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Teltow-Fläming Einbruch in Garnisonsmuseum
Lokales Teltow-Fläming Einbruch in Garnisonsmuseum
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19:13 27.09.2016
Eine von zwölf zerstörten Vitrinen des Garnisonsmuseums.
Eine von zwölf zerstörten Vitrinen des Garnisonsmuseums. Quelle: Christian Zielke
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Wünsdorf

Aufgehebelte Türen, zerbrochene Glasvitrinen – Einbrecher haben in der Nacht zu Montag das Garnisonsmuseum in Wünsdorf heimgesucht. Sie entwendeten historische Waffen, Orden und Uniformen.

Maik Lamolla, der Vorsitzende des Museumsfördervereins, schätzt den Schaden auf etwa 20 000 Euro. Die Täter seien sehr gezielt vorgegangen, sie haben es vor allem auf Militärgegenstände aus Deutschland und der Sowjetunion abgesehen. So verschwanden unter anderem Attrappen von Kalaschnikow-Gewehren und mehrere Wehrmachtsuniformen sowie Orden und Abzeichen.

Vermutung: Auftragsdiebstahl

Andere Bereiche wie die Ausstellung über muslimische Kriegsgefangene ließen die Einbrecher links liegen. „Das war ein Auftragsdiebstahl“, ist sich Maik Lamolla sicher. Der Markt für russische und deutsche Militaria sei lukrativ. Nicht nur bei der Auswahl ihrer Beute seien die Täter äußerst planvoll vorgegangen, auch der Einbruch selbst sei bestens vorbereitet gewesen. Erst wurde die Alarmanlage unschädlich gemacht, dann hebelten die Einbrecher die Eingangstür auf und machten sich an zwölf Glasvitrinen zu schaffen. Dort schlugen sie teilweise die Seitenscheiben ein – offenbar, um den Schaden klein zu halten und wenig Lärm zu verursachen. „Da waren absolute Profis am Werk“, sagt der Fördervereinsvorsitzende.

Die Polizei, die am Montag Spuren gesichert hat, prüft derzeit, ob es einen Zusammenhang mit einem weiteren Einbruch gibt. In der Nacht zum 16. September wurden aus dem benachbarten Museum „Roter Stern“ ebenfalls Waffenattrappen und Uniformen gestohlen.
Werner Borchert, Geschäftsführer der Bücher- und Bunkerstadt, vermutet ebenfalls Profis am Werk. „Die wussten genau, was sie wollten“, sagte er der MAZ.

Museum wird am Sonnabend wieder geöffnet

Maik Lamolla möchte das Garnisonsmuseum am Sonnabend wieder für Besucher öffnen. Derzeit würden die Schäden des Einbruchs beseitigt. „Wir hoffen, dass die Glaser es schaffen, die Vitrinen so schnell wie möglich zu reparieren“, sagt er. Notfalls müsse man die Ausstellungsstücke vorübergehend anderswo lagern. In den 15 Jahren seines Bestehens war das Museum noch nie im Visier von Einbrechern. Dass es innerhalb von zehn Tagen gleich zwei Einbrüche gab, sei besorgniserregend, sagt Lamolla. Immerhin müsse sich niemand Sorgen wegen der Waffen machen. Diese seien nicht schussfähig. Viel mehr bedrückt ihn, dass viele der gestohlenen Exponate Leihgaben oder Schenkungen von Menschen aus der Region waren. „Es tut mir weh, dass ich den Gebern in den nächsten Tagen erzählen muss, dass sie ihre Sachen wohl nie wiedersehen.“

Von Christian Zielke

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