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Teltow-Fläming Entsetzen über Schmierereien im Schlosspark
Lokales Teltow-Fläming Entsetzen über Schmierereien im Schlosspark
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06:36 07.04.2018
Auch die Parkmauer wurde mit roter Farbe beschmiert. Quelle: Fotos: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Blankensee

Der Schock sitzt noch immer tief in Blankensee. Zum zweiten Mal sind fünf Skulpturen und die Parkmauer im Schlosspark am Sudermann-Haus mit roter Farbe beschmiert worden. Das erste Mal hatten der oder die Täter am dritten Märzwochenende ihr Unwesen getrieben, dann noch einmal, vermutlich in der Nacht zum 4. April.

Die rote Farbe und die Art und Weise der Schmierereien und der Schriftzüge ähneln sich sehr, sodass man davon ausgeht, dass dieselben Täter am Werk waren. Über Facebook gab es zudem den Hinweis einer Trebbinerin, dass es ähnliche Schmierereien an einem Baum an der Straße nach Schiaß gebe.

Schloss Blankensee ist denkmalgeschützt

Das Schloss Blankensee entstand Anfang des 18. Jahrhunderts als Bauwerk des märkischen Barock. Ab 1802 stellte der Schriftsteller Hermann Sudermann zahlreiche Plastiken auf.

Die Sudermann-Gedenkstätte gehört heute zur Brandenburgischen Schlösser GmbH der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Zwei Privatleute haben das Schloss für 25 Jahre gepachtet. Der Park ist frei zugänglich.

Die Polizei ermittelt, hält sich aber bedeckt. „Zu den laufenden Ermittlungen in diesem Verfahren können wir keine Auskunft geben“, teilt Therese Franz von der Pressestelle der Polizeidirektion West mit. Zudem gebe es zum neuerlichen Vorfall bei der Polizei weder eine Anzeige noch eine Einsatzdokumentation.

Dem widerspricht Juliane Lehmphul, Landschaftsarchitektin bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Als die Schmierereien am 4. April entdeckt wurden, habe ich sofort die Polizei in Luckenwalde informiert“, sagte sie der MAZ. Dort hatte aber ein Stromausfall zu technischen Problemen geführt, sodass die Polizeibehörde die Informationen und Fotodokumente nicht auf elektronischem Weg empfangen konnte. „Ich habe dann alles ausgedruckt und auf dem Postweg zur Polizei geschickt“, versichert Juliane Lehmphul.

Der Schaden ist diesmal noch größer

Sie ärgert sich über die Schmierereien umso mehr, da sie schon zum zweiten Mal die denkmalgeschützten Kunstwerke verschandeln. „Unser Restaurator Oliver Guhr hatte zwei Tage lang alles akribisch gesäubert. Noch am Gründonnerstag haben wir uns die gereinigten Figuren angesehen“, berichtet Juliane Lehmphul über die Arbeiten. Weil diese inzwischen von Patina und Moos befreit waren, sei die aggressive Sprühfarbe noch tiefer in den Marmor eingedrungen. „Der Schaden ist diesmal noch größer, die Instandsetzung wird auf eine fünfstellige Summe geschätzt. Derzeit wird geprüft, ob die Figuren zum Reinigen sogar abgebaut werden müssen“, sagt die Expertin.

Wegen der doppelt verübten Tat vermutet sie, dass der Täter Ortskenntnisse hat und aus der näheren Umgebung stammt. „Wir werden die verbliebenen, unbeschädigten Skulpturen so lange in ihren hölzernen Winterbehausungen lassen“, bedauert Lehmphul, „bis die Polizei einen Schuldigen hat.“

Von Elinor Wenke

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