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Teltow-Fläming Die Eiche ist weg
Lokales Teltow-Fläming Die Eiche ist weg
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18:27 22.05.2013
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RANGSDORF

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Am Samstag ließ Oliver Scharfenberg die „Eiche des Anstoßes“ von einer Fachfirma fällen. Die Gemeinde hatte die Genehmigung erteilt, nachdem von einem Gutachter die Empfehlung gekommen war, den Baum aus Verkehrssicherheitsgründen zu fällen.

Zuvor hatte die Gemeinde die Beseitigung der alten Eiche abgelehnt, da der Baum noch vital und es nicht verantwortbar sei, die Wasserleitung in seinem Wurzelbereich zu verlegen. Einem vom Hausbesitzer eingeholten Baumgutachten, das zur Fällung riet, hatte die Verwaltung nicht geglaubt und ein Gegengutachten – mit gleichem Ergebnis – eingeholt.

Trotz gefälltem Baum gibt es weiterhin keine Schachtgenehmigung für den Wasseranschluss. Oliver Scharfenberg: „Man hält uns hin. Die Gemeinde schreibt, den Antrag auf Schachtgenehmigung könne nur der Wasserzweckverband KMS stellen. Der KMS reagiert nicht. Ich bin in Widerspruch gegangen, die Gemeinde weigert sich, ihn zu bearbeiten.“

Es ärgert Oliver Scharfenberg, dass der Bürgermeister im Amtsblatt über das Baumgutachten schreibt: „Ergebnis ist, dass es vor Jahrzehnten Schädigungen des Wurzelwerks gab, die einen langfristigen Erhalt des Baumes nicht ermöglichen. Für die nächsten Jahre könnte der Baum jedoch stehen bleiben. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird die Gemeinde aufgrund der neuen Erkenntnisse einer Fällung zustimmen und Ersatzpflanzungen vornehmen lassen.“ Nicht vor Jahrzehnten, sondern „vor etwa zehn Jahren“ gab es die Schädigung, heißt es im Gutachten. Damals wurde der Hausanschluss für die andere Doppelhaushälfte in einem Abstand von weniger als einem Meter vom Stamm verlegt – mit Genehmigung der Gemeinde. Im Gutachten steht auch kein Wort davon, dass der Baum noch jahrelang stehen bleiben könne, sondern die Empfehlung, ihn „innerhalb von vier Wochen“ zu fällen.

„Der Bürgermeister will nicht zugeben, dass die Gemeinde selbst Schuld war am schlechten Zustand des Baumes“, so Scharfenberg. Er hat die Gemeinde aufgefordert, sich an den Fällungskosten zu beteiligen (der Baum stand auch teils auf Gemeindeland).

Nachbar Michael Hahn hat die Fällaktion mit Kopfschütteln verfolgt: „Jeder andere intelligente Bauherr hätte eine bessere Lösung für die Verlegung der Wasserleitung gefunden.“ (Von Gudrun Schneck)

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