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Teltow-Fläming Drohnen dürfen auf Testgelände in Horstwalde hoch fliegen
Lokales Teltow-Fläming Drohnen dürfen auf Testgelände in Horstwalde hoch fliegen
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15:06 16.08.2019
Mehr als 100 Meter in die Höhe dürfen Drohnen künftig in Baruth/Mark aufsteigen. Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn
Baruth/Mark

In Baruth/Mark (Teltow-Fläming) dürfen Drohnen auf einem Testgelände höher als 100 Meter fliegen. Auf dem Gelände Technische Sicherheit im Ortsteil Horstwalde sollen so in den kommenden Jahren sicherheitsrelevante Szenarien geprobt werden. Nach Betreiberangaben ist es eines von sieben Drohnentestgeländen in Deutschland.

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB) unterschrieben am Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung, wie die WFBB am Freitag mitteilte. Demnach soll auf dem Testgelände in einem Pilotprojekt zunächst eine Wetterdrohne aufsteigen und in bis zu einem Kilometer Höhe regelmäßig meteorologische Daten sammeln.

Ausnahmegenehmigungen können erteilt werden

Drohnen dürfen in Deutschland nur bis zu einer Höhe von 100 Metern aufsteigen und müssen im Sichtbereich des Piloten liegen, um den Luftverkehr nicht zu gefährden. Über dem für Privatpersonen nicht zugängigen Testgelände in Horstwalde befindet sich jedoch eine Flugbeschränkungszone. Deshalb können für dort Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.

Drohnen können bei Hochwasser oder Bränden relevant werden

Weitere mögliche Übungsszenarien sind laut Angaben von BAM und WFBB der Gasaustritt an einer defekten Pipeline, der Brand eines Gefahrguttransporters oder die Überwachung von Kraftwerken, Mülldeponien oder Brücken aus der Luft. Aber auch bei Hochwasser oder unübersichtlichen Bränden könnten die Drohnen künftig relevant werden.

Die BAM betreibt das Testgelände rund 50 Kilometer südlich von Berlin seit Anfang der 1990er Jahre. Unter anderem werden dort Versuche zur Lagerung und zum Transport von Gasen durchgeführt, aber auch zur Zulassung von Sprengstoffen sowie Falltests an Behältern, die bei der kerntechnischen Entsorgung zum Einsatz kommen - bislang ohne Drohnen.

Von RND/dpa

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