wenig. Nur jede vierte Dachdecker-Lehrstelle konnte bisher besetzt werden, acht Firmen suchen nach wie vor Azubis.

Auch bei den Maurern ist es eng, den Beruf wollen in Dahme-Spreewald bisher nur zwei Jugendliche ergreifen. „Das zeigt uns auch, dass es nicht nur am Geld liegt. Dachdecker und Maurer bekommen deutlich mehr, als man in anderen Berufen verdient, aber die Arbeit ist auch körperlich schwer“, sagt Michael Havasi.

Beliebter sind nach wie vor Kfz-Mechatroniker, SHK-Techniker sowie Friseur. „Bei diesen Berufen fügt es sich, dass wir eine große Nachfrage und vielen Stellen haben“, sagt Ines Weitermann von der Handwerkskammer Potsdam.

Von Oliver Fischer

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