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Teltow-Fläming Die besten Schneepflugfahrer Deutschlands
Lokales Teltow-Fläming Die besten Schneepflugfahrer Deutschlands
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18:23 29.11.2017
Ministerin Kathrin Schneider (r.) wünschte Enrico Helmke (2.v.l.) und Tom Schultchen sowie dem Autobahnmeisterei-Leiter Klaus-Dieter Marohn (l.) viel Erfolg bei den Weltmeisterschaften. Quelle: Foto: Christian Zielke
Rangsdorf

Enrico Helmke und Tom Schultchen dürfen sich über einen ganz besonderen Titel freuen. Sie sind die besten Schneepflugfahrer Deutschlands. Im kommenden Februar treten die beiden Straßenwärter der Autobahnmeisterei Rangsdorf im polnischen Danzig gegen internationale Konkurrenz an. Dann werden die besten Schneepflugfahrer der Welt gekürt.

Am Dienstag kam Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) nach Rangsdorf, um den beiden Männern zu gratulieren, die im September bei den deutschen Meisterschaften in Stolpe (Oberhavel) ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellten und alle anderen hinter sich ließen. Den zweiten Platz sicherten sich die Kollegen der Autobahnmeisterei Luckau. „Ich freue mich über so viel Engagement“, sagte Schneider. Die Ministerin ließ sich erklären, was man mitbringen muss, um den ungewöhnlichen Titel des besten Schneepflugfahrers zu erreichen.

Es kommt auf die Geschicklichkeit an

„Geschicklichkeit ist wichtig“, sagte Tom Schultchen. Mit dem Schiebeschild ihres Lkw umfuhren er und Enrico Helmke meisterhaft Hindernisse und schoben einen simulierten Schneeberg an eine vorgegebene Stelle. Besonders schwierig sei das, weil man den Schiebeschild vom Führerhaus aus kaum sehe, sagt Helmke. Die Weltmeisterschaft in Polen werde alles andere als ein Spaziergang. Bisher hätten immer die Gastgeberländer den Titel geholt. „Wir möchten diese Serie gerne brechen“, so Helmke.

In den kommenden Monaten könnten beide genug Möglichkeiten zum Üben haben, denn die Autobahnmeisterei Rangsdorf ist gut für den bevorstehenden Winter gerüstet. Besonders stolz ist Klaus-Dieter Marohn, der Leiter der Meisterei, auf das neue Streufahrzeug, mit dem sich das Wasser-Salz-Gemisch über drei Spuren verteilen lässt. Zwölf Meter breit wird die Sole verspritzt, die vor allem bei Reifglätte und drohendem Eisregen zum Einsatz kommt, weil sie sich in den Poren der Straße festsetzt. Das spart nicht nur Zeit beim Umrüsten, sondern senkt auch den Salzverbrauch um die Hälfte. „Ganz auf Salz können wir auf der Autobahn nicht verzichten“, sagt Marohn. Mit der Einsparung leiste man einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, ohne die Sicherheit für die Autofahrer zu verschlechtern.

Streufahrzeuge können schneller fahren als bisher

Die neue Technik ist nicht nur effektiver und schneller, sondern dürfte auch die Autofahrer freuen. MManövern abhalten.

Möglichst wenig riskante Autofahrer wünscht sich auch Ministerin Kathrin Schneider. „Dass der Winterdienst gut vorbereitet ist, ändert nichts daran, dass die Autofahrer ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen müssen“, sagte sie. Klaus-Dieter Marohn und seine Männer können davon ein Lied singen. „Manchmal fasst man sich an den Kopf“, sagt der Autobahnmeister. Mit riskanten Überholmanövern und Raserei bringen Autofahrer nicht nur sich, sondern auch die Menschen in den orangefarbenen Autos in Gefahr, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass der Verkehr auf den Straßen möglichst reibungslos fließt.

Von Christian Zielke

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