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Teltow-Fläming Die Impressionisten als Vorbild
Lokales Teltow-Fläming Die Impressionisten als Vorbild
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05:39 31.07.2017
Sehr gern malt Silvia Kley Landschaftsbilder. Hier ist sie mit einigen auf dem Heimatfest in Kummersdorf zu sehen. Quelle: Gudrun Ott
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Dahlewitz

Sie braucht nur eine kleine Palette von Grundfarben für ihre Bilder. „Die Mischung macht’s“, sagt Silvia Kley. Bereits im 16. Jahrhundert verwendeten bedeutende Künstler in der Ölmalerei die Schicht-auf-Schicht-Technik, bei der sieben Schichten durchscheinende Farblagen übereinandergelegt wurden, die Bilder weitgehend transparent erscheinen lassen. Diese Schichten korrespondieren miteinander und geben auch den Bildern von Silvia Kley eine starke Leuchtkraft. Betrachtet man zum Beispiel die Stillleben „Rote Dahlien“ oder auch das Bild „Sonnenblumen“, so meint man, die Blumen mit der Hand greifen zu können.

Am liebsten Landschaftsbilder

Am liebsten aber malt die Dahlewitzerin Landschaftsbilder. Und die sind von der Art, dass man darin spazieren gehen möchte. „Ich male, was ich sehe, das Licht, das Zusammenspiel der Farben wird in meinem Kopf zum Motiv.“ Da liegt der Rangsdorfer See, auf dem sich eine winzige Welle kräuselt und leise ans Ufer schwappt. Insgeheim ergänzt das Ohr, was das Auge sieht. Silvia Kley hat viele Stunden am Liekes Pfuhl und am alten Blankenfelder See mit seinem Naturlehrpfad verbracht. Sie schätzt lange stille Spaziergänge und lässt sich von der Natur inspirieren. Die Bilder entstehen zunächst im Kopf, bevor sie an der Staffelei Gestalt annehmen.

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Auf den Spaziergängen dabei ist manchmal Ehemann Werner Kley, immer dabei ist aber Elvis der Familienhund, ein Irish Glen of Imaal Terrier. Werner Kley ist Kfz-Meister und seit er in Rente ist, auch so etwas wie der Manager seiner Frau. Er organisiert Ausstellungen, übernimmt den Transport, hilft beim Hängen der Bilder und trägt mit der gemeinsamen Tochter Melanie Nagel sogar zur kulturellen Umrahmung der Ausstellungseröffnungen bei. Werner Kley hat seine Stimme in der Musik- und Kunstschule Regenbogen ausbilden lassen und singt inzwischen bei den Symphonic Pop Voices Trebbin. Tochter Melanie hat sich der Lyrik verschrieben. Sie trägt ihre Gedichte auch selber vor.

Erste Erfahrungen im Malzirkel

Silvia Kley ist in Rangsdorf aufgewachsen, sie hat in einem Malzirkel erste Erfahrungen mit Pinsel und Farbe gemacht. Da war sie etwa zehn Jahre alt. Sie hat es mit dem Abstrakten versucht und schnell gemerkt, dass dies nicht ihre Sache ist. Ihre großen Vorbilder sind die Impressionisten. Den französischen Maler Claude Monet schätzt sie vor allem wegen seiner Motive, Paul Cézanne, Wegbereiter der modernen Malerei, wegen der Farbenpracht seiner Bilder. Im Erwachsenenmalzirkel des Dabendorfer Malers Jürgen Melzer lernte die 20-Jährige unter anderem das Aktzeichnen und das Malen mit Pastellkreiden, Öl und Acryl.

Einer breiteren Öffentlichkeit stellte Silvia Kley ihre Arbeiten erstmals in der Alten Aula in Blankenfelde vor. Das war vor 15 Jahren. Seitdem sind an die einhundert Bilder entstanden. Die nächste Vernissage findet am 22. Oktober im Kulturquartier Mönchenkloster Jüterbog statt.

Von Gudrun Ott