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Teltow-Fläming Das ist die neue Gemeindevertretung für die nächsten fünf Jahre
Lokales Teltow-Fläming Das ist die neue Gemeindevertretung für die nächsten fünf Jahre
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01:16 29.06.2019
Das ist die neue Gemeindevertretung Mellensee (v.li.): Bürgermeister Frank Broshog (parteilos), Udo Wildenhein (CDU), Theo Boss (UWG), Maik Tscherwinka (UWG), Michael Röske (Listenvereinigung Grüne/Bündnis 90 LV Grüne/B90), Thomas Kosicki (UWG), Dieter Elsner (AfD), Siegbert Weigt (Die Linke), Doreen Schulze (Die Linke), Judith Kruppa (Die Linke), Bert Daske (SPD), Wilfreid Borkowski (UWG), Ingo Koch (SPD), Lutz Lehmann (CDU), Dargo Porath (CDU), Dirk Pehnert (UWG), Milan Hänsel (Freie Wähler). Es fehlt: Antje Schuster (UWG) Quelle: Marlene Schmidt
Klausdorf

Die neue Gemeindevertretung von Am Mellensee hat sich konstituiert. Gebildet haben sich die vier Fraktionen. Neben SPD, CDU und Der Linken gibt es nun eine gemeinsame Fraktion von UWG und LV Grüne/B 90/BI am Mellensee; hinzu kommen jeweils einzelne Mandatsträger der AfD und Freien Wähler. 19 Sitze sollten verteilt werden aber nur 18 wurden vergeben, da die AfD nur einen Kandidaten für zwei Sitze hat.

Das sind die neuen Gemeindevertreter von Mellensee

Die neue Fraktion UWG/LV Grüne/B90/BI am Mellensee ist stärkste Fraktion mit sieben Sitzen, zu ihr gehören Michael Röske, Dirk Pehnert, Thomas Kosicki, Maik Tscherwinka, Wilfried Borkowski, Antje Schuster und Theo Boss. Die SPD hat zwei Sitze, die mit Ingo Koch und Bert Daske besetzt sind, die CDU hat drei Sitze, für sie sind Lutz Lehmann, Dargo Porath und Udo Wildenhein im Gemeinderat. Die Linke hat ebenfalls drei Sitze, besetzt mit Doreen Schulze, Siegbert Weigt und Judith Kruppa. Der Sitz der AfD wurde mit Dieter Elsner besetzt, Milan Hänsel hat einen Sitz für die Freien Wähler, Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) gehört qua Amt ebenfalls zur Gemeindevertretung.

„Finster sieht es um uns herum aus!“

Zur konstituierenden Sitzung ins Gemeindehaus an der Zossener Straße in Klausdorf kamen 22 Bürger als Zuschauer, 16 Abgeordnete und der Bürgermeister. Nur Antje Schuster von der UWG fehlte.

Es herrschte eisige Stimmung. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren und musste erstmal wieder auf wärmere 23,5 Grad gestellt werden. Michael Röske von der Listenvereinigung Grüne/Bündnis 90 eröffnete als ältestes Mitglied die Sitzung: „Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent, das finde ich gut und soll so weitergehen. Aber finster sieht es um uns herum aus.“ Der Politiker spricht von drohender Kriegsgefahr im nahen Osten, Wetterkatastrophen, Dürre und Klimawandel. „Welche Folgen hat unser Handeln? Was schadet unserer Gemeinde und der Umwelt und was nützt?“

Maik Tscherwinka wieder zum Vorsitzenden gewählt

Der Abgeordnete Lutz Lehmann (CDU) unterbricht den Politiker und moniert, dass dies so nicht auf der Tagesordnung steht. Michael Röske lenkt ein, der Wahlausschuss wird gebildet. Zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung wird Maik Tscherwinka (UWG) gewählt, er hatte das Amt auch bisher schon inne. Einstimmig, per Handzeichen. „Ich betrachte mich als Dirigent, nicht als Spieler. Die sind Sie. Ich hoffe, wir bekommen das die nächsten fünf Jahre hin, dass wir sagen können, wir haben es gut für die Gemeinde hinbekommen“, so der neue Vorsitzende. Als Stellvertreterin wurde Judith Kruppa (Die Linke) gewählt. Auch im offenen Wahlverfahren per Handzeichen.

Künftig sechs Mandate im Hauptausschuss

Theo Boss von der UWG schlug dann vor, nicht wie bisher vier sondern sechs Mitglieder für den Hauptausschuss zu wählen, plus Bürgermeister. Maik Tscherwinka möchte wissen: „Wer übernimmt den Vorsitz für den Hauptausschuss, der Bürgermeister?“ Michael Röske wirft ein: „Der hat schon Macht genug!“ Dennoch kommt es zur Abstimmung, ob Frank Broshog den Vorsitz erhält. Sechs stimmen mit Ja, zehn Stimmen mit Nein, eine Enthaltung. Also abgelehnt. Die Sitzverteilung (insgesamt sechs) im Hauptausschuss: SPD 1 (Ingo Koch), Die Linke 1 (Judith Kruppa), CDU 1 (Lutz Lehmann) und die UWG 3 (Maik Tscherwinka, Michael Röske und Theo Boss). Die Benennung der sechs Ausschüsse sowie die Bestimmung des Vorsitzes wurden auf die nächste Sitzung verschoben.

„Was ist mit der Ausschreibung für den Hortneubau?“

Die Gemeinde Am Mellensee hat eine schwierige Legislaturperiode hinter sich, die von Argwohn und Streit bestimmt wurde. Theo Boss (UWG) schlug daher einen gemeinsamen Grillabend im Strandbad Sperenberg vor: „Um das Klima zwischen Gemeindevertretern und der Verwaltung zu verbessern.“ Der Vorschlag wurde angenommen, ist aber freiwillig für die Teilnehmer. Thomas Kosicki hatte eine Bitte: „Es geht um die Arbeiten am Dümpelweg. Anwohner haben dort Rasen gesäht und eine Flatterleine gezogen, um den Rasen zu schützen. Dafür bekamen sie ein Bußgeld. Sie geben sich Mühe, um vor der Haustür was zu bewirken und werden dafür bestraft. Ich bitte um Erlass“. Dirk Pehnert (UWG) fragt: „Was ist mit der Ausschreibung für den Hortneubau, sie ist abgelaufen. Gibt es Bewerber?“ Doch er erhält von der Verwaltung dazu nur ein knappes „kein Kommentar“, da es sich dabei um ein laufendes Verfahren handelt.

Grundstück für neue Rettungswache gesucht

Es gibt noch viel Anzupacken: Für die Rettungswache Klausdorf wird ein geeignetes Flurstück gesucht, dass groß genug ist, um Feuerwehr und Rettungswache gemeinsam unterzubringen, es fehlen Kräfte beim Ordnungsamt und in der Fördermittelstelle, der Kitabesuch soll eventuell ganz kostenfrei werden. Die Bürger sollen dabei helfen. Bürgermeister hat eine Idee: „Jede Fraktion könnte einen Stand auf dem Herbstfest machen.“ Michael Röske: „Wir wollen direkten Kontakt zu den Bürgern. Alle Fraktionen sollen sich bitte Gedanken machen, wie wir die Bürger besser ansprechen können. Ob mit Festen auf der Festwiese, durch Diskussionen oder Vereinsleben.“ 

Von Marlene Schmidt

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