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Teltow-Fläming Endlose Wander-Schlange durchs Urstromtal
Lokales Teltow-Fläming Endlose Wander-Schlange durchs Urstromtal
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17:03 04.04.2018
Eine endlose Schlange durchs Urstroomtal: Die 25. MAZ-Osterwanderung am 2. April 2018 von Petkus nach Merzdorf und zurück. Quelle: Margrit Hahn
Petkus

Das schöne Wetter und die Märkische Allgemeine haben es geschafft: Mehr als 1500 lauffreudige MAZ-Leser haben gestern an der 25. MAZ-Osterwanderung teilgenommen. Eine riesige bunte Menschenmenge schlängelte sich auf dem Zehn-Kilometer-Rundkurs durch das Baruther Urstromtal von Petkus in Richtung Merzdorf und zurück.

Nach dem nasskalten Wochenende hatten offenbar viele das Bedürfnis, sich gemeinsam mit Gleichgesinnten auf den Weg in die Natur zu machen. Zwar herrschte noch zwei Grad kühle Morgentemperatur, aber die Sonne verhieß einen strahlenden, milden Tag. Schon lange vor dem Start um 10 Uhr fuhren Autos im Konvoi aus allen Himmelsrichtungen zum Petkuser Sportzentrum. Die Feuerwehr sorgte für reibungsloses Einparken.

Viele MAZ-Leser als Stammgäste

Viele Stammgäste haben den Ostermontag für die MAZ-Wanderung längst reserviert, zum Beispiel Jüterbogs ehemaliger Bürgermeister Bernd Rüdiger. „Für mich ist die MAZ-Wanderung ein Muss“, sagte der 72-jährige Sport-Enthusiast, „ich kann nicht mehr Fußball spielen, Ski fahren oder Tennis spielen, also bleiben Radfahren, Schwimmen und Wandern.“

Ein nicht zu überschauender Tross MAZ-Leser hat bei der 25. MAZ-Osterwanderung mitgemacht. Hier Impressionen aus Petkus von Start und Ziel.

Peter Scheunemann vom Brandenburgischen Wanderzentrum „Theodor Fontane“ kam sogar mit dem Fahrrad aus Ludwigsfelde angeradelt, um dann die zehn Kilometer lange Tour mitzuwandern. Thomas Kreutzmann, Tourismus-Mitarbeiter der Stadt Baruth, war die Strecke nach den Niederschlägen der letzten Tage früh mit seinem Geländewagen noch einmal abgefahren und vermeldete: „Bis auf eine kleine matschige Stelle am Isoliergarten lässt sich alles gut laufen.“

Auf dem dicht besiedelten Vorplatz am Sportzentrum begrüßte Lothar Mahrla, Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlags Dahmeland-Fläming, die Gäste. „Es macht Spaß, mit Ihnen, mit so vielen Leuten auf die Wanderstrecke zu gehen“, sagte er und dankte den Organisatoren in Petkus, Merzdorf und der Stadt Baruth, zu der die Ortsteile gehören.

Bürgermeister Peter Ilk bei seiner Ansprache mit MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa und Regionalgeschäftsführer Lothar Mahrla.. Quelle: Margrit Hahn

Für Hannah Suppa, Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen, war die MAZ-Osterwanderung eine Premiere. „Es ist mein erstes Osterfest im Land Brandenburg und ich hoffe, mit dem einen oder anderen Wanderer ins Gespräch zu kommen“, sagte sie und hatte sich extra eine blaue MAZ-Jacke übergestreift, um gut erkennbar zu sein. Auch Peter Ilk, Baruths parteiloser Bürgermeister, begrüßte die vielen Wanderer. Er war ganz begeistert davon, so eine große Veranstaltung in seiner Gemarkung zu haben.

Wanderer auf vier Pfoten

Dahmes Amtsdirektor David Kaluza hatte sich vierbeinige Verstärkung mitgebracht. Seine Mischlingshündin Ella erhielt eigens eine Startnummer und ging als Teilnehmerin 605 auf Tour. Ingrid Bruns (79) war aus dem thüringischen Dorneburg zum Wandern in die märkische Region gekommen. Anita und Harry Suter hatten aus dem Königs Wusterhausener Ortsteil Niederlehme zum ersten Mal den Weg nach Petkus gefunden.

Nicht zu überschauen war die Schlange der MAZ-Leser bei der 25. MAZ-Osterwanderung. Sie führt von Petkus aus über Merzdorf durchs Baruther Urstromtal. Hier die Impressionen von unterwegs.

