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Teltow-Fläming Dorffest mit DDR-Optik
Lokales Teltow-Fläming Dorffest mit DDR-Optik
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17:13 13.10.2019
Unter den wachsamen Blicken des ABV überreichen junge Pioniere und FDJler Delikat-Präsentkörbe an Karola Renner, die Hits von Helga Hahnemann zum Besten gab. Quelle: Frank Nessler
Hohenahlsdorf

„70 Jahre DDR – Was wäre wenn?“ Diese Frage stand am Sonnabend im Mittelpunkt des traditionellen Herbstfestes der Gaststätte Bauerstübel in Hohenahlsdorf. Neben bewährten Programmpunkten wie Blasmusik, einer Oldtimer- und einer Treckerausstellung stand die Veranstaltung bei ihrer achten Auflage im Zeichen des vor fast drei Jahrzehnten untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaates.

Auf die Idee dazu kam Andreas Baum, der Sohn von Bauernstübel-Inhaberin Bärbel Baum. „30 Jahre Mauerfall feiern viele, wir wollten einfach etwas anderes machen“, sagt der 45-Jährige. Seine Idee fand zwar nicht überall Freunde, aber überwiegend stieß sie doch auf eine positive Resonanz. „Viele Bekannte haben uns bei der Umsetzung geholfen“, erklärt Baum.

Herbstfest in Hohenahlsdorf unter dem Motto: 70 Jahre DDR - was wäre wenn? Quelle: Frank Neßler

Seit Anfang des Jahres liefen die Vorbereitungen auf das Hohenahlsdorfer Herbstfest 2019. Kleiderschränke, Keller, Scheunen und Speicher wurden von Bekannten und Freunden durchforstet. Gefunden wurden viele Fahnen, Bilder von Staats- und SED-Chef Erich Honecker und weiteren DDR-Regierungsmitglieder, die einst an so mancher Bürowand hingen, Pionierblusen und FDJ-Hemden, rote und blaue Halstücher, Uniformen von Volkspolizisten und NVA-Angehörigen sowie Armee-Sportclub-Trainingsanzügen.

Herbstfest in Hohenahlsdorf unter dem Motto: 70 Jahre DDR - was wäre wenn? Quelle: Frank Neßler

Im Grenzgebiet (sprich auf der Bühne) unterhielten DDR-Künstler wie Helga Hahnemann das Publikum. In die Rolle der Berliner Entertainerin und Sängerin schlüpfte am Sonnabend Karola Renner und gab Hits „Hier kommt mein Süßer“ und „Wo ist mein Geld nur geblieben“ in einer Playback-Variante zum Besten. Zahlreiche Staatsgäste, sprich Besucher des Hohenahlsdorfer Herbstfestes, ließen keine Gelegenheit aus, um zur Musik der Kremitzer Musikanten zu tanzen. Die hatten übrigens auch das „Rennsteiglied“, den Herbert Roth-Klassiker, im Repertoire. Für „internationalen Glanz“ sorgten Spejbl und Hurvinek, die vor allem in Ostdeutschland berühmt gewordenen Marionetten aus Tschechien.

Herbstfest in Hohenahlsdorf unter dem Motto: 70 Jahre DDR - was wäre wenn? Quelle: Frank Neßler

Das „Wahllokal“ wartete mit Deftigem vom Grill und aus dem Topf auf. Zum Angebot gehörten natürlich Soljanka, aber auch Buletten und Bratwürsten. Durst konnte mit roter Fassbrause gestillt werden.

Herbstfest in Hohenahlsdorf unter dem Motto: 70 Jahre DDR - was wäre wenn? Quelle: Frank Neßler

Das alles fand unter den wachsamen Blicken des Abschnittsbevollmächtigten (ABV) statt. Dieter Orlowski war in die Uniform des Volkspolizisten geschlüpft. Er monierte, dass die „Bürger keinen Personalausweis mit sich führen“, beließ es jedoch in Sachen Bestrafung bei einer mündlichen Verwarnung.

Herbstfest in Hohenahlsdorf unter dem Motto: 70 Jahre DDR - was wäre wenn? Quelle: Frank Neßler

Zum Publikumsmagneten wurde in Hohenahlsdorf am Sonnabend die Oldtimer-Ausstellung. Dabei konnten getreu dem Motto des Herbstfestes liebevoll gepflegte Trabis, Wartburgs, Ladas sowie jede Menge Zweiräder aus DDR-Produktion von den zahlreichen Technikfreunden in Augenschein genommen werden. „Das Herbstfest ist wieder gut angekommen“, freut sich Andreas Baum. Ob es im nächsten Jahr noch einmal unter ein DDR-Motto gestellt wird, ließ er allerdings offen.

Von Frank Neßler

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