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Teltow-Fläming Gartenzähler für die Sommerhitze
Lokales Teltow-Fläming Gartenzähler für die Sommerhitze
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18:19 08.05.2019
Das Wasserwerk in der Jüterboger Weinberge ist das größte von insgesamt sieben Wasserwerken im WAZ-Verbandsgebiet. Quelle: foto: Uwe Klemens
Jüterbog/ Hohenseefeld

Der Hitzesommer 2018 hat nicht nur professionelle Landwirte ins Schwitzen gebracht, sondern auch die Hobbygärtner. Dem Ärger über verdorrte Pflanzen folgte am Jahresende der Ärger nach dem Blick auf die Wasserrechnung. Die Beantragung eines Gartenzählers, in der Fachsprache der Versorgungsunternehmen „Abzugszähler“ genannt, ist eine Möglichkeit, Geld zu sparen.

Anzahl innerhalb eines Jahres verdoppelt

Beim Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) hat sich die Zahl der neu beantragten Gartenzähler bereits im Vorjahr vom sonstigen Jahresdurchschnitt 46 auf 90 verdoppelt. Mit bereits 40 Anträgen in den ersten vier Monaten diesen Jahres könnte deren Zahl 2019 womöglich noch übertroffen werden, wie WAZ-Mitarbeiterin Kerstin Thinius glaubt.

Der Begriff Abzugszähler macht deutlich, worum es geht: Die Wassermenge, die der vor den Wasserhahn zum Gartenhahn eingebaute Zähler registriert, wird vom Gesamtverbrauch des Haushaltes abgezogen und bleibt bei der Berechnung der Abwassergebühr außen vor. Je nach Gebührenmodell, also ob mit oder ohne Grundbeitrag und ob an die zentrale Entsorgung angeschlossen oder nicht, spart der Endverbraucher je Kubikmeter zwischen 2,57 und 5,95 Euro.

Einbau lohnt nicht in jedem Fall

„96 000 Kubikmeter Trinkwasser sind 2018 über die Abzugszähler gelaufen, im Jahr davor waren es nur 41 000“, erläutert Thinius. Der Gesamtverbrauch stieg im selben Zeitraum von 886 000 um 85 000 auf 971 000 Kubikmeter. 1 490 von insgesamt 6 500 Anschlussnehmern, hatten bis Ende 2018 bereits einen Gartenzähler.

Ob sich der Einbau eines Gartenzählers lohnt, muss jeder anhand seines Bedarfs entscheiden. Denn der Gebührensenkung stehen die monatliche Zähler-Grundgebühr von 2,50 Euro und die Einbaukosten gegenüber, die, je nach beauftragter und durch den WAZ zertifizierten Firma, zwischen 100 und 140 Euro liegen.

Anstieg auch beim Nachbarverband

Auch beim Nachbarverband in Hohenseefeld (WAZV) lässt sich der Hitzesommer 2018 in Form neu beantragter Abzugszähler ablesen. Lag die Jahresmenge an ausgeliefertem Trinkwasser hier 2017 noch bei 94 000 Kubikmetern, schnellte sie ein Jahr später um 13 000 auf 107 000 Kubikmeter in die Höhe. Der Bestand an Abzugszählern stieg im selben Zeitraum um zehn auf 258. Zehn Anträge kamen bereits in diesem Jahr hinzu.

Dass der Anstieg nicht so drastisch ist wie in Jüterbog, liegt an der vergleichsweise hohen Zahl der eigenen Brunnen, glaubt WAZV-Vorsteherin Carmen Straach. Die genaue Anzahl der Hausbrunnen kennt man dort nicht, da bisher nicht alle Hausbrunnenbesitzer der Pflicht zur Anmeldung bei der Unteren Wasserbehörde nachgekommen sind.

Von Uwe Klemens

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