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Teltow-Fläming Fernseh-Stars hautnah erleben
Lokales Teltow-Fläming Fernseh-Stars hautnah erleben
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21:55 07.08.2014
Hans-Werner Meyer und Jasmin Tabatabai kurz vor Drehbeginn vor dem Gutshof in Großbeuthen. Quelle: Margrit Hahn

Selbst der Storch verfolgt mit großem Interesse die Dreharbeiten für die Fernsehserie „Letzte Spur Berlin“. Er sitzt hoch oben auf dem Schornstein des Gutshofes in Großbeuthen und fliegt erst davon, als sich der Helikopter nähert. Seit einer Woche ist die Crew der Berliner Novafilm Fernsehproduktion GmbH zwischen Hennickendorf und Großbeuthen unterwegs, um für das ZDF Szenen für die mittlerweile vierte Staffel der Serie zu drehen. Die Hennickendorfer haben die Filmarbeiten bereits hautnah miterlebt. Gedreht wurde unter anderem an der Tankstelle, am Vereinshaus und in der Schönhagener Straße.

Großeinsatz während der Dreharbeiten - allerdings nur im Film. Selbst der Storch schaut zu. Quelle: Margrit Hahn

Aus Hennickendorf wird Dunkerfelde

In der Serie, die im kommenden Jahr ausgestrahlt wird, heißt der Ort dann aber nicht Hennickendorf, sondern Dunkerfelde – im Landkreis Dahme-Spreewald. Als das Spezialeinsatzkommando und die vielen Polizeiautos in der vergangenen Woche in Hennickendorf anrückten, bekamen selbst die vietnamesischen Zigarettenhändler Angst und ließen sich vorläufig nicht mehr blicken. Als sie dann aber mitbekamen, dass es sich nur um eine Filmcrew handelt, gingen sie weiter ihren Geschäften nach. Allerdings kam dann die richtige Polizei und nahm die Händler hoch.

Tagelang standen die Fahrzeuge – die Wohnmobile, der Masken- und Garderobenwagen und das Cateringmobil – auf dem Gelände der Tankstelle. An manchen Tagen waren bis zu 50 Filmleute am Start. Am Dienstag gehörten in Großbeuthen neben den Hauptdarstellern Hans-Werner Meyer, Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann und Florian Panzner auch 22 Komparsen dazu. Allerdings mussten erst einmal alle warten, sowohl Promis als auch Laiendarsteller. „Ich denke schon, dass eine Serie etwas ganz anderes ist, als wenn man nur einen Film dreht. Wir sind jetzt seit drei Jahren dabei. Man muss ganz anders planen“, sagt Jasmin Tabatabai.

Hans-Werner Meyer nutzt die Gelegenheit, um sich vom Caterer Rote Grütze mit Vanillesoße zu holen. Er kann es sich leisten. Er ist rank und schlank wie eh und je. Auf die Frage, ob er denn viel Sport mache, antwortet er: „Ich gehe schwimmen und mache ab und zu Yoga. Ich habe Glück und bin mit einer schnellen Verbrennung gesegnet , das ist in unserer Familie so.“

Der Traum vom Schauspiel

Susanne Bormann nutzt hingegen die Wartezeit, um zu telefonieren, ebenso wie die meisten Komparsen. Viele von ihnen haben schon Filmerfahrung. Melanie Buß aus Berlin weiß zwar noch nicht genau, was auf sie zukommt, aber schon, dass sie eine Dorfbewohnerin sein wird. „Ich habe auch einige kleinere Rollen in ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten’ sowie in einem Musikvideo übernommen. Mir gefällt es gut, ich wäre gern Schauspielerin“, sagt die gelernte Bürokauffrau.

Nur einmal hatte sie Pech. Bei einem Werbespot für einen Autohändler musste sie acht Stunden warten, dann fiel der Dreh ganz aus. „Es kam aber auch schon vor, dass ich gefilmt wurde und war dann in der Serie überhaupt nicht zu sehen“, sagt sie. In Großbeuthen fand Melanie Buß es sehr angenehm, die Versorgung war erstklassig und das Wetter auch.

Hubschrauber auf Abruf

Regisseur Josh Broecker beobachtete alle Wetterdienste, denn für den Abend wurde Regen vorhergesagt. „Das ist heute ein sehr wichtiger und anspruchsvoller Dreh. Wir hoffen, es klappt alles, schließlich steht der Hubschrauber auf Abruf“, erklärt Produzentin Geraldine Voss den Ernst der Lage. Bereits am Montag musste auf Grund des Regens länger pausiert werden als geplant. Das sorgte für Zeitverschiebungen. Doch die Situation entspannte sich, das Regengebiet zog an Großbeuthen vorbei, sodass der Helikopter zweimal anfliegen konnte. Dann war die Szene im Kasten.

Eine Ode an die Drehorte im Teltow-Fläming

Geraldine Voss schwärmt von den Drehorten in Teltow-Fläming. „Hier stimmt einfach alles. Deshalb sind wir hier auch hergekommen“. Produktionsleiter Jens Solf bekräftigt das: „Die Tankstelle in Hennickendorf sieht aus, wie eine in Amerika. Wo findet man das sonst, nur eine Zapfsäule. Die Hennickendorfer werden ihre Tankstelle im Film auf jeden Fall wiedererkennen.“ Auch die Kiefernwälder um Hennickendorf würden sich hervorragend eignen, um Leichen zu verstecken. Für die Kamera sei der etwas rötliche Ton des Waldes einfach göttlich.

Zufrieden mit dem Drehort: Produzent Ronald Gräbe, Produktionsleiter Jens Solf und die Produzentin Geraldine Voss (v.l.n.r.). Quelle: Margrit Hahn

„Wir sind ja die einzige Serie, die nach Vermissten sucht. Ich denke schon, dies ist auch ein aktuelles Thema ist, das die Leute beschäftigt. Ich denke auch, dass die Zuschauer die Serie deshalb gerne schauen“, sagt Solf. Über den Inhalt will er nicht viel verraten, schließlich besticht die Serie durch Spannung.
Noch bis Februar kommenden Jahres wird die vierte Staffel von „Letzte Spur Berlin“ gedreht. Vielleicht kommen ja Hans-Werner Meyer & Co. noch einmal in die Gegend, um hier nach Vermissten zu suchen.

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Von Margrit Hahn

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