Noch weiter gereist waren die Geschwister Josefine (11) und Lasse (8). Die Kölner Kids besuchten über Ostern ihre Oma Angelika Reinhold in Luckenwalde und gingen mit ihr auf MAZ-Wandertour. Angelika Reinhold nutzte gleich die Gelegenheit, um ihre Enkel mit Natur und Landwirtschaft vertraut zu machen.

Wanderleiterin Brita Hannemann aus Oehna führte die gut gelaunte Menschenmenge zunächst an, ließ sich dann aber ein wenig zurückfallen und gab bereitwillig Auskünfte. „Dort drüben sehen Sie den Petkuser Fernmeldeturm, liebevoll ,Petzi’ genannt“, erklärte sie, „er ist 106 Meter hoch und verspricht eine tolle Aussicht, obwohl man privat nicht einfach so rauf kann.“ Zudem erläuterte sie die Entstehung der Landschaft. „Wir befinden uns hier in einem eiszeitlich geprägten Gebiet, das heute immer trockener wird“, sagte sie.

Merzdorfer empfangen die Wanderer zum Zwischenstopp

Nach sechs Kilometern hatten die Merzdorfer, deren Ort gerade mal 175 Einwohner zählt, eine gemütliche kulinarische Strecke eingerichtet. Während die Jüngsten aus dem Dorf bunte Eier verteilten, boten die Erwachsenen süßen und deftigen Imbiss an. „Wir haben 150 Bratkartoffelbrote, 250 Mischbrote, 1000 Brötchen und zwölf Blechkirschkuchen rangeschleppt“, sagte Bäckermeister Stephan Sembritzki.

„Fast das ganze Dorf hilft heute mit“, so Ortsvorsteherin Alexandra Flach und freute sich über die vielen Besucher. „Wir hatten anfangs Bedenken, dass alle an uns vorbei wandern“, sagte sie. Doch ihre Zweifel waren unbegründet. Hunderte nutzten den Zwischenstopp für eine willkommene Stärkung.

Mehr als 1500 MAZ-Leser haben bei der 25. MAZ-Osterwanderung mitgemacht. Hier die Impressionen vom Zwischenstopp in der Nähe von Merzdorf.

Sylvia und Virginia Lücke aus Großbeeren, die mit ihren Hunden Alma und Cooper unterwegs waren, nutzten den Stopp, um sich mit Schwiegeroma Hedwig Pötsch aus Merzdorf zu treffen. Sie hatte gemeinsam mit Adelheid Kiekebusch beim Stullenschmieren geholfen. „Mitwandern können wir nicht mehr, aber dabei sein wollen wir schon“, so Hedwig Pötsch.

Baruther Wandergruppe hatte es eilig

Besonders eilig hatte es eine sechsköpfige Wandergruppe aus Baruth. Sie ist zweimal in der Woche auf Schusters Rappen unterwegs und hatte den Zehn-Kilometer-Kurs in zwei Stunden geschafft. Andere ließen sich länger Zeit, so dass die Wanderer wie ein buntes, langgezogenes Band am Ziel in Petkus eintrudelten.

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Dort wurden sie von den Petkuser Sportlern, den Mitarbeitern des Skatehotels und vielen Helfern mit abwechslungsreichem Imbiss empfangen. „Der Andrang ist riesengroß. Heute wird wohl kaum Kuchen übrig bleiben“, freute sich Vereinschefin Roswitha Ryll. Außerdem gab es Live-Musik, eine Hüpfburg, Tiere zum Anfassen und die MAZ-Fotobox für bleibende Schnappschüsse. Bei wärmendem Sonnenschein genossen viele Wanderer den Ausklang im Freien.

„Die schönste Osterwanderung

„Es war die schönste Osterwanderung, die wir je mitgemacht haben“, resümierten Waltraud und Hans-Jürgen Scholz aus Dahlewitz. Sie hatten sich vor 46 Jahren zu Ostern kennengelernt. „Bei jeder MAZ-Osterwanderung denken wir an unsere erstes Treffen“, schwärmten die Eheleute.

Aber es gab auch Verbesserungsvorschläge. „Man sollte an der Strecke Schilder zum Kilometerstand aufstellen“, wünscht sich Uwe Hoffmann aus Rehagen. Andere hätten gern die Wanderkarte als Flyer und mehr Informationen unterwegs. Der nächste MAZ-Fußmarsch ist schon geplant. Die 26. Osterwanderung findet 2019 in Rangsdorf statt.

Von Elinor Wenke

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