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Teltow-Fläming Ein Nachmittag des Näherkommens
Lokales Teltow-Fläming Ein Nachmittag des Näherkommens
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08:00 09.03.2016
Ute Veit, Karin Marquard, Heyam, Carmen Specht, Kefah und Mezgina (von links) feierten gemeinsam Frauentag in Ludwigsfelde. Quelle: Ott
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Ludwigsfelde

Am Frauentag haben sich Ludwigsfelderinnen und Flüchtlingsfrauen zu einer gemeinsame Feier getroffen. An der langen Kaffeetafel in der Produktionsschule an der Straße der Jugend in Ludwigsfelde reichten die Plätze nicht aus – so viele Frauen kamen. So mussten zusätzlich Tische und Stühle herbeigeschafft werden. Mit so vielen Besucherinnen habe man nicht gerechnet, hieß es.

Karin Marquardt, die Erfinderin des Frauenfrühstücks, freute sich über den gelungenen Nachmittag. „Wir werden auch künftig die Nachmittage für unsere Zusammenkünfte nutzen“, sagte sie angesichts des großen Interesses. Etwa 40 Syrerinnen waren gekommen; für viele von ihnen war der Frauentag bislang ein Novum. Wie für die 25 Jahre alte Mezgina, die im Mai ein Baby erwartet. In Syrien stehen Frauen unter den Männern, erzählte sie und sprach von ihrem Glück, einen toleranten Mann zu haben. Aber den Frauentag feierte sie, wie auch Kefah und Heyam, zum ersten Mal. Lediglich die junge Esráa aus Syriens Hauptstadt Damaskus erzählte im Gespräch mit der Jütchendorfer Malerin Marita Wiemer, dass sie den Women’s Day aus ihrer Heimat kennt. „Ich habe mich dann immer mit Freundinnen am 8. März getroffen. Wir haben getanzt und waren fröhlich“, sagte sie. An diesem Nachmittag trug sie Kopftuch wie auch Mezgina und die meisten anderen Flüchtlingsfrauen. Nur Heyam und Kefah ließen ihre schönen langen Haare sehen. Schließlich sei man ja unter sich, also ohne Männer. Gemeinsam mit Carmen Specht diskutierten sie über die Gleichberechtigung der Geschlechter, die sie sich wünschen. Da sei Deutschland sehr vorbildlich, meinten beide. Es war ein Nachmittag der guten Laune, an dem mit Händen und Füßen geredet wurde und man sich dennoch bestens verstanden hat.

Von Gudrun Ott

